Avi Primor

Avi Primor, geboren 1935, ist Gründer und Direktor des Zentrums für Europäische Studien an der Universität Tel Aviv und Präsident des Israeli Council on Foreign Relations (ICFR). Er studierte Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Hebräischen Universität Jerusalem und absolvierte 1959 am City College in New York seinen Master-Abschluss.

1961 trat Avi Primor in den israelischen diplomatischen Dienst ein. Von 1963 bis 1965 war er israelischer Botschafter in Dahomey, dem heutigen Benin. 1965 kehrte er als Direktor der Skandinavischen Abteilung ins Außenministerium nach Jerusalem zurück. Von 1969 bis 1975 war er Gesandter in der Israelischen Botschaft in Paris.

 

1973 war Avi Primor Sprecher der Israelischen Delegation bei der Genfer Friedenskonferenz. Ab 1975 hatte er verschiedene hohe Posten im Außenministerium in Jerusalem inne: Er war Pressesprecher und Leiter der Pressestelle; ab 1977 leitete er die Abteilung Internationale Organisationen bevor er 1980 Direktor der Afrika-Abteilung und 1984 schließlich stellvertretender Staatssekretär wurde. Von 1987 an war er Botschafter Israels für die Europäische Gemeinschaft in Brüssel, sowie gleichzeitig für Belgien und Luxemburg. 1991 ließ er sich vom Außenministerium beurlauben, um Vizepräsident der Hebräischen Universität Jerusalem zu werden. 1993 wurde Avi Primor Botschafter Israels in Bonn. 1999 kehrte er nach Israel zurück und wurde Vizepräsident der Universität Tel Aviv.

Avi Primor wurde 1998 mit dem Kulturpreis Europa ausgezeichnet und hat die goldene Medaille „Pour le mérite Européen“ erhalten. Seit 2003 ist er Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. 2013 erhielt er gemeinsam mit Abdallah Frangi den Remarque-Friedenspreis.

Avi Primor ist der Autor mehrerer Sachbücher und eines Romans.

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