09.01.17 11:17

Risiko von Kohlenmonoxidvergiftungen

Gasthermen, In-Door-Grillen und Shisha-Rauchen

Von: Susanne Dopheide

09.01.2017 - Anlässlich mehrerer Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen, die über den Jahreswechsel in der Druckkammer des Universitätsklinikums Düsseldorf behandelt wurden, rät die Uniklinik zur erhöhten Wachsamkeit und Vorsicht: Nicht nur defekte Gasthermen stellen ein Risiko für Kohlehmonoxidvergiftungen dar, auch der Holzkohlegrill in der Wohnung ist gefährlich und was viele nicht wissen, auch beim Shisha Rauchen ist Vorsicht geboten.

Wenn Gasthermen unvollständig verbrennen, z.B. weil die Brenner verrußt sind, entsteht das hochgiftige, aber geruch- und geschmacklose Kohlenmonoxid (CO). Ein Warnzeichen dafür ist die Farbe der Flamme, die nicht mehr blau sondern gelb ist. In einem solchen Fall sollte der Gebrauch der Therme sofort beendet und die Fenster weit geöffnet werden. Alle Personen sollten umgehend den Raum mit der Gastherme verlassen. Für eine CO-Vergiftung reichen nur wenige Atemzüge. Vorbeugend sind nach Ansicht der Druckkammermediziner CO-Melder unbedingt zu empfehlen. Sie warnen, in Augenhöhe in der Nähe der Therme angebracht, vor der möglichen Gefahr und sind in Baumärkten erhältlich. Sie werden zusätzlich zu Rauchmeldern angebracht, die selbst kein Kohlenmonoxid anzeigen können, sondern nur die Rauchentwicklung bei Feuer anzeigen.

Keine gute Idee ist es, das Grillen auf dem Holzkohlegrill, z.B. wegen schlechter Witterung, ins Wohnzimmer zu verlegen. Auch hier entsteht bei der Verbrennung von Kohlenstoffen, nämlich der Holzkohle, das Gas Kohlenmonoxid, das im geschlossenen Raum nicht abziehen kann.

Wenig bekannt ist auch, dass Shisha-Rauchen bei unsachgemäßem Umgang CO-Vergiftungen verursachen kann, weil auch hier bei der Verbrennung der Wasserpfeifenkohle Kohlenmonoxid entsteht. Das gilt ebenfalls besonders beim Rauchen in geschlossenen Räumen. In arabischen Ländern, wo die Wasserpfeife herkommt, wird die Shisha eher draußen genossen. Besonders schlecht ist es, schnell und ohne Absetzen der Pfeife zu rauchen. Dann gelangt nicht mehr genug Sauerstoff in den Organismus. Eine anschließende Bewusstlosigkeit ist auf das Kohlenmonoxid, nicht aber auf die Stärke des Tabaks zurückzuführen.

„Kohlenmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich“, sagt Dr. Sven Dreyer, leitender Druckkammerarzt der Uniklinik, „mehr Vorsicht und Sorgsamkeit kann Leben retten.“

 

Kontakt: Dr. Sven Dreyer, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-04107

 

 

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