15.02.17 15:18

Wissen schaffen und Wissen teilen

Auftaktkonferenz: Erfolgreicher Startschuss für die Wissensregion Düsseldorf

Von: Carolin Grape

15.02.2017 - Am 13. Februar diskutierten 180 Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur im Haus der Universität über Herausforderungen und Zukunftsbilder einer künftigen Wissensregion. Die bestimmende Leitfrage war: Wie können wir künftig noch besser zusammenarbeiten, um Wissen und Wissenschaft noch stärker in der Landeshauptstadt und der Region zu verankern? - Update mit Bildergalerie (Link im Text).

"Wissensregion für wen?" war eines der Schlüsselthemen der Konferenz - hier in der Talkrunde, moderiert von Jürgen Wiebicke (WDR), mit den Teilnehmern (v.l.) Dr. Stefan Dahm (Stadtsparkasse Düsseldorf), Dr. Jan Philipp Matthewes (Experte Bildung und Wissenschaft der Wirtschaftsjunioren in Düsseldorf), Charlotte Ballke (ASTA-Vorstand der HHU), Rolf Schrömgens (trivago) sowie Prof. Dr. Raimund Wippermann (Rektor der Robert-Schumann-Hochschule) (Foto: HHU / Wilfried Meyer)

Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik der Region Düsseldorf vernetzten sich während der Auftaktkonferenz Wissensregion Düsseldorf am 13. Februar im Haus der Universität. (Foto: HHU / Wilfried Meyer)

In Talkrunde 1 diskutierten (v.r.) Oberbürgermeister Thomas Geisel, Prof. Dr. Brigitte Grass (Rektorin der Hochschule Düsseldorf), Hans-Jürgen Petrauschke (Landrat Rheinkreis-Neuss) und Jutta Zülow (Zülow AG Neuss) rund um die Leitfragen: Was läuft in der Region bereits gut? Wo wird noch Bedarf gesehen? (Foto: HHU / Wilfried Meyer)

(v.r.) Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck, Staatssekretär Dr. Thomas Grünewald (Landesministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung), Gregor Berghausen (Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf) sowie (nicht im Bild) Wolfgang Löwer (Akademie der Wissenschaften und Künste) diskutierten in der Abschlussrunde die weiteren Schritte in Richtung Wissensregion Düsseldorf (Foto: HHU / Jochen Müller)

 

Im Wettbewerb um die besten Talente und um wissensbasierte Unternehmen ist gebündeltes Wissen ein zentraler Standortfaktor. Um das Potential im Großraum Düsseldorf optimal zu nutzen, hat die Heinrich-Heine-Universität (HHU) einen Prozess angestoßen, der eine dauerhafte Vernetzung und Zusammenarbeit aller an Wissensthemen Beteiligten zum Ziel hat.

Der Startschuss fiel – unter Mitwirkung der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Landkreise Mettmann und Neuss und weiteren wichtigen Partnern, darunter die Hochschule Düsseldorf, die Industrie- und Handelskammer, die Stadtsparkasse Düsseldorf sowie die Agentur für Arbeit – bei der Auftaktkonferenz 'Wissensregion Düsseldorf'.

Vorträge und Workshops zum Thema Wissensregion

Die Rede von Dr. Thomas Grünewald, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, bildete einen inspirierenden Auftakt. Ausgehend von einer kurzweiligen Analyse der Wechselbeziehungen von Hochschulen und Region beleuchtete er, welche Faktoren den Weg vom ‚ich‘ zum ‚wir‘, also die Bildung von Wissensverbünden in regionalen Wirtschaftsräumen, bestimmen. Er bestärkte die Anwesenden in ihrem Vorhaben und mahnte an: „Man baut das Haus um den Herd herum und beginnt nicht mit den Tapeten! Es braucht Themen, um die herum Verbundstrukturen entwickelt werden. Verbundstrukturen dürfen durchaus temporär sein. Jedenfalls brauchen sie abgestimmte Agenden, um mehr zu bewirken als einen gemeinsamen öffentlichen Auftritt. Und sie bedürfen organischer Entwicklung mit langem Atem.“

Weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war ein Interview mit Trivago-Gründer Rolf Schrömgens, der sein Unternehmen gerade an die US-Börse gebracht hat. Dabei ging es besonders um die Erwartungen eines digitalbasierten Wirtschaftsunternehmens an eine Wissensregion. Hier verwies Schrömgens auf seine Erfahrungen bei der Personalrekrutierung: „Wenn ich jemanden einstelle, schaue ich nicht so sehr auf seinen Lebenslauf oder darauf, was er gelernt hat. In einer Welt, die sich angesichts der digitalen Transformation ständig verändert, geht es vielmehr darum, Mitarbeiter zu finden, die schnell adaptieren können und sich mit Kreativität kurzfristig auf neue Muster einstellen können!“. Düsseldorf sei als Standort für ihn besonders wegen der Infrastruktur wichtig und er schätze die Internationalität der Stadt.

Am Nachmittag diskutierten die Teilnehmer in acht Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern Übergangsphasen im Wissenserwerb, Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft, Digitalisierung, Infrastruktur, Kunst und Kultur. Die Ergebnisse und entwickelten Kooperationsansätze wurden anschließend im Plenum vorgestellt. Darunter zum Beispiel auch die Idee einer gemeinsamen Wohnungsgenossenschaft von Studierenden und Auszubildenden, die „geistige Barrierefreiheit“ gewährleisten könnte, also Vorurteile abbaut und für Gemeinschaft sorgt. Allen Arbeitsgruppen gemeinsam war der Wunsch nach mehr Plattformen, Veranstaltungen und Netzwerkmöglichkeiten.

Wie wird es jetzt weitergehen? „Es soll ein Verein gegründet werden, der Schwerpunkte setzt und das Thema weiterführt“, sagte Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck am Schluss der Veranstaltung. „Hier kann natürlich nicht alles auf einmal gemacht werden. Aber langfristig können wir durch eine solche Zusammenarbeit unsere Region verändern“.

Die große Teilnahme an der Auftaktkonferenz bestätigt das Interesse und auch den Bedarf der Initiative. Mitwirken kann, wer mit Engagement den Aufbau, die Positionierung und die Ausgestaltung der Wissensregion aktiv und tätig unterstützen möchte.

Bisher arbeiten bei dieser Gemeinschaftsinitiative zusammen:

Heinrich-Heine-Universität als Initiator, Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtsparkasse Düsseldorf, Kreis Mettmann, Rhein-Kreis Neuss, Hochschule Düsseldorf, Robert-Schumann-Hochschule, Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, Studierendenwerk Düsseldorf, Agentur für Arbeit Düsseldorf, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.


NEU: Bildimpressionen in der undefinedBildergalerie zum Event

Informationen unter www.wissensregion-duesseldorf.de

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