15.06.18 13:56

Neue Einblicke in das Gehirn für Neurowissenschaftler

Human Brain Project: Schulung für Neurowissenschaftler in Düsseldorf, Jülich und Maastricht

Von: Peter Zekert

Das europäische Human Brain Project (HBP) arbeitet am bisher umfassendsten Modell des Gehirns und entwickelt neue, rechenintensive Methoden für Neurowissenschaftler, um der enormen Komplexität der Gehirnorganisation begegnen zu können. Vom 3.-7. September 2018 bietet das Projekt eine umfassende Einführung in die wissenschaftliche Nutzung und Anwendung des neuen HBP Atlas an.

Foto: FZJ, HBP

Die Human Brain Project School „HBP Atlas des menschlichen Gehirns:  Neurowissenschaftliche Grundlagen, Werkzeuge und Anwendungen“ findet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem Forschungszentrum Jülich und der Universität Maastricht statt. Teilnehmen können alle interessierten Studierenden, Doktorandinnen und Doktoranden, sowie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Bewerbung für eine Teilnahme ist bis zum 27. Juni 2018 möglich.

„Wir haben ein hochrangiges internationales Dozententeam gewonnen, sodass die Teilnehmer wirklich von Experten an der Spitze ihres jeweiligen Fachs lernen und erste praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Atlas sammeln können“, sagt die Düsseldorfer Neurowissenschaftlerin Prof. Katrin Amunts, die das Programm mit ihrem Team konzipiert hat. Die Direktorin des C. & O. Vogt-Institut für Hirnforschung des Universitätsklinikums Düsseldorf und Institut für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich ist seit 2016 wissenschaftliche Leiterin des Human Brain Projects, an dem 118 Partner in  19 europäischen Ländern beteiligt sind. Im Projekt verantwortet sie zudem den Bereich „Human Brain Organization“.

Der dreitägige Lehrgang wird neuroanatomische Grundlagen, inklusive praktischer Übungen, vermitteln und einen Überblick über die Techniken und Methoden geben, die zur Erforschung der strukturellen und funktionellen Organisation des menschlichen Gehirns angewandt werden. Die Teilnehmer werden zudem an die Nutzung der Neuroinfomatics Plattform und den Service der High Performance Analytics und Computing Plattform des HBP herangeführt.

„Von Mitgliedern des Projekts wird es viele nützliche Tipps und Hinweise geben, wie man diese Mittel und das dort integrierte Wissen für das eigene wissenschaftliche Arbeiten nutzen kann“, erklärt Amunts. Weitere Inhalte sind Fragen der Ethik in den Neuwissenschaften und EU-Fördermöglichkeiten.

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung

Hintergrund:

Mehr zum Atlas:

HBP Website “Explore the Brain”

Katrin Amunts: Human Brain Project – Aufbau eines multimodalen Gehirnatlas, Dtsch Arztebl Nov 2017; 114(37)

The Human Brain Project

Katrin Amunts: Das „HUMAN BRAIN PROJECT“ Herausforderungen und Chancen für die Hirnforschung, Connexi – Das Konferenzmagazin: Kongressberichte Neurologie Neurointensivmedizin Psychiatrie. 3 2018

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