Virtuelle Kommunikation

Ziel

Die Tutanden sollen die verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets (Newsgroup, Web-Forum, Mailing-Liste, Chat) kennen lernen und diese auch zu nutzen wissen.

Zeitbedarf

40 - 60 Minuten

Gruppengrösse

10 - 20 Teilnehmer (abhängig von der Anzahl der PC's)

Durchführung

Ihr informiert euch im Vorfeld, wo im Moment der Interessenschwerpunkt eurer Tutanden liegt und „browst“ (=sucht/stöbert) selber schon mal im Vorfeld in diversen Chats, Mailinglisten, Newsgroups und Web-Foren. Die Herausforderung liegt meist nicht so sehr in der Benutzung (da die Technologie größtenteils bekannt ist), sondern in dem Finden dieser Dienste oder in der Mitgliedschaft (s. hierzu: Groups-Suchfunktion bei www.google.de).

Theorieteil:
Schritt 1:
Den theoretischen Einstieg macht ihr mit einer Präsentation über die wichtigsten Kommunikationsmedien im Internet. Schwerpunkt in eurem Vortrag sollten zum einen, Funktion, Nutzung und subjektiver Nutzen für den User, sowie das Auffinden (!) solcher Dienste sein.
Zum anderen, die Beachtung der Netikette (Etikette im Netz). Im Internet läuft die Kommunikation nur über Textzeichen ab, die nicht durch Mimik und Gestik in ihrer Wirkung unterstützt werden. Somit sind Eindeutigkeit in der Formulierung und erkennbare Wertschätzung der anderen Leser, eine wichtige Vorraussetzung für virtuelle Kommunikation.
Diese Präsentation gestaltet ihr oder ein internetbegeisterter Tutand am besten mit Powerpoint. Als gut verständlicher Basistext eignet sich hierfür die Übersicht (LINK) „Kommunikation in Gruppen: Foren, Newsgroups, Listen“ von Baumgartner und Payr, 2001.

Schritt 2:
An einem konkreten Beispiel soll nun von euch z.B. eine Newsgroup gefunden und ein Eintrag vorgenommen werden. (Diesen könnt ihr schon im Vorfeld unter Word oder mit dem Text-Editor vorbereiten- dann aufrufen+ alles markieren + kopieren + im Beitragsfenster einfügen.) Arbeitet mit dem Beamer, dann sind eure Handlungen für alle sichtbar!

Praxisteil:
Schritt 1: Freies Ausprobieren und Üben
Idealerweise folgt nun eine längere Praxisphase, die allen Tutanden Zeit gibt, sich mit ihrem Tempo und Verständnis die Dienste anzueignen. Hilfreich ist, wenn ihr die Kernaussagen und Informationen als Merkzettel zum Nachlesen austeilt.Eure Aufgabe besteht nun darin, verständlich und praxisorientiert auf Fragen zu antworten. Dieser Kurs ist schliesslich für Anfänger gedacht. (d.h. nicht, dass ihr bei "0" anfangen müsst.)
Lernziele sollten hierbei sein.
1. Einen geeigneten Dienst finden können (z.B. über eine Suchmaschine)
2. Einen Beitrag zum Thema verfassen, der der Netikette entspricht.

Schritt 2: Wissen anwenden
Bitte überlegt euch anhand dieser Lernziele, max. vier Aufgaben. Die Tutanden sollen nun zu eurem Thema (Uni-Bezug) chatten, einer Mailingliste beitreten oder in ein Web-Forum posten (=schreiben/abschicken). Dabei solltet ihr auf Aktionen hinarbeiten, die den Tutanden bei ihrer täglichen Beschaffung von Informationen oder beim (interdisziplinären) Austausch behilflich sein können.

Anmerkung

Für diese Methode ist ein PC-Raum mit Internet- und Beamerzugang, fast unumgänglich. Wenn ihr keinen habt, solltet ihr noch mehr Wert auf die Anschaulichkeit eures Vortrag achten. Die Praxis sollte jeder Tutand anschliessend zu Hause nachholen.
Wer verantwortlich für die Raumbestellung ist, erfahrt in der Verwaltung bzw. bei eurem Sekretariat.

Die Methode führt durch eine Einführung in die Nutzung von Newsgroups, etc. ein und ermöglicht auf diesem Wege, Anlaufschwierigkeiten aufzuarbeiten.

In einem Tutorium kommen Studenten mit unterschiedlichem Wissenstand zusammen. Dieser kann gerade im Bereich "Internet" beträchtlich auseinanderklaffen.
Doofe Kommentare kann man dadurch unterbinden, dass ihr direkt an das Verständnis der Internet-Cracks appelliert und diese bittet, doch als "Paten/Helfer" bei der Betreuung der Tutanden im Praxisteil mitzuhelfen. Eine Freistellung ist ebenfalls möglich, aber verhindert den beiderseitigen Wissensaustausch.

Material/Unterlagen

Beamer, Textauszüge, Präsentation, Forumsbeitrag im .doc- Format oder .txt., Merkzettel für Praxisphase

Varianten

In einem Forum geht es schliesslich um Kommunikation und Meinungsaustausch. Ihr könntet eine Frage, die kontrovers im Tutorium diskutiert wird ins Forum stellen und diese dadurch der Öffentlichkeit, inklusive eurer Tutanden zur Diskussion freigeben.
Wenn es so eine Frage im Moment nicht gibt, kommt natürlich jeder andere Diskussionsanstoß auch in Frage. Er sollte allerdings, verständlicherweise zum Forum passen.

Quellen und weiterführende Literatur

Baumgartner, P., Payr, S.:
Studieren und Forschen mit dem Internet. Innsbrück, Studien Verlag, 2001, Kommunikation in Gruppen: Foren, Newsgroups, Listen

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