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Rezension zu: Birkenbihl, Vera F.: Signale des Körpers. Körpersprache verstehen. München/ Landsberg am Lech: mvg, 14. Auflage 1999 Bei der Untersuchung des Ratgebers ”Signale des Körpers” von Vera F. Birkenbihl fällt vor allem der gut durchdachte Aufbau des Buches auf. Leicht verständliche und ausführliche Informationen werden dabei in einer für einen Ratgeber angemessenen Form dargestellt. Insgesamt ist der Text flüssig geschrieben und auch durch seine vielen Absätze angenehm zu lesen. Dadurch wird das Buch zusätzlich übersichtlicher. Obwohl es sich um einen fortlaufenden Text handelt, stehen die Kapitel auch für sich selbst und können deshalb auch unabhängig voneinander gelesen werden. Relativ häufige Querverweise während des Lesens auf eine Stelle in einem anderen Kapitel sind zwar auch von Vorteil, dennoch lassen sie den Leser zu oft von Textstelle zu Textstelle ‘springen‘. Dabei kann ein sehr unruhiger Eindruck bei der Lektüre des Buches entstehen. Der Hauptschwerpunkt, den die Autorin auf den Alltag gelegt hat, wird durch Anekdoten, die den Leser nicht selten schmunzeln lassen, und Beispiele hervorgehoben. So wird durch die vielen Übungen in den Bereich der Körpersprache eingeführt. Ein Nachteil dabei ist jedoch, dass sie meist nur alleine durchführbar sind und eher auf Einzelarbeit, als auf Gruppenarbeit abzielen. Dabei geht es ja gerade bei diesem Thema um Kommunikation. Die Zusammenstellung der Merksätze, Raum für eigene Notizen und ein Poster zum Selberbasteln lockern das Buch zusätzlich auf. Der Ratgeber ist insgesamt gesehen zwar in vielen Ansätzen wissenschaftlich, jedoch nicht im eigentlichen Sinne als wissenschaftliche Lektüre anzusehen. Die Erwartung, die der Klappentext weckt, wird in dem Fall nicht bestätigt, als dass das vorliegende Buch ein ‘Universalwörterbuch‘ darstellt. Diese falsche Annahme wird aber auch am Anfang durch die Autorin richtig gestellt. Bei der Körpersprache geht es unumstritten um Kommunikation, die schließlich hauptsächlich durch visuelle Eindrücke mitbestimmt wird. Fotos, wie etwa bei einem Samy Molcho-Buch, sind jedoch gar nicht vorhanden. Die spärlichen Abbildungen tragen nicht immer unbedingt zum völligen Verständnis bei. Aus dieser Sicht besteht bei dem Ratgeber, trotz seiner ansonsten gut ausfallenden Bewertung, ein erwähnenswertes Manko. Trotz allem hat der Ratgeber die in der Einleitung vorangestellten Erwartungen übertroffen. Birkenbihl verbindet auf verständliche Weise Erkenntnisse der Wissenschaft und praxisbezogene Problemfragen aus dem Alltag. Ein insgesamt empfehlenswertes Buch, das nur noch durch ein körpersprachliches ‘Bilderbuch‘ mit Fotobeispielen ergänzt werden könnte. (Klaudia Köhn, WS 2000/01) |