18.12.17 16:42

Internationale Tagung in Düsseldorf

Lokale Online-Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern

Von: Redaktion / A.C.

Digitalisierung und Internet eröffnen vielversprechende Instrumente, um Bürgerinnen und Bürger besser in politische Entscheidungen einzubinden. Auf einer Tagung von zwei Forschungseinrichtungen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wurden Erfolge und Misserfolge verschiedener Ansätze erörtert und zwischen Wissenschaftlern und Praktikern diskutiert.

Organisatoren der Tagung „Online Participation on the Local Level – a Comparative Perspective“ mit internationalem Gast (v.l.): Prof. Dr. Martin Mauve, Sprecher des NRW-Fortschrittskolleg Online-Partizipation; Prof. Dr. Panayiotis Zaphiris, Cyprus University of Technology in Lemesos/Zypern; Prof. Dr. Michael Baurmann, Sprecher des DIID. (Fotos: HHU / UIi Oberländer)

Wissenschaftlicher Austausch während der Postersession.

Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an für sie relevanten politischen Entscheidungen ist eine zentrale Forderung der Demokratie. Durch Online-Instrumente eröffnen sich neue technische Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe. Insbesondere auf der lokalen Ebene wird Online-Partizipation ein erhebliches Potenzial attestiert. Dennoch ist die bisherige Bilanz durchwachsen: Erfolg und Misserfolg liegen nah beieinander. Die interdisziplinäre Forschung zu diesem Thema steht vor zahlreichen Herausforderungen und ungelösten Fragen.

Das Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID) und das NRW-Fortschrittskolleg Online-Partizipation an der HHU luden dazu vom 13. bis 15. Dezember 2017 internationale Forscherinnen und Forscher aus Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Polen, Portugal, Russland, Spanien und den USA ins Düsseldorfer Haus der Universität. Diskutiert wurden verschiedene Beispiele für Online-Partizipationsprojekte und die Erfahrungen mit diesen. Es ging darum, von den Expertisen verschiedener Länder zu lernen.

Neben dem wissenschaftlichen Austausch hatte die Tagung auch Praxisbezug. Viele der Teilnehmer waren Praktiker aus Politik, öffentlicher Verwaltung und von Dienstleistern. Auch nahm eine tunesische Delegation teil, die Erfahrungen für Projekte in ihrem Heimatland aufnehmen wollte. Prof. Dr. Michael Baurmann, Sprecher des DIID: „Die internationale wissenschaftliche Vernetzung sowie die Verbindung zur Praxis sind von großem Wert für unsere Forschung, die ja nicht nur theoretisch bleiben will, sondern praktisch umsetzbar sein soll.“

Eine wichtige Rolle bei der Tagung „Online Participation on the Local Level – a Comparative Perspective“ spielte der wissenschaftliche Nachwuchs, der seine Arbeiten unter anderem in einer Postersession vorstellte. Dr. Tobias Escher, Koordinator des Fortschrittskollegs dazu: „Für Doktorandinnen und Doktoranden bietet eine solche Konferenz eine ideale Möglichkeit, ihre Forschung mit international renommierten Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren und sich zu vernetzen.“

Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie

Unter dem Dach des 2016 gegründeten DIID forschen über 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fakultäten der HHU mit dem Ziel, die Potenziale des Internets für demokratische Innova­tionen in Polit­­­ik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivil­gesellschaft zu ana­ly­sieren und zu ent­wickeln.

Weitere Informationen: undefinedwww.diid.hhu.de

NRW-Fortschrittskolleg Online-Partizipation

Das NRW-Fortschrittskolleg Online-Partizipation ist ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Graduiertenkolleg, in dem Promovierende aus der Betriebswirtschaft, Informatik, Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Soziologie gemeinsam mit Partnern aus der Praxis zusammenarbeiten. Ziel des Fortschrittskollegs ist es, die Möglichkeiten des Internets zur Beteiligung von Betroffenen an für sie relevanten Entscheidungen zu untersuchen und praktisch zu erproben.

Weitere Informationen: undefinedwww.fortschrittskolleg.de

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenStabsstelle Presse und Kommunikation