23.11.17 14:34

Rund 80 Patienten erhalten am UKD jedes Jahr ein Cochlea Implantat / Reha-Maßnahmen werden direkt vor Ort angeboten / 50.000 Düsseldorfer leiden an Hörschäden

Hörzentrum feiert zehnjähriges Bestehen: Mehr als 600 Cochlea Implantate seit 2007

Von: Stefan Dreising

Düsseldorf (UKD/Dre) – Laut einer Stellungnahme des Düsseldorfer Seniorenrates aus dem Jahr 2016 leiden etwa 50.000 Menschen in Düsseldorf an Hörschäden, rund 1.800 von Ihnen gelten als ertaubt. „Vielen stark schwerhörigen Personen ermöglichen es sogenannte Cochlea Implantate wieder eine adäquate Hörleistung zu erlangen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Klenzner, stellvertretender Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und Leiter des UKD-Hörzentrums, das im Dezember sein zehnjähriges Jubiläum feiert.

Prof. Dr. Thomas Klenzner ist stellvertretender Direktor der HNO-Klinik an der Düsseldorfer Uniklinik und Leiter des UKD-Hörzentrums, das im Dezember sein zehnjähriges Jubiläum feiert. (Foto: UKD)

Das Hörzentrum ist spezialisiert auf die Implantation von Cochlea Implantaten: Seit der Zentrumsgründung im Jahr 2007 wurden bereits über 600 der hochpräzisen Implantate operativ in die Hörschnecke (lat. Cochlea) des Innenohrs eingesetzt. Pro Jahr bekommen rund 80  Patientinnen und Patienten jeden Alters ein solches Implantat.

„Eine Hörstörung kann die Lebensqualität in allen Lebensbereichen enorm einschränken und auch zu einem sozialen Rückzug der Betroffenen führen“, betont Klenzner. Individuell entwickelt das Team Therapiemöglichkeiten für jeden einzelnen Patienten. Das Alter spielt dabei keine Rolle: Die jüngsten Patienten sind Neugeborene, die ältesten Patienten weit über 80 Jahre alt. „Wichtig ist es uns, zu schauen, was für den Patienten nötig und wichtig ist. Das reicht von der Hörgeräteversorgung über den Einsatz von Mittelohrprothesen bis hin zu den sogenannten Cochlea Implantaten“, so Klenzner.

Umfassende Versorgung – auch nach der Operation

Im Hörzentrum arbeiten Mediziner, Logopäden, Audiologen und auch Pädagogen Hand in Hand. Und das sowohl vor, als auch nach der Operation: Um die Patienten umfassend versorgen zu können, werden alle Reha-Maßnahmen ambulant direkt vor Ort im Hörzentrum durchgeführt. Zusätzlich gibt es Kooperationen mit externen Stellen, um ein für den Patienten und seine Bedürfnisse sinnvolles Netzwerk zu entwickeln. „Wir begleiten Patienten vom ersten Gespräch über die Operation bis zu den Reha-Maßnahmen. Zusätzlich unterstützen wir auch bei der Inklusion im Alltag und besuchen zum Beispiel Kinder im Kindergarten oder der Schule  sowie Erwachsene am Arbeitsplatz“, erklärt Wiebke van Treeck, Diplom-Heilpädagogin am Hörzentrum.

Gefeiert wird der runde Geburtstag zusammen mit Kollegen, Partnern und Unterstützern am 12. Dezember 2017 mit einer Jubilarsfeier unter dem Motto „Danke für zehn Jahre Netzwerkarbeit“ im Haus der Universität in der Düsseldorfer Innenstadt.

Kontakt: Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Klenzner, Leiter des Hörzentrums sowie Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor, Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf, E-Mail: Thomas.Klenzner(at)med.uni-duesseldorf.de

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