13.12.11 10:32

236 Stipendiatinnen und Stipendiaten werden gefördert

Von: V.M.

Am 09.12.2011 wurden an der Heinrich-Heine-Universität 236 Urkunden an begabte und leistungsstarke Studierende vergeben, die im Rahmen des Deutschland- bzw. NRW-Stipendiums „Chancen nutzen“ gefördert werden. Alle 27 Stipendiengeber waren gekommen, um sich mit „ihren“ Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie den anderen Stifterinnen und Stiftern auszutauschen.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit ihren Stifterinnen und Stiftern (Fotos: Stefan Klinker).

Claus Gielisch, Vorstandsmitglied des Industrie-Club Düsseldorf, Stipendiatin Lucy Kiroff, Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Stipendiat Jens Folting sowie PD Dr. Hannelore Riesner, "Stipendienbotschafterin" der HHU.

Stipendienbotschafterin PD Dr. Hannelore Riesner bei der Veranstaltung zur Verleihung der Deutschlandstipendien.

9. Dezember - 2011 - Im Fokus steht bei dem Stipendienprogramm der Heinrich-Heine-Universität nicht nur die finanzielle Unterstützung von 300 Euro im Monat, sondern auch der persönliche Austausch zwischen Stipendiengebern  und -nehmern. Das bedeutet, dass innerhalb des seit 2009 laufenden Programms auch eine Vielzahl von universitären, interdisziplinären Veranstaltungen angeboten wird, die die Stipendiaten auch ideell in ihrer Entwicklung fördern. So laden die institutionellen Stifter die Stipendiaten zu Gesprächsrunden in die jeweiligen Firmen ein, bei denen die Studierenden „ihre“ Förderer kennen lernen und von ihren jeweiligen Studienschwerpunkten berichten können. Andere Stifter stellen in Workshops ihre Institution und die dort üblichen Arbeitsabläufe und Aufgabengebiete vor. Ein Unternehmen etwa hat seine Stipendiaten auch zu wissenschaftlichen Kolloquien eingeladen, wobei von dem interdisziplinären Ansatz nicht nur Studierende, sondern auch das Unternehmen selbst profitierte. Zudem nutzen die Stipendiaten vermehrt die Chance, sich untereinander zu vernetzen.

Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper wies in seinem Grußwort darauf hin, dass Stifter wie Stipendiaten beide bei dem Programm gewinnen: „Der Erfolg der HHU zeigt gewiss, dass wir in einer wirtschaftsstarken Stadt und Region leben. Die HHU ist stolz darauf, hiervon profitieren zu können. Umgekehrt bereichern unsere Absolventinnen und Absolventen aber auch die Stadt, die dringend sehr gut ausgebildete Fachkräfte benötigt.“

Vergeben wird das Stipendium streng nach Leistungskriterien, ein qualitätsgesichertes Auswahlverfahren auf Basis der erbrachten Abitur- bzw. Studienleistungen garantiert eine Förderung der Besten.

Die Botschafterin des Stipendienprogramms, PD Dr. Hannelore Riesner, erklärte: „Im Sinne der allseitigen und gleichberechtigten Förderung von jungen Menschen ist es von wesentlicher Bedeutung, Leistung anzuerkennen und zu fördern. Nur so wird es möglich sein, zukünftige Generationen auf ihre Verantwortung vorzubereiten.“

Auch für die Stifter bietet das Programm viele Vorteile: Sie haben nicht nur  die Gelegenheit, mit „ihren“ Stipendiaten in Kontakt zu kommen, sondern sind eingeladen, an den Veranstaltungen der Universität teilzunehmen.

Mit der Einwerbung von 236 Stipendien ist die Heinrich-Heine-Universität sowohl im Landes- als auch im Bundesvergleich höchst erfolgreich und belegt bei beiden Vergleichen (jeweils bezogen aus die Studierendenzahl) jeweils den zweiten Platz. Im Landesvergleich stehen nur die RWTH Aachen und die Universität Duisburg /Essen besser da und auch im Bundesvergleich liegt die HHU noch deutlich vor den Universitäten in Berlin oder München.

 

 

Die Einzelheiten:

Neben dem 2009 gestarteten NRW-Stipendienprogramm gibt es seit diesem Jahr auch die Deutschland-Stipendien. Beiden Programmen liegt folgendes Prinzip zugrunde: Jede Hochschule erhält je nach Größe eine gewisse Anzahl von Stipendien, die sie vergeben und erhöhen kann. Dazu muss sie Spender finden, die einen oder mehrere Studenten mit 150 Euro im Monat für mindestens ein Jahr unterstützen. Denselben Betrag zahlt der Bund bzw. das Land  NRW hinzu, so dass den Stipendiaten 300 Euro im Monat zur Verfügung stehen. Das Geld geht zu 100 Prozent, ohne Abzug von Verwaltungskosten, an die Stipendiaten.

Derzeit werden an der Heinrich-Heine-Universität 236 von 27 Förderern unterstützt, die Universität hofft, die Zahl der Stipendiaten im kommenden Jahr auf 336 steigern zu können. Die Heinrich-Heine-Universität ist bemüht, für ihre Studierenden die vom Bund bereitgestellten Mittel auszuschöpfen. Dazu bedarf es weiterer Spender, die dieses Projekt unterstützen und sich für begabte Studierende einsetzen wollen. „Das Stipendienprogramm ist hier in Düsseldorf ein Riesenerfolg, und nichts spricht dagegen, es in Zukunft im noch größeren Maßstab zum Wohl von noch mehr leistungsstarken Studierenden auszuweiten!“ so Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper. „Konkret: Wir wollen mittelfristig auf deutlich über 300 Stipendien kommen. Und wir werden das schaffen.“

 

 

Die Stipendiaten:

Gefördert werden 140 Stipendiatinnen und 96 Stipendiaten.

Unter den insgesamt 236 vergebenen Stipendien waren 92 bewilligte Folgeanträge aus der ersten Runde, die infolge ihrer überdurchschnittlichen Leistungen weiter gefördert werden. Eine Besonderheit des Düsseldorfer Stipendienprogramms ist die Förderung von derzeit 32 Studienanfängern.

Die Stipendien verteilen sich entsprechend den jeweiligen Studierendenzahlen und gemäß dem Stifterwillen wie folgt über die fünf Fakultäten:

 

68 an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät,

62 an der Philosophischen Fakultät,

21 an der Juristischen Fakultät,

35 an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und

50 Stipendien an der Medizinischen Fakultät.

 

 

Die Stipendiengeber:

ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG

Dr. Simone Bagel-Trah

Bayer Stiftungen

Flora Brenninkmeijer

Chancen-Nutzen-Community

Cohausz Hannig Borkowski Wißgott Patentrechtsanwaltskanzlei

ElectronicPartners SE

Freundeskreis des Historischen Seminars der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V.

Förderverein Lionsclub Düsseldorf Hösel

GEHE Pharma Handel GmbH

Gründerstiftung zur Förderung von Forschung und wissenschaftlichem Nachwuchs an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Ehrensenator Bernd Hebbering

Dr. Jost Henkel Stiftung

Konrad-Henkel-Stiftung

Herzog Erik von Arenberg Stiftung

Hilfe für heute - Forschung für morgen

Hochschulrat der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Industrie-Club e.V. Düsseldorf

Ralf und Uschi Kutscheit Stiftung

Stiftung Leesemann

Paul-Mikat-Stiftung

Stiftung Ostasien-Institut

Prorektor Prof. Dr. Klaus Pfeffer

PD Dr. Hannelore und Prof. Dr. Detlev Riesner

Dr. med. André Schumacher

Rolf-Schwarz-Schütte-Stiftung

Dr. Günther-und Imme-Wille-Stiftung

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