16.11.17 10:19

Podiumsdiskussion im Haus der Universität

100 Jahre russische Oktoberrevolution

Von: Redaktion

Anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Oktoberrevolution veranstaltet der Lehrstuhl für Geschichte und Kulturen Osteuropas unter der Leitung von Prof. Dr. Beate Fieseler am 17. November eine Podiumsdiskussion, an der international anerkannte Experten der sowjetischen Geschichte und insbesondere der Revolutionszeit teilnehmen werden.

Ziel der Veranstaltung ist die kritische Erinnerung an ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung. Es steht außer Zweifel, dass die russische Oktoberrevolution die Welt verändert und langfristig zu ihrer Spaltung in zwei große Blöcke beigetragen hat, die sich feindlich gegenüberstanden. Auch nach der Auflösung der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges leiden manche Mitgliedsstaaten des ehemaligen „Ostblocks“ unter demokratischer Schwäche und den politischen, sozio-ökonomischen, kulturellen, ökologischen und nicht zuletzt mentalen Folgewirkungen des sozialistischen Regimes, auf das sich in den 1920er und 1930er Jahren weltweit noch große Zukunftshoffnungen richteten.

Die Podiumsdiskussion, die von Prof. Fieseler moderiert wird und an der drei international renommierte Experten teilnehmen, wird sich mit der Frage beschäftigen, was heute noch von den Idealen des einst als „Große Sozialistische Oktoberrevolution“ titulierten Ereignisses übrig geblieben ist, wie diese heute bewertet werden und welchen Platz sie in der aktuellen russischen Erinnerungskultur haben, die sich in diesem Punkt deutlich von der westeuropäischen unterscheidet. Während diverse Museen, Vortragsreihen, wissenschaftliche Konferenzen im westeuropäischen Raum sich mit den Oktoberereignissen befassen, werden sie in der offiziellen russischen Erinnerungskultur weitgehend ignoriert bzw. bewusst übergangen. Auch die Gründe für diesen unterschiedlichen Umgang wird die Veranstaltung beleuchten.

Mit den drei Teilnehmern der Podiumsdiskussion konnten drei international anerkannte und weithin sichtbare Spezialisten gewonnen werden:

Prof. Dr. Martin Aust, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Osteuropahistoriker und Autor der Monographie „Die russische Revolution: Vom Zarenreich zum Sowjetimperium“ (2017). Das Buch beleuchtet die revolutionären Ereignisse im Jahr 1917 vor allem unter imperialen Gesichtspunkten.

Prof. Dr. Nikolaus Katzer, Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Moskau. Herr Katzer ist Osteuropahistoriker und Mitherausgeber des Sammelbandes „100 Jahre Roter Oktober: Zur Weltgeschichte der Russischen Revolution“ (2017).

Prof. Dr. Igor Narskij, Direktor des Forschungszentrums für Kulturgeschichte an der Süd-Ural-Universität Tscheljabinsk, Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung (1995–1996, 2016) und Fellow des Historischen Kollegs München (2014–2015). Herr Narskij vertritt zur Zeit eine Professur an der LMU München. Er ist Historiker mit Schwerpunkt in der Alltags- und Kulturgeschichte der Sowjetunion.

Im Anschluss an die durch Fragen der Moderatorin strukturierte Diskussion erhält auch das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an akademische Hörer, sondern selbstverständlich auch an die interessierte Öffentlichkeit der Stadt Düsseldorf.

 

Podiumsdiskussion: 100 Jahre russische Oktoberrevolution

Freitag, den 17. November 2017, 19 bis 21 Uhr

Haus der Universität

 

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