24.05.18 09:48

Publikation in Nature Communications

Neuartige Synthetische Zytokinrezeptoren für nebenwirkungsfreie Aktivierung

Von: J. Scheller, Redaktion

Die Aktivierung oder die Blockade von Zytokinrezeptoren sind in der klinischen Therapie wichtige Instrumente, die heute durch eine Vielzahl an Medikamenten angewandt werden. Ein wesentlicher Nachteil der Manipulation von Zytokinrezeptoren sind jedoch unerwünschte Effekte, die durch das Vorkommen des Rezeptors in unterschiedlichen Organen erklärt wird.

Zytokine sind „Hormone des Immunsystems“, die über Zytokinrezeptoren den Entzündungsprozess steuern. Sie sind darüber hinaus aber auch an einer Vielzahl physiologischer und pathophysiologischer Prozesse wie der Entwicklung, dem Wachstum und dem Stoffwechsel beteiligt und steuern auch Gewebeschädigung und -regeneration. Daher sind die Aktivierung oder die Blockade von Zytokinrezeptoren wichtige Instrumente in der klinischen Therapie, die heute durch eine Vielzahl an Medikamenten angewandt werden. Ein wesentlicher Nachteil der Manipulation von Zytokinrezeptoren sind jedoch unerwünschte Effekte, die durch das Vorkommen des Rezeptors in unterschiedlichen Organen erklärt wird.

In der nun veröffentlichten Studie in Nature Communications aus den Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Jürgen Scheller, Institut für Biochemie und Molekularbiologie II, und Prof. Dr. Philipp Lang, Institut für Molekulare Medizin II, wird die Generierung einer neuen Familie von Zytokinrezeptoren beschrieben, die künstliche Liganden bindet. Mit dieser SyCyR-Technologie können also Zellen, die diese neuartigen synthetischen Zytokinrezeptoren tragen, erstmals auch in einem komplexen Zellverbund spezifisch und selektiv mit synthetischen Liganden aktiviert werden.

Dieses Verfahren würde beispielsweise die Bekämpfung von Tumoren in der Präzisionsmedizin entscheidend voranbringen, da tumorspezifische T-Zellen in vivo nun passgenau an- und abgeschaltet werden könnten, um die Tumorabwehr zu steuern.

Zudem bietet das Forschungsumfeld am Universitätsklinikum Düsseldorf durch die Sonderforschungsbereiche SFB974 „Kommunikation und Systemrelevanz von Leberschädigung und Regeneration“, SFB1116 „Master Switches in kardialer Ischämie“, das Graduiertenkolleg GRK1949 „Immunantwort in Infektionskrankheiten – Regulation zwischen angeborener und erworbener Immunität“ und die Graduiertenschule „Molecules of Infection III“ exzellente Voraussetzungen, das neu entwickelte Rezeptorsystem für unterschiedliche grundwissenschaftliche Fragestellungen einzusetzen.

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