06.07.12 13:01

Ehemaliger Dekan und „gefühltes Urgestein“ der Philosophischen Fakultät Prof. Ulrich von Alemann emeritiert – Rektor Prof. Piper: „Wir werden Sie vermissen!“

Abschied „Zäsur in der Geschichte der Fakultät“

Von: J.K.

05.07.2012 - Mit einer letzten Vorlesung verabschiedete sich Prof. Dr. Ulrich von Alemann aus dem Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen sowie von seinen Studierenden. Als Prorektor bleibt Prof. von Alemann noch bis Ende August im Amt.

Prof. Dr. Ulrich von Alemann, ehemaliger Dekan der Philosophischen Fakultät und noch amtierender Prorektor – „erst“ seit 1998 an der Universität Düsseldorf, für viele aber ein „gefühltes Urgestein“ – tritt in den Ruhestand. Zum Abschied als Professor hielt er eine letzte Vorlesung zu einer Grundfrage seines wissenschaftlichen Schaffens: „Was ist Politik?“. (Bild: Christian Herrmann)

Am Ende seiner Zeit als Professor der Universität Düsseldorf zog Prof. von Alemann mit einer letzten Vorlesung unter dem Titel ‚Was ist Politik?‘ Bilanz. Familie, Freunde und Weggefährten, Kollegen unterschiedlicher beruflicher Stationen, Honoratioren der Universität, aus Politik und Verwaltung waren seiner persönlichen Einladung gefolgt. Doch bevor er sprechen durfte, wurde er geehrt: Der Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Bruno Bleckmann, der Rektor der Universität Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper und der Vorsitzende des Senats und enge Freund Prof. Dr. Michael Baurmann rückten den Menschen von Alemann ins rechte Licht. Der Abschied dieses „Fundamentsteins“, so Dekan Bleckmann, sei „eine Zäsur in der Geschichte der Fakultät.“ Rektor Piper erinnerte daran, dass der Prorektor mit seinem in der ‚Exzellenzinitiative der Lehre‘ erfolgreichen Projekt ‚iQu‘ den Studierenden und der Universität ein nachhaltiges Abschiedsgeschenk gemacht hatte. „Wir werden Sie vermissen“, adressierte Rektor Piper von Alemann. Ein Grund für den Erfolg in Arbeit und Wirken von Alemanns, so Prof. Baurmann, liege in seiner integeren, offenen Persönlichkeit.

Nach seinem Fachvortrag fand von Alemann sehr persönliche Worte, die zeigen, dass er keinen Ruhestand im Wortsinn vor sich sieht: „Das große Ganze kann man nur mit etwas Abstand sehen. Wie den Wald, den man nur sieht, wenn man von dem einzelnen Baum Abstand gewinnt. Diesen Abstand wünsche ich mir auch. Von der Universität - ich war mit vollem Herzen und ganzer Liebe Professor - und von der Politik. Um dann vielleicht doch ein paar Ratschläge aus der Distanz geben zu können. Wenn man mich denn noch fragt.“

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Kommunikation