09.07.12 10:42

Ausbau der Herzchirurgie in NRW:

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Bircks erhält Forßmann-Preis für Lebenswerk

Von: Josef König, RUB

Herausragende Arbeiten in der Herzforschung hat die Stiftung Kardiologie 2000 der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum prämiert. Für sein Lebenswerk wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Bircks ausgezeichnet.

Den Forßmann-Preis für sein Lebenswerk erhielt Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Bircks (Mitte); links im Bild Dekan der Med. Fakultät der RUB, Prof. Klaus Überla; rechts Prof. Dr. Ulrich Gleichmann, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Kardiologie 2000

Benannt ist der Preis nach dem Pionier der Herzkatheterdiagnostik, Prof. Dr. Werner Forßmann. Die Bochumer Medizin-Fakultät hat den Preis zuletzt im Jahr 2008 verliehen.

Den Preis für sein Lebenswerk erhielt Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Bircks, Jahrgang 1927. Bircks war 22 Jahre lang Professor an der Universität Düsseldorf und Direktor der Abteilung für Thorax- und Vaskularchirurgie der dortigen Universitätsklinik. 1992 wurde er emeritiert, 1994 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Im Jahr 1997 bekam er an der damaligen Universität/Gesamthochschule Essen die Ehrendoktorwürde verliehen. Professor Bircks setzte sich insbesondere für den Ausbau der Herzchirurgie in Düsseldorf, aber auch an anderen Standorten in Nordrhein-Westfalen ein und engagierte sich in der Weiterentwicklung von Operationsmethoden.

Der Forßmann-Preis
Der Pionier der Herzkathetertechnik Prof. Dr. Werner Forßmann (1904-1979) ist Namenspatron des Preises. Er entwickelte das grundlegende medizinisch-kardiologische Verfahren der Herzkatheterdiagnostik. 1929 erprobte er die Methode erstmals in einem Selbstversuch unter schwierigen Bedingungen. Der Name Forßmann steht für Unbeirrbarkeit, Wagnis und Durchsetzungsvermögen. Das Forßmann-Nachwuchsstipendium stiftet Prof. Dr. Wolf-Georg Forssmann (Hannover), er ist der Sohn des Nobelpreisträgers Werner Forßmann.

 

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