Herzzentrum der Uniklinik: Erste Herztransplantation nach Wiederaufnahme des Transplantationsprogramms
Düsseldorf. <br/>Am 29. September erhielt zum ersten Mal seit zehnjähriger Pause ein Patient in Düsseldorf ein neues Herz. Der 27-jährige Mathias Szabo, der wegen einer Erkrankung des Herzmuskels unklarer Herkunft das neue Organ dringend benötigte, ist nun rd. 20 Tage nach dem Eingriff wohlauf. Prof. Dr. Artur Lichtenberg und sein Team haben die Transplantation vorgenommen.
<br/>Am 29. September erhielt zum ersten Mal seit zehnjähriger Pause ein Patient in Düsseldorf ein neues Herz. Der 27-jährige Mathias Szabo, der wegen einer Erkrankung des Herzmuskels unklarer Herkunft das neue Organ dringend benötigte, ist nun rd. 20 Tage nach dem Eingriff wohlauf. Prof. Dr. Artur Lichtenberg und sein Team haben die Transplantation vorgenommen.
Am 29. September erhielt zum ersten Mal seit zehnjähriger Pause ein Patient in Düsseldorf ein neues Herz. Der 27-jährige Mathias Szabo, der wegen einer Erkrankung des Herzmuskels unklarer Herkunft das neue Organ dringend benötigte, ist nun rd. 20 Tage nach dem Eingriff wohlauf. Prof. Dr. Artur Lichtenberg und sein Team haben die Transplantation vorgenommen. Patient Mathias Szabo wird gemeinsam betreut von den Herzchirurgen und Kardiologen im Herzzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf. Für das Zentrum ist die Wiederaufnahme des Transplantationsprogramms ein entscheidender Schritt, der, so der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Wolfgang H.-M. Raab, heute notwendiger Bestandteil des Leistungsspektrums der Herzmedizin eines maximalversorgenden Krankenhauses, wie des Universitätsklinikums, sei.

Prof. Dr. Artur Lichtenberg und Patient Mathias Szabo während der Pressekonferenz zur Herztransplantation
Das Transplantationsprogramm ist auch deshalb unbedingt erforderlich, da die Kliniken für Kardiovaskuläre Chirurgie und Kardiologie (Direktor Prof. Dr. Malte Kelm) seit Anfang des Jahres auch ein Kunstherzprogramm anbieten. Vor allem für junge Patienten kann dies allerdings nur eine - oft aber dringend benötigte - Übergangslösung darstellen.
Im Universitätsklinikum Düsseldorf gab es in der Vergangenheit zwei Serien von Herztransplantationen: Ende der 1980er Jahre wurden 15 Patienten und zwischen 1996 und 2001 30 Patienten transplantiert. Der Aufbau des neuen Programms benötigte ca. ein Jahr Vorlauf. In dieser Zeit musste u.a. die Zusammenarbeit mit Eurotransplant in Leiden, Niederlande geregelt werden. Eine Warteliste muss aufgebaut und auch die medizinischen Inhalte des Programms den aktuellen medizinischen Leitlinien angepasst werden.
Mathias Szabo, der nun das erste neue Herz seit dem Antritt von Prof. Lichtenberg erhalten hat, litt unter einer schweren Erkrankung des Herzmuskels mit ständig abnehmender Pumpfunktion (dilatativer Kardiomyopathie). Er ist seit mehreren Jahren bereits Patient der Klinik für Kardiologie. Seit Mai diesen Jahres verschlechterte sich sein Zustand erheblich, so dass er Anfang September als dringend, als so genannter "high urgent" Patient bei Eurotransplant gemeldet wurde. Dadurch verkürzt sich die mittlere Wartezeit auf ein Organ auf ca. acht bis zehn Wochen, als "normal gelisteter" Patient beträgt sie ca. 15 Monate.
Am 29.9. kam dann das Organangebot durch Eurotransplant mit dem aufgrund von Gewebemerkmalen, Größe und Gewicht gut passenden Organ eines hirntoten Spenders. Die Herztransplantation verlief unkompliziert. Seitdem verzeichnen Szabos Ärzte eine stetige Besserung seines Zustandes, bisher ohne Abstoßungsreaktion. Geplant ist seine Verlegung in die Klinik für Kardiologie Ende Oktober, danach wird eine Reha-Maßnahme bis zur vollständigen Erholung angeschlossen.
Hintergrundinformation:
Hintergrund: Im Jahr 2009 fanden 348 Herztransplantationen in Deutschland statt. Diese Zahl befindet sich bereits im Abwärtstrend. In der Spitze gab es 500 Transplantationen pro Jahr in Deutschland. Auf der Warteliste befinden sich mehr als 2.000 Patienten, die ein neues Herz benötigen. Neu gemeldet werden ca. 900 potentielle Empfänger pro Jahr. Leider versterben viele Patienten während der Wartezeit.
Deshalb sind Überbrückungslösungen von großer Bedeutung, aber vor allem nach wie vor die Werbung für die Organspende: Insgesamt warten in Deutschland etwa 12.000 Menschen auf ein Organ, etwa 8.000 auf eine Niere. Im Jahr 2009 gab es insgesamt 912 Organspenden in Deutschland (Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation, DSO). All diese Zahlen verdeutlichen das Problem des Organmangels. Der rechtliche Rahmen für die Organspende ist in Deutschland eine so genannte "erweiterte Zustimmungslösung". Die Spendebereitschaft ist gering.
Informationen zu Eurotransplant: www.eurotransplant.org ; Informationen zu Organspenden in Deutschland: Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO): www.dso.de
Kontakt:
Prof. Dr. Artur Lichtenberg, Direktor der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie, Tel.: 0211 / 81-18331 ,
Prof. Dr. Malte Kelm, Direktor der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Tel.: 0211 / 81-18801
Am 29. September erhielt zum ersten Mal seit zehnjähriger Pause ein Patient in Düsseldorf ein neues Herz. Der 27-jährige Mathias Szabo, der wegen einer Erkrankung des Herzmuskels unklarer Herkunft das neue Organ dringend benötigte, ist nun rd. 20 Tage nach dem Eingriff wohlauf. Prof. Dr. Artur Lichtenberg und sein Team haben die Transplantation vorgenommen. Patient Mathias Szabo wird gemeinsam betreut von den Herzchirurgen und Kardiologen im Herzzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf. Für das Zentrum ist die Wiederaufnahme des Transplantationsprogramms ein entscheidender Schritt, der, so der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Wolfgang H.-M. Raab, heute notwendiger Bestandteil des Leistungsspektrums der Herzmedizin eines maximalversorgenden Krankenhauses, wie des Universitätsklinikums, sei.
Prof. Dr. Artur Lichtenberg und Patient Mathias Szabo während der Pressekonferenz zur Herztransplantation
Das Transplantationsprogramm ist auch deshalb unbedingt erforderlich, da die Kliniken für Kardiovaskuläre Chirurgie und Kardiologie (Direktor Prof. Dr. Malte Kelm) seit Anfang des Jahres auch ein Kunstherzprogramm anbieten. Vor allem für junge Patienten kann dies allerdings nur eine - oft aber dringend benötigte - Übergangslösung darstellen. Im Universitätsklinikum Düsseldorf gab es in der Vergangenheit zwei Serien von Herztransplantationen: Ende der 1980er Jahre wurden 15 Patienten und zwischen 1996 und 2001 30 Patienten transplantiert. Der Aufbau des neuen Programms benötigte ca. ein Jahr Vorlauf. In dieser Zeit musste u.a. die Zusammenarbeit mit Eurotransplant in Leiden, Niederlande geregelt werden. Eine Warteliste muss aufgebaut und auch die medizinischen Inhalte des Programms den aktuellen medizinischen Leitlinien angepasst werden. Mathias Szabo, der nun das erste neue Herz seit dem Antritt von Prof. Lichtenberg erhalten hat, litt unter einer schweren Erkrankung des Herzmuskels mit ständig abnehmender Pumpfunktion (dilatativer Kardiomyopathie). Er ist seit mehreren Jahren bereits Patient der Klinik für Kardiologie. Seit Mai diesen Jahres verschlechterte sich sein Zustand erheblich, so dass er Anfang September als dringend, als so genannter "high urgent" Patient bei Eurotransplant gemeldet wurde. Dadurch verkürzt sich die mittlere Wartezeit auf ein Organ auf ca. acht bis zehn Wochen, als "normal gelisteter" Patient beträgt sie ca. 15 Monate. Am 29.9. kam dann das Organangebot durch Eurotransplant mit dem aufgrund von Gewebemerkmalen, Größe und Gewicht gut passenden Organ eines hirntoten Spenders. Die Herztransplantation verlief unkompliziert. Seitdem verzeichnen Szabos Ärzte eine stetige Besserung seines Zustandes, bisher ohne Abstoßungsreaktion. Geplant ist seine Verlegung in die Klinik für Kardiologie Ende Oktober, danach wird eine Reha-Maßnahme bis zur vollständigen Erholung angeschlossen. Hintergrundinformation: Hintergrund: Im Jahr 2009 fanden 348 Herztransplantationen in Deutschland statt. Diese Zahl befindet sich bereits im Abwärtstrend. In der Spitze gab es 500 Transplantationen pro Jahr in Deutschland. Auf der Warteliste befinden sich mehr als 2.000 Patienten, die ein neues Herz benötigen. Neu gemeldet werden ca. 900 potentielle Empfänger pro Jahr. Leider versterben viele Patienten während der Wartezeit. Deshalb sind Überbrückungslösungen von großer Bedeutung, aber vor allem nach wie vor die Werbung für die Organspende: Insgesamt warten in Deutschland etwa 12.000 Menschen auf ein Organ, etwa 8.000 auf eine Niere. Im Jahr 2009 gab es insgesamt 912 Organspenden in Deutschland (Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation, DSO). All diese Zahlen verdeutlichen das Problem des Organmangels. Der rechtliche Rahmen für die Organspende ist in Deutschland eine so genannte "erweiterte Zustimmungslösung". Die Spendebereitschaft ist gering. Informationen zu Eurotransplant: www.eurotransplant.org ; Informationen zu Organspenden in Deutschland: Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO): www.dso.de
Kontakt: Prof. Dr. Artur Lichtenberg, Direktor der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie, Tel.: 0211 / 81-18331 , Prof. Dr. Malte Kelm, Direktor der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Tel.: 0211 / 81-18801

