Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Von der regionalen Akademie zur weltoffenen Universität

1900-1960

1907

Die „Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin“ wird nach langen und hartnäckigen Bemühungen aus Düsseldorf mit einem Allerhöchsten Erlass vom 4. Juni 1907 errichtet.
Aufgaben der Akademie: Ausbildung von Medizinalpraktikanten, Ausbildung in Spezialfächern, Fortbildungskurse, Förderung der praktischen Medizin nach der wissenschaftlichen Seite
Die Akademie besaß keine Rektoratsverfassung und konnte keine Studenten ausbilden.


Feierliche Eröffnung der neuerbauten Allgemeinen Städtischen Krankenanstalten und der „Akademie für praktische Medizin“.

1919

Die Akademie nimmt mit vorläufiger Genehmigung und hauptsächlich für Kriegsteilnehmer den klinischen Unterricht auf.

1923

Preußen und Düsseldorf unterzeichnen einen Vertrag, nach dem die „Akademie für praktische Medizin“ in „Medizinische Akademie in Düsseldorf“ umbenannt wird. Die Akademie erhält Rektoratsverfassung und das Recht auf klinische Ausbildung von Studenten.


Offizielle Eröffnung der Akademie

1931/1932

Das Fach Zahnmedizin nimmt den Lehrbetrieb auf.

1935

Die „Medizinische Akademie in Düsseldorf“ erhält das Promotionsrecht.

1945

Wiederaufnahme des akademischen Unterrichts

1955

Gründung der „Gesellschaft von Freunden und Förderern der Medizinischen Akademie in Düsseldorf“

Lageplan Düsseldorfer Krankenanstalten
Düsseldorfer Krankenanstalten
Gründungserlass der Akademie, 1907

 

1960er-Jahre: Gründungsjahre

1962

Das Land NRW und Düsseldorf schließen einen Vertrag: NRW übernimmt mit Wirkung vom 1. Januar 1962 die Verantwortung und Fürsorge für die Medizinische Akademie, während die Allgemeinen Städtischen Krankenanstalten weiterhin im Besitz der Stadt Düsseldorf verbleiben.

1965

Die NRW-Landesregierung beschließt am 16. November 1965 die Umwandlung der Medizinischen Akademie in „Universität Düsseldorf“.

1965/66

Erstmals werden Studienanfänger/innen der Medizin aufgenommen; bisher war ein Studium der Medizin und Zahnmedizin nur vom 3. Semester an möglich.

1966

Die Universität Düsseldorf konstituiert sich mit einer Medizinischen und einer kombinierten Naturwissenschaftlich-Philosophischen Fakultät.

Festakt zur Begründung der Universität.

1969

Die kombinierte Naturwissenschaftlich-Philosophische Fakultät wird in zwei selbstständige Fakultäten aufgeteilt: eine Mathematisch-Naturwissenschaftliche und eine Philosophische Fakultät.

Gründungsrektor Karl Oberdisse
Festakt Universitätsgründung


1970er-Jahre:

1973

Die bisherigen Städtischen Krankenanstalten-Universitätskliniken gehen von der Stadt Düsseldorf in die Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Universität) über.

1975

Die Institutsbauten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit 3.800 Studienplätzen werden bezogen.

1979

Der Neubau der Universitätsbibliothek wird in Betrieb genommen. Erstmals zählt die Universität mehr als 10.000 Studierende.

Baustelle Mensa
Baustelle Math.-Nat. Fakultät
Universitäts- und Landesbibliothek


1980er-Jahre:

1980/1981

Eröffnung der Universitäts-Sportanlagen

1981

Die Philosophische Fakultät vereinbart die Zusammenarbeit mit der Philosophischen Fakultät der Universität Neapel (Italien).

1983

Prof. Dr. Gert Kaiser wird vom Konvent zum Rektor gewählt – er wird das Amt 20 Jahre bekleiden.

1985

Eröffnung der Medizinisch-Neurologisch-Radiologischen Klinik (MNR-Klinik)

1987

Partnerschaftsvertrag mit der Universität Peking (VR China).

Die Universität vereinbart mit der Universität Alicante (Spanien) eine Zusammenarbeit.

1988

Der Senat beschließt, dass die Universität künftig den Namen „Heinrich-Heine-Universität“ tragen soll.

Senatssitzung zur Umbenennung der Universität Düsseldorf in Heinrich-Heine-Universität; an der Tafel: der damalige Rektor Prof. Kaiser
Neubau Kuppel Botanischer Garten

 

1990er-Jahre:

1990

Errichtung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

1993

Der von der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. finanzierte Heinrich-Heine-Saal, gelegen in der Studentenwohnanlage Campus Süd, wird in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben.

Die Juristische Fakultät wird errichtet, nachdem im Vorjahr der Studiengang Rechtswissenschaft eingeführt wurde.

1995

Die neue Kinderklinik „Schloßmann-Haus“ wird eingeweiht.

1996

Der Neubau des Juridicums auf dem Campus kann nach Rekordbauzeit – erster Spatenstich am 26. Januar 1996 – bezogen werden.

Neubau Juristische Fakultät
Studentenwohnanlage Campus Süd

 

2000er-Jahre:

2000

Schloss Mickeln wird als neues Gästehaus und neue Tagungsstätte der Universität feierlich eingeweiht.

2001

Das Klinikum Düsseldorf der Universität Düsseldorf (Universitätsklinikum Düsseldorf) wird als Anstalt des öffentlichen Rechts errichtet. Damit tritt das Universitätsklinikum Düsseldorf, mit einem Aufsichtsrat und einem Vorstand als Organ, an die Stelle der bisherigen Medizinischen Einrichtungen, die auf diesem Weg rechtlich verselbständigt werden.

2002

Auf Initiative der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wird die Düsseldorf Business School gegründet.

2003

Prof. Dr. Dr. Alfons Labisch wird vom Senat der Heinrich-Heine-Universität zum Rektor der Heinrich-Heine-Universität gewählt.

2004

Ihre Majestät Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland besucht im Rahmen ihres Staatsbesuchs auch die Heinrich-Heine-Universität (Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum).

2007

Das Hochschulfreiheitsgesetz (HFG) tritt in Kraft. Die Universität verliert ihren Doppelcharakter als Körperschaft und zugleich staatliche Einrichtung und wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts verselbstständigt. Der Senat verabschiedet die an das Hochschulfreiheitsgesetz angepasste Grundordnung und wählt die acht Mitglieder des künftigen Hochschulrates, dem verfassungsmäßig obersten Gremium der Hochschule. Dem ersten Hochschulrat gehören an: Dr. Simone Bagel-Trah, Prof. Dr. Vittoria Borso, Prof. em. Dr. Ulrich Hadding, Anne-José Paulsen (Vorsitzende), Avi Primor, Prof. em. Dr. Detlev Riesner, Prof. Dr. Ernst Rietschel, Patrick Schwarz-Schütte.

2008

Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper wird vom Hochschulrat zum Rektor der Universität Düsseldorf gewählt. Er nimmt am 3. November 2008 seine Arbeit auf.

2009

Eröffnung des Studierenden Service Centers

Gästehaus und Tagungsstätte Schloss Mickeln
Besuch der Queen - mit damaligem Rektor Prof. Labisch

2010er-Jahre:

2010

Am 30. November 2010 wird das „Oeconomicum“ eingeweiht. Der Neubau der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und die Einrichtung mehrerer volkswirtschaftlicher Lehrstühle mit Schwerpunkt Wettbewerbsökonomie wurden durch eine Spende der Schwarz-Schütte-Förderstiftung in Höhe von 40 Mio. Euro ermöglicht.

2011

Am 24. November 2011 erfolgt die feierliche Eröffnung der „O.A.S.E.“ („Ort des Austauschs, des Studiums und der Entwicklung“). Der Neubau dient als Lern- und Kommunikationszentrum und beheimatet auch die medizinische Fachbibliothek.

 

Die Universität gibt sich im September 2011 erstmals einen umfassenden Hochschulentwicklungsplan (für die Jahre 2011 bis 2015).

2012

Die Heinrich-Heine-Universität ist in der dritten Runde der ‚Exzellenzinitiative‘ mit dem Exzellenzcluster CEPLAS erfolgreich („CEPLAS Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften – von komplexen Eigenschaften zu synthetischen Modulen“).

 

Am 13. Dezember 2012 findet die konstituierende Sitzung des neuen Hochschulrates der Heinrich-Heine-Universität statt. Dem bis Dezember 2017 gewählten Gremium gehören aktuell an: Dr. Simone Bagel-Trah, Prof.'in em. Dr. Vittoria Borsò, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch (seit 7. Februar 2014), Anne-José Paulsen (Vorsitzende), Avi Primor, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner, Patrick Schwarz-Schütte (Stellvertretender Vorsitzender), Prof. em. Dr. Johannes Siegrist.

2013

Am 10. Juni 2013 erfolgt die Grundsteinlegung für den Neubau eines „StudierendenService Centers“. Das „Tor zum Campus“ wird auf über 3.000 m² verschiedene Angebote zur Beratung und Betreuung von Studierenden und Studieninteressierten unter einem Dach anbieten.

 

Am 20. September 2013 wird das „Haus der Universität“ am Schadowplatz eröffnet. Durch die großzügige Unterstützung der „Stiftung van Meeteren“ verfügt die HHU zum ersten Mal in ihrer Geschichte über ein Tagungs-, Informations- und Beratungszentrum im Zentrum Düsseldorfs.

 

Am 29. November 2013 verabschiedet sich die HHU in einem Festakt von ihrem langjährigen Kanzler Professor Ulf Pallme König (1991-2013). Sein Nachfolger ist ab 15. Februar 2014 Dr. Martin Goch.

2014

Am 20.03.2014 weist das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Klage von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Annette Schavan gegen den Entzug des Doktorgrades ab. Das Gericht bestätigt mit seiner Entscheidung die Auffassung der Philosophischen Fakultät der HHU. (Ohne Bild)

José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, hält am 4. April 2014 an der HHU die "Düsseldorfer Universitätsrede 2014" zum Thema: „Europe’s choices and challenges“. (Foto: EU-Kommission)

Am 10. Juni 2014 erfolgt die Grundsteinlegung für den Ersatzneubau 26.00 / Neubau Biowissenschaften. Die Gebäude nehmen auf ca. 20.000 m² Gesamtfläche die Fächer Biologie und Biochemie sowie Teile der Mathematisch-Naturwissenschaftl. Fakultät auf.

Prof. Dr. Anja Steinbeck wird von Hochschulrat und Senat zur Rektorin der Heinrich-Heine-Universität gewählt. Sie nimmt am 3. November 2014 ihre Arbeit auf. (Ohne Bild)

Oeconomicum
O.A.S.E – „Ort des Austauschs, des Studiums und der Entwicklung“
Haus der Universität (Schadowplatz 13)
Verabschiedung des langjährigen Kanzlers Prof. Ulf Pallme König durch Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper (mit Amtskette)
José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission
Neubau Biowissenschaften
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