15.07.16 10:35

Vorbildliches Engagement in vielen Feldern gewürdigt

Verdienstauszeichnung des japanischen Außenministers 2016 für HHU Japanologin Michiko Mae

Von: Redaktion / Dieter Joswig

15.07.2016 - Für ihre besonderen Leistungen zur Förderung der deutsch-japanischen Beziehungen als Professorin und Prorektorin (1995-2001) erhält Prof. Dr. Dr. h.c. Michiko Mae, Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die diesjährige Verdienstauszeichnung des japanischen Außenministers.

Prof. Dr. Dr. h.c. Michiko Mae (Foto: Archiv HHU/Elisabeth Scherer).

Gewürdigt werden ihr Beitrag zum Aufbau und zur Entwicklung der Düsseldorfer Japanologie vom Nebenfach zum heutigen Japan-Institut mit derzeit 770 Studierenden, ihr Einsatz für Kooperationsvereinbarungen der HHU mit japanischen Universitäten und ihr großes Engagement in der Ausbildung vieler Studierenden und Nachwuchswissenschaftler/innen.

Darüber hinaus wird Mae für ihre umfassende und vielseitige wissenschaftliche Arbeit in den Bereichen Transkulturalitäts- und Genderforschung geehrt. Die Verdienstauszeichnung wird jedes Jahr an Personen und Gruppen weltweit verliehen für außergewöhnliche Leistungen im Bereich der internationalen Beziehungen zwischen Japan und anderen Ländern.


Zur Person
Prof. Dr. Dr. h.c. Michiko Mae ist Inhaberin des Lehrstuhls Modernes Japan I (mit kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach dem Studium der Germanistik, Komparatistik und Vergleichenden Kulturpsychologie in Japan und Deutschland promovierte sie 1985 an der Universität des Saarlandes mit einer Arbeit über Robert Musil, die mit dem Eduard-Martin-Preis für die besten Dissertationen ausgezeichnet wurde.

Zwischen 1984 und 1993 arbeitete sie als Lektorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Japan-Zentrum der Philipps-Universität Marburg. Im WS 1991/1992 war sie Gastdozentin am Institut für Japanologie an der Universität Wien. 1993 wurde sie als Professorin an die Heinrich-Heine-Universität berufen. Zwischen 1995 und 2001 war sie Prorektorin für Lehre, Studium und Studienreform an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie war Research Fellow an der Universität Tokyo (2000; 2007) und Gastprofessorin an der Keio-Universität (mehrmals seit 2004), an der Ochanomizu-Universität in Tokyo sowie an der Kwansei-Gakuin-Universität Kôbe (2012).

2008 wurde sie von der Universität Kanazawa, ihrer Alma Mater, mit dem Ehrendoktortitel ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Gutachterausschusses zu Spitzenforschungen "Organization of Frontier Schience and Innovation" an dieser Universität. Seit 1995 ist sie Mitherausgeberin der Reihe "Geschlecht und Gesellschaft" (Springer VS Verlag), in der bereits über 50 Bände erschienen sind.

Ihre Arbeitsfelder sind die kulturwissenschaftliche Japanforschung und Gender Studies (Japan und Deutschland in vergleichender Sicht), ihre Forschungs- und Publikationsschwerpunkte liegen in der Interkulturalitäts- und Transkulturalitätsforschung und in den Themenbereichen Kulturkonzepte und kulturelle Identität im japanischen Modernisierungsprozess sowie Entwicklung einer zivilgesellschaftlichen Partizipationsgesellschaft in Japan.


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