07.06.18 12:55

Universitätsklinikums Düsseldorf:

Stellungnahme des Universitätsklinikums Düsseldorf zur aktuellen Berichterstattung

Von: Stefan Dreising

Zur aktuellen Berichterstattung stellen wir klar, dass die Verlegung von Patienten von den Intensivstationen auf andere Stationen am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) nach einem abgestuften Versorgungskonzept erfolgt. Die Mehrzahl der Patienten wird nicht auf Normalstationen, sondern wegen des häufig noch erhöhten Überwachungsbedarfs zunächst auf Intermediate Care Einheiten verlegt. Dort erfolgt eine engmaschige Überwachung auch mit invasivem Monitoring, wodurch auftretende Komplikationen zeitgerecht erkannt werden können. Ein national und international anerkannter und vom UKD seit Jahren überwachter Qualitätsmarker für die Adäquatheit des Zeitpunktes der Verlegungen auf nachgeordnete Stationen ist die Rate an ungeplanten frühen Wiederaufnahmen zurück auf die Intensivstation. Diese Rate lag im UKD stets unterhalb der national und international akzeptierten Schwellen.

Die Inanspruchnahme unserer Zentralen Notaufnahme ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. So kamen 2017 rund 44.000 Menschen in unsere Zentrale Notaufnahme. Für Patienten, die nicht unmittelbar weiter verlegt werden können, gibt es einen Kurzliegerbereich in der Notaufnahme. Ziel des UKD ist die schnelle weitere Versorgung der Patienten in den nachgelagerten anderen Klinikbereichen.

Ist eine direkte Verlegung und weitere Versorgung allerdings nicht möglich, weil z.B. der Infektionsstatus geklärt werden muss oder weil unmittelbar kein Bett zur Verfügung steht (das UKD passt die Zahl der betriebenen Betten dem Personal an), wird der Patient selbstverständlich zunächst weiter im Bereich der Zentralen Notaufnahme versorgt und überwacht.

Das UKD baut die Anzahl der Pflegekräfte aus und sorgt für Entlastung

Es gibt einerseits einen Zuwachs der Pflegekräfte am UKD. Im Vergleich zum Jahr 2016 (das Jahr mit der bisher höchsten Leistungsanforderung am UKD) haben wir einen Zuwachs von sieben Prozent an Vollkräften in der Pflege. Ergänzend wird der Pflegebereich des UKD weiter von fachfremden Aufgaben entlastet. Ein gutes Beispiel ist die Schrittweise Übernahme der kompletten Speisenversorgung durch Serviceassistentinnen und Serviceassistenten im gesamten Klinikum. In das nötige Personal (80 zusätzliche Servicekräfte) und die entsprechende Infrastruktur investiert das UKD mehrere Millionen Euro.

Zum Jahreswechsel führte das UKD zudem ein neues Dienstplansystem ein. Mit der Einführung verringerte sich die Dauer der Schichten. Dies führt dazu, dass zusätzliche Schichten insbesondere in den Früh- und Nachtschichten eingesetzt werden können, also genau zu den besonders anspruchsvollen Dienstzeiten.

Abschließend verweisen wir auf unsere undefinedPressemitteilung vom 6. Mai 2018

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