12.05.04 00:00

Juristische Fakultät: Beste Dissertationen 2003

Von: Miriam Albracht

Düsseldorf. Dr. Jeanine Bucherer und Dr. Hans Michael Heinig teilen sich den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Preis der Goethe-Buchhandlung für die "Beste Dissertation des Jahres 2003 der Juristischen Fakultät". Dr. Jeanine Bucherer und Dr. Hans Michael Heinig teilen sich den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Preis der Goethe-Buchhandlung für die "Beste Dissertation des Jahres 2003 der Juristischen Fakultät".

Pressebild

 

 

Vor der Preisverleihung (v. l. n. r.): Dekan Prof. Dr. Horst Schlehofer, Prorektorin Prof. Dr. Vittoria Borso, Dr. Michael Heinig, Dr. Jeanine Bucherer, Wolfgang Teubig (Geschäftsführer der Goethe-Buchhandlung)

 

Foto: Miriam Albracht

 

Jeanine Bucherer, 1969 in Bonn geboren, studierte von 1989 bis 1994 Rechtswissenschaften in Bonn und Lausanne. In Belfast verfolgte sie Strafprozesse vor Sondergerichten (u.a. gegen die IRA) und war in Peru während des Referendariats u.a. bei der Defensoria del Pueblo mit Menschenrechtsfragen befasst.

Von 1998 bis 2000 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Düsseldorf. Seit August 2002 arbeitet sie beim Westdeutschen Handwerkskammertag in Düsseldorf.

Jeanine Bucherer promovierte bei Prof. Dr. Dr. Juliane Kokott über das Thema "Die Vereinbarkeit von Militärgerichten mit dem Recht auf ein faires Verfahren gemäß Art. 6 Abs. 1 EMRK, Art. 8 Abs. 1 AMRK und Art. 14 Abs. 1 des UN-Paktes über bürgerliche und politische Rechte". Die zentrale Frage der Arbeit: Ist es zulässig, Militärgerichte zur strafrechtlichen Verfolgung von Zivilpersonen, insbesondere von wirklichen oder vermeintlichen Terroristen einzusetzen?

 

 

Hans Michael Heinig, 1971 in Lingen/Ems geboren, studierte von 1991 bis 1998 Rechts-, Geschichts- und Sozialwissenschaften in Hamburg, Hannover und Bochum. Nach Kurzstudienaufenthalten in Edinburgh und Israel legte er 1998 sein Erstes Staatsexamen am OLG Düsseldorf ab.

Von 1998 bis 2002 war Hans Michael Heinig wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechtstheorie und Rechtssoziologie an der FernUniversität Hagen sowie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach einem Referendariat am LG Heidelberg promovierte er bei Prof. Dr. Martin Morlok über das Thema: "Öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften im Status der Freiheit, Gleichheit, Öffentlichkeit und Differenz". 2004 machte Hans Michael Heinig sein Zweites Staatsexamen und ist z. Z. als wissenschaftlicher Assistent am Juristischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg tätig. Dr. Heinig ist u.a. Mitglied der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentages und der Arbeitsgruppe "Religionspolitik" beim SPD-Bundesparteivorstand.

 

 

Seine Dissertation beschäftigt sich mit einer Disziplin im Umbruch: dem deutschen Staatskirchenrecht. Geprägt von dem "Strukturwandel der Religion" (Säkularisierung, Individualisierung, Fundamentalisierung) befindet sich dieses Rechtsgebiet in einer Spannung zwischen Tradition und Transformation. Die Studie geht der Darstellung des Rechtsstatus der Religionsgesellschaften im deutschen und europäischen Recht nach.

Vor der Preisverleihung (v. l. n. r.): Dekan Prof. Dr. Horst Schlehofer, Prorektorin Prof. Dr. Vittoria Borso, Dr. Michael Heinig, Dr. Jeanine Bucherer, Wolfgang Teubig (Geschäftsführer der Goethe-Buchhandlung)Foto: Miriam AlbrachtJeanine Bucherer, 1969 in Bonn geboren, studierte von 1989 bis 1994 Rechtswissenschaften in Bonn und Lausanne. In Belfast verfolgte sie Strafprozesse vor Sondergerichten (u.a. gegen die IRA) und war in Peru während des Referendariats u.a. bei der Defensoria del Pueblo mit Menschenrechtsfragen befasst.

Von 1998 bis 2000 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Düsseldorf. Seit August 2002 arbeitet sie beim Westdeutschen Handwerkskammertag in Düsseldorf.

Jeanine Bucherer promovierte bei Prof. Dr. Dr. Juliane Kokott über das Thema "Die Vereinbarkeit von Militärgerichten mit dem Recht auf ein faires Verfahren gemäß Art. 6 Abs. 1 EMRK, Art. 8 Abs. 1 AMRK und Art. 14 Abs. 1 des UN-Paktes über bürgerliche und politische Rechte". Die zentrale Frage der Arbeit: Ist es zulässig, Militärgerichte zur strafrechtlichen Verfolgung von Zivilpersonen, insbesondere von wirklichen oder vermeintlichen Terroristen einzusetzen?

Hans Michael Heinig, 1971 in Lingen/Ems geboren, studierte von 1991 bis 1998 Rechts-, Geschichts- und Sozialwissenschaften in Hamburg, Hannover und Bochum. Nach Kurzstudienaufenthalten in Edinburgh und Israel legte er 1998 sein Erstes Staatsexamen am OLG Düsseldorf ab.

Von 1998 bis 2002 war Hans Michael Heinig wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechtstheorie und Rechtssoziologie an der FernUniversität Hagen sowie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach einem Referendariat am LG Heidelberg promovierte er bei Prof. Dr. Martin Morlok über das Thema: "Öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften im Status der Freiheit, Gleichheit, Öffentlichkeit und Differenz". 2004 machte Hans Michael Heinig sein Zweites Staatsexamen und ist z. Z. als wissenschaftlicher Assistent am Juristischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg tätig. Dr. Heinig ist u.a. Mitglied der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentages und der Arbeitsgruppe "Religionspolitik" beim SPD-Bundesparteivorstand.

Seine Dissertation beschäftigt sich mit einer Disziplin im Umbruch: dem deutschen Staatskirchenrecht. Geprägt von dem "Strukturwandel der Religion" (Säkularisierung, Individualisierung, Fundamentalisierung) befindet sich dieses Rechtsgebiet in einer Spannung zwischen Tradition und Transformation. Die Studie geht der Darstellung des Rechtsstatus der Religionsgesellschaften im deutschen und europäischen Recht nach.

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