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Artikel vom 6. Februar 2006
In einem Meer von Musik
Orchester und Chor der Heinrich-Heine-Uni trifft den Nerv der Zuhörer
XANTEN. Wie ein Meer erschien dem Publikum das Universitätsorchester der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Alle Bewegungen waren synchron, die Musiker perfekt aufeinander abgestimmt, vom Hin und Her wiegen der Streicher bis zum Umblättern der Noten.
„Ein würdiger Abschluss der Glaubenswoche, die anlässlich der Reliquienübertragung Kardinal von Galens stattfand“, erklärte Probst Alfred Manthey nach dem eineinhalbstündigen Konzert. Es sei überwältigend gewesen, diese jungen Menschen musizieren zu sehen. Dabei sei es eine Sache, professionellen Chören und Orchestern zuzuhören. Doch etwas ganz anderes sei der Eifer und die Freude der Musiker aus Düsseldorf.
„Ich habe ein Faible für Plätze wie hier“, sagte Dirigentin Silke Löhr lächelnd. Vor fünf Jahren musizierte sie schon mal im Dom, seinerzeit noch als Streicherin. Damals wünschte sie sich, einmal in dieser Kirche dirigieren zu dürfen. Was am Samstagabend dann Wirklichkeit wurde.
Die 80 Orchester-Musiker und 70 Chor-Sänger machten auch durch die Kostüme auf sich aufmerksam: In Schwarz gekleidet, nur mit wenigen roten Farbtupfern, präsentierten sie sich auf der Bühne. Die hervorragende Akustik des Doms verstärkte den Klang, die Lobgesang-Symphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy garantierte Gänsehaut.
Sopransolisten setzen besondere Akzente
Das Orchester eröffnete das Konzert, dreißig Minuten lang lauschten die Zuhörer den Klängen in dem fast komplett gefüllten Dom. Dann erhoben sich die Stimmen des Unichors, die das Publikum in eine besondere Stimmung versetzten.
Besondere Akzente setzten die Sopransolistinnen Dorothee Wohlgemuth, Ulrike Kampf-Paulsen und Tenorsolist Markus Francke. Sie trafen den Geschmack der Zuhörer, die mit Standing Ovations dankten. Auch Probst Mantheys war begeistert: „Ich wünsche mir, dass Sie wiederkommen!“ |