24.11.16 17:00

Bioeconomy Science Center

KlimaExpo.NRW würdigt Forschung für eine nachhaltige Bioökonomie

Von: KlimaExpo.NRW / Redaktion: AC

24.11.2016 – Im Bioeconomy Science Center (BioSC) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus drei renommierten Universitäten und einer Forschungseinrichtung in NRW zusammen, um innovative, markttaugliche und nachhaltige Lösungen für eine biobasierte Gesellschaft zu entwickeln – vor allem als Alternative zur intensiven Nutzung endlicher Ressourcen wie Erdöl. Gleichzeitig bildet das BioSC qualifizierte Fachleute aus. Diesen besonderen Einsatz für die Ressourcenschonung der Zukunft hat KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch am 21. November 2016 mit der offiziellen Aufnahme in die landesweite Leistungsschau gewürdigt – im Rahmen des 1. BioSC-Symposiums in Köln.

Vertreter von BioSC nehmen die Auszeichnung „Vorreiterprojekt“ von KlimaExpo.NRW entgegen (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Jochen Büchs, RWTH Aachen; Prof. Dr. Michael Feldbrügge, Heinrich-Heine-Universität Düssel-dorf; Prof. Dr. Stefanie Bröring, Rheinische Friedrich Wilhelms-Universität Bonn; Prof. Dr. Ulrich Schurr, Forschungszentrum Jülich; Dr. Heinrich Dorn-busch, Geschäftsführer KlimaExpo.NRW. (Foto: Forschungszentrum Jülich)

Am Bioeconomy Science Center (BioSC) sind das Forschungszentrum Jülich, die RWTH Aachen, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit mehr als 1.500 Mitarbeitern beteiligt – unterstützt wird das Kompetenzzentrum BioSC durch das „NRW-Strategieprojekt BioSC“. Ziel ist es, eine biobasierte Wirtschaft zu implementieren und so den enormen Verbrauch endlicher Ressourcen und die damit verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren, die bisher bei der Produktion von Nahrungsmitteln, Rohstoffen, Chemikalien und Treibstoffen entstehen. Geforscht wird an der Etablierung nachhaltiger Verfahren und biologischer Prozesse, die auf der Verwendung pflanzlicher Biomasse oder Restströmen basieren, z.B. die energetische und stoffliche Nutzung von Pflanzen wie Miscanthus und Silphium, das Recycling von Phosphat aus dem Abwasser anhand von Algen oder der Einsatz innovativer Technologien, um Düngemittel, Pestizide und Emissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren. Die Forschungsprojekte sind sehr vielfältig und besitzen enormes Potenzial.

BioSC als Motor für Ressourceneffizienz

Die KlimaExpo.NRW-Ehrung fand während des ersten BioSC-Symposiums mit dem Titel „Towards an Integrated Bioeconomy“ in Köln statt, auf dem die Ergebnisse verschiedener BioSC-Forschungsprojekte und externe Projekte vorgestellt und diskutiert wurden. KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch hob bei der Urkundenübergabe hervor: „Das BioSC fördert durch seine zahlreichen Forschungsprojekte und Veröffentlichungen die Ressourceneffizienz und ist somit ein echter Fortschrittsmotor für den Klimaschutz.“  

Prof. Dr. Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich nahm die Urkunde entgegen und bedankte sich: „Es freut uns, dass wir durch unsere Forschung und Kooperation für nachhaltige Bioökonomie einen Beitrag für den Klimaschutz der Zukunft leisten können. Unser Ziel ist dabei nicht nur, neue biobasierte Technologien und Verfahren zu etablieren, sondern auch die nächste Forschergeneration für den Klimaschutz und die Ressourcenschonung zu gewinnen und zu begeistern.“   

Ausbildung und enge Vernetzung der Projekte

So ist auch die Ausbildung im Bereich der Bioökonomie ein wichtiger Bestandteil des BioSC. Die interdisziplinäre Ausbildung und multidisziplinäre Zusammenarbeit wird durch verschiedene Angebote, wie beispielsweise die International Summer School „From Plant to Product – Value Chains in a Sustainable Bioeconomy“, die im Oktober 2016 stattfand oder den NRW-weiten PhD-Day im September 2016 gefördert. Auch die BioSC-Forschungsprojekte werden aus verschiedenen Blickwinkeln ganzheitlich betrachtet, da die Projekte jeweils von interdisziplinären Konsortien bearbeitet werden: Biologen, Verfahrenstechniker und Ökonomen bringen jeweils ihre Expertise ein, um innovative und ganzheitliche Ansätze zu entwickeln. Teilprojekte werden immer wieder vernetzt und Ergebnisse in Workshops und Veranstaltungen projektübergreifend präsentiert. Ob neue Technologien auch wirtschaftlich und praxistauglich sind, wird zudem mit Praxispartnern erprobt. Das sind beste Voraussetzungen, um die nachhaltigen Bioökonomie in NRW zu etablieren und damit die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen und deren Importen zu reduzieren.

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