Kopfstandmethode
Ziel
Die Tutanden sollen in der Lage sein, die Kriterien benennen zu können, die zu einem guten Referat gehören. Außerdem lernen sie mit der Kopfstandmethode, eine neue Heransgehensweise an Aufgaben/Probleme, etc.
Zeitbedarf
45 - 60 Minuten
Gruppengrösse
20 - 30 Teilnehmer
Durchführung
Die Kopfstandmethode funktioniert nach einem sehr simplen Schema. Die meisten Menschen können leichter die Aspekte benennen, die sie an einem Sachverhalt stören, als jene, die ihnen gefallen. Das macht man sich zunutze und stellt eine "negative" Frage. Die Antworten werden dann im zweiten Schritt ins Positive gekehrt.
Nach einer kurzen Einführung ins Thema "Wie halte ich ein möglichst schlechtes Referat?" (Relevanz, Einsatz von Referaten) werden per Kartenabfrage an einer Pinnwand/Metaplan-Wand Punkte gesammelt und nach "Inhalt" und "Darstellung" sortiert.Die Aspekte werden ins Positive umgewandelt, und ergeben damit die wichtigsten Punkte eines guten Referats.
Anmerkung
Doppelte Karten können übereinander gehängt werden. Eine Metaplanwand mit den Überschriften bzw. Themenbereichen muss vorbereitet sein.
Unter "Inhalt" fällt z. B.: Vorbereitung, Einführung, Gliederung, Zusammenfassung.
Unter "Darstellung" kann gezählt werden: Vortragstechnik, Medieneinsatz, Thesenpapier.
Im Vorfeld solltet Ihr planen, ob z. B. "Thesenpapier" (s. z.B. die Methode Thesenpapier in der Theorie) in einer anderen Sitzung behandelt wird. Günstig ist es, wenn Ihr Muster-Thesenpapier bereithaltet, auch wenn das Thema zu einem anderen Zeitpunkt noch mal ausführlicher behandelt wird.
Es ist einfacher, etwas zu kritisieren als Verbesserungsvorschläge zu bringen. Die Methode setzt genau dort an und erleichtert das Sammeln von wichtigen Aspekten.
Ihr müsst sehr darauf achten, dass der Überblick bei einer großen Anzahl von Karten beim Anbringen an der Metaplanwand beibehalten wird.
Material/Unterlagen
Pinnwand vorbereiten, Moderatorenkoffer.
Als Handout bietet sich "Ratschläge für einen schlechten Redner" von Kurt Tucholsky an. (html/doc)
Varianten
Wenn es euch generell um die Herangehensweise an ein Thema geht bzw. wenn ihr verschiedene diskutieren und ausprobieren wollt, dann nimmt die Denkhüte zur Hand.
Quellen und weiterführende Literatur
Tucholsky, K.: Gesammelte Werke. Reinbek b. Hamburg, Band 8. 1993, S. 290-292 in: Das Projekt MediaCulture-Online, www.mediaculture-online.de
Bearbeitung
Mona Schumacher (11/98), Julia Piechowska (06/02)