05.05.09 00:00

Beste Dissertation Jura: Dr. Alexandra Dany ausgezeichnet

Von: Carolin Grape

Düsseldorf. <br/>Heute erhielt Dr. Alexandra Dany (32) den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Goethe-Buchhandlung für die "Beste Dissertation der Juristischen Fakultät des Jahres 2008". <br/>Die Auszeichnung für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung überreichten Wolfgang Teubig, Geschäftsführer der Goethe Buchhandlung, Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Rektor der Heinrich-Heine-Universität sowie Prof. Dr. Dirk Looschelders, Dekan der Juristischen Fakultät im Heinrich-Heine-Saal der Universität.

<br/>Heute erhielt Dr. Alexandra Dany (32) den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Goethe-Buchhandlung für die "Beste Dissertation der Juristischen Fakultät des Jahres 2008". Die Auszeichnung für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung überreichten Wolfgang Teubig, Geschäftsführer der Goethe Buchhandlung, Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Rektor der Heinrich-Heine-Universität sowie Prof. Dr. Dirk Looschelders, Dekan der Juristischen Fakultät im Heinrich-Heine-Saal der Universität.

 

 

 

Heute erhielt Dr. Alexandra Dany (32) den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Goethe-Buchhandlung für die "Beste Dissertation der Juristischen Fakultät des Jahres 2008".

Die Auszeichnung für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung überreichten Wolfgang Teubig, Geschäftsführer der Goethe Buchhandlung, Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Rektor der Heinrich-Heine-Universität sowie Prof. Dr. Dirk Looschelders, Dekan der Juristischen Fakultät im Heinrich-Heine-Saal der Universität. Nach der Laudatio ihres Doktorvaters Prof. Dr. Dirk Olzen stellte die Preisträgerin ihre mit summa cum laude bewertete Arbeit vor: Die Haftung des pharmazeutischen Unternehmers für Arzneimittelschäden durch 'off label use'.

Pressebild

Vor der Preisverleihung (v.l.n.r.): Doktorvater Prof. Dr. Dirk Olzen, Wolfgang Teubig, Preisträgerin Dr. Alexandra Dany, Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Prodekan Prof. Dr. Jan Busche

Foto: Arne Claussen

 

 

 

 

Die 1977 in Koblenz geborene Preisträgerin studierte von 1996 bis 2001 Rechtswissenschaften an der Universität Trier. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen begann sie ihr Referendariat am Oberlandesgericht Düsseldorf, das sie zu den Stationen Amtsgericht Mönchengladbach, Amtsgericht Viersen, dem Städte- und Gemeindebund NRW und der Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Schumann, Heller, Strittmatter, Grabensee führte. Der Zweiten Juristischen Staatsprüfung im Jahre 2004 folgte eine mehrjährige Tätigkeit bis 2007 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bei Prof. Dr. Dirk Olzen. Hier promovierte sie 2007 mit der nun ausgezeichneten Arbeit. Seit April 2007 ist sie Richterin im Landgerichtsbezirk Krefeld.

 

In ihrer Dissertation beschäftigt sich Alexandra Dany mit einem in der medizinischen wie juristischen Fachliteratur zunehmend an Bedeutung gewinnenden Phänomen: dem so genannten 'off label use' von Arzneimitteln.

Aufgrund der arzneimittel-rechtlichen Zulassungsvorschriften ist die Markteinführung eines neuen Medikamentes ein zeit- und kostenintensives Verfahren, das die Pharmaindustrie durch eine Beschränkung der zu überprüfenden Indikationen zu begrenzen sucht. Ausgewählt für die Zulassung werden in der Regel Anwendungsgebiete, die möglichst viele Kranke betreffen und so einen großen Absatzmarkt und damit größtmöglichen Gewinn bedeuten. Seltenere Indikationen werden dagegen häufig mangels Lukrativität von den pharmazeutischen Unternehmen nicht zum Gegenstand des Zulassungsverfahrens gemacht.

Sind zu wenig geprüfte Präparate speziell für eine bestimmte Krankheit verfügbar, werden immer häufiger Arzneien eingesetzt, deren Wirkpotential über ihren Zulassungsrahmen hinausgeht. Diese werden dann 'off label use' verwendet, also in anderen als den vorgesehenen Anwendungsgebieten, in einer abweichenden Applikationsart oder Dosierung. Die Gefahren einer solchen Praxis liegen auf der Hand: Mögliche Nebenwirkungen der zulassungsfremd eingesetzten Präparate sind nicht hinreichend erforscht, potentielle Folgen damit nicht auszuschließen.

Die preisgekrönte Dissertation untersucht die hierbei zu Tage tretenden Rechtsprobleme und beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, inwieweit den pharmazeutischen Unternehmer die haftungsrechtliche Verantwortung für einen "off label use" seiner Produkte trifft. Entgegen anders lautender Stimmen kommt Alexandra Dany zu dem Ergebnis, dass durch 'off label use'- geschädigte Patienten nur sehr eingeschränkt und allenfalls im Rahmen einer Haftung für unzureichende Information auf Ausgleich hoffen können.

Heute erhielt Dr. Alexandra Dany (32) den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Goethe-Buchhandlung für die "Beste Dissertation der Juristischen Fakultät des Jahres 2008". Die Auszeichnung für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung überreichten Wolfgang Teubig, Geschäftsführer der Goethe Buchhandlung, Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Rektor der Heinrich-Heine-Universität sowie Prof. Dr. Dirk Looschelders, Dekan der Juristischen Fakultät im Heinrich-Heine-Saal der Universität. Nach der Laudatio ihres Doktorvaters Prof. Dr. Dirk Olzen stellte die Preisträgerin ihre mit summa cum laude bewertete Arbeit vor: Die Haftung des pharmazeutischen Unternehmers für Arzneimittelschäden durch 'off label use'.

 

Vor der Preisverleihung (v.l.n.r.): Doktorvater Prof. Dr. Dirk Olzen, Wolfgang Teubig, Preisträgerin Dr. Alexandra Dany, Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Prodekan Prof. Dr. Jan Busche

Foto: Arne Claussen

 

Die 1977 in Koblenz geborene Preisträgerin studierte von 1996 bis 2001 Rechtswissenschaften an der Universität Trier. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen begann sie ihr Referendariat am Oberlandesgericht Düsseldorf, das sie zu den Stationen Amtsgericht Mönchengladbach, Amtsgericht Viersen, dem Städte- und Gemeindebund NRW und der Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Schumann, Heller, Strittmatter, Grabensee führte. Der Zweiten Juristischen Staatsprüfung im Jahre 2004 folgte eine mehrjährige Tätigkeit bis 2007 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bei Prof. Dr. Dirk Olzen. Hier promovierte sie 2007 mit der nun ausgezeichneten Arbeit. Seit April 2007 ist sie Richterin im Landgerichtsbezirk Krefeld. In ihrer Dissertation beschäftigt sich Alexandra Dany mit einem in der medizinischen wie juristischen Fachliteratur zunehmend an Bedeutung gewinnenden Phänomen: dem so genannten 'off label use' von Arzneimitteln. Aufgrund der arzneimittel-rechtlichen Zulassungsvorschriften ist die Markteinführung eines neuen Medikamentes ein zeit- und kostenintensives Verfahren, das die Pharmaindustrie durch eine Beschränkung der zu überprüfenden Indikationen zu begrenzen sucht. Ausgewählt für die Zulassung werden in der Regel Anwendungsgebiete, die möglichst viele Kranke betreffen und so einen großen Absatzmarkt und damit größtmöglichen Gewinn bedeuten. Seltenere Indikationen werden dagegen häufig mangels Lukrativität von den pharmazeutischen Unternehmen nicht zum Gegenstand des Zulassungsverfahrens gemacht. Sind zu wenig geprüfte Präparate speziell für eine bestimmte Krankheit verfügbar, werden immer häufiger Arzneien eingesetzt, deren Wirkpotential über ihren Zulassungsrahmen hinausgeht. Diese werden dann 'off label use' verwendet, also in anderen als den vorgesehenen Anwendungsgebieten, in einer abweichenden Applikationsart oder Dosierung. Die Gefahren einer solchen Praxis liegen auf der Hand: Mögliche Nebenwirkungen der zulassungsfremd eingesetzten Präparate sind nicht hinreichend erforscht, potentielle Folgen damit nicht auszuschließen. Die preisgekrönte Dissertation untersucht die hierbei zu Tage tretenden Rechtsprobleme und beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, inwieweit den pharmazeutischen Unternehmer die haftungsrechtliche Verantwortung für einen "off label use" seiner Produkte trifft. Entgegen anders lautender Stimmen kommt Alexandra Dany zu dem Ergebnis, dass durch 'off label use'- geschädigte Patienten nur sehr eingeschränkt und allenfalls im Rahmen einer Haftung für unzureichende Information auf Ausgleich hoffen können.

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