09.01.18 10:32

IRTG 1902 der Herz-Kreislauf-Forschung

Weitere fünf Jahre Förderung für internationales Graduiertenkolleg

Von: Redaktion

Das internationale Graduiertenkolleg 1902 (IRTG1902) “Intra- and Interorgan Communication of the Cardiovascular System” ist ein gemeinsamer Forschungsverbund der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des Cardiovascular Research Centers der University of Virginia, Charlottesville zur Förderung exzellenter Promotionen im internationalen Verbund. Die DFG fördert das Graduiertenkolleg nun für weitere 4,5 Jahre.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summerschool des deutsch-amerikanischen Graduiertenkollegs im vergangenen Jahr

Im Oktober 2013 nahm das IRTG 1902 offiziell seine Arbeit auf. Nachdem im September 2017 die bisherige Arbeit des IRTG von den Gutachtern der DFG positiv bewertet worden war, beschloss der DFG- Bewilligungsausschuss in seiner Sitzung am 19.12.2017 die uneingeschränkte Förderung des internationalen Verbundes mit insgesamt ca. 5 Mio. Euro. 

Somit bietet das IRTG1902 seinen Doktorandinnen und Doktoranden auch weiterhin ein von Kooperationen geprägtes, internationales Forschungsumfeld und ermöglicht die Anfertigung hervorragender medizinischer und naturwissenschaftlicher Doktorarbeiten. Im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit arbeiten Doktorandinnen und Doktoranden aus Düsseldorf und Charlottesville mindestens ein halbes Jahr in den Partnerlaboren in den USA bzw. in Deutschland.

In elf Kooperationsprojekten forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Düsseldorf und Charlottesville gemeinsam an dem Problem, wie Zellen des kardiovaskulären Systems lokal, aber auch über lange Distanzen mit Organen kommunizieren. Beteiligt sind Arbeitsgruppen aus der Herz- und Kreislaufphysiologie, Pharmakologie, Kardiologie, Biochemie, Molekularen Kardiologie, sowie drei Projekte der Math.-Nat. Fakultät und des IUF.

Man geht heute davon aus, dass eine Herzinsuffizienz nicht nur eine isolierte Erkrankung des Herzens, sondern vielmehr eine Systemerkrankung darstellt, die auch andere Organe z.B. Skelettmuskel, Nieren, etc. in ihrer Funktion beeinflusst.  Dabei stellt das Gefäßsystem ein Kommunikationsnetzwerk dar, über das Hormone, Cytokine und Chemokine die Kommunikation entfernter Organe ermöglicht. So modulieren z.B. Myokine aus Skelettmuskeln oder Adipokine aus Fettgewebe Funktionen des kardiovaskulären Systems. Andererseits sezerniert das insuffiziente Herz Zytokine und Wachstumsfaktoren, die u.a. Muskeln und Fettgewebe beeinflussen. Einer weitreichenden Intra- und Interorgankommunikation des kardiovaskulären Systems kommt somit eine Schlüsselfunktion bei der Kontrolle physiologischer und pathologischer Organfunktionen auf systemischer Ebene zu.

 

Kontakt: Prof. Dr. Axel Gödecke, (Sprecher), undefinedE-Mail  undefinedWeb

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Presse und Kommunikation