17.01.18 11:32

Junges Kolleg der Akademie der Wissenschaften

Dr. Jan-Markus Kötter aufgenommen

Von: Redaktion / V.M.

Der Düsseldorfer Historiker Dr. Jan-Markus Kötter ist neues Mitglied des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. Im Rahmen des „Konzertes zum Neuen Jahr“ am 16. Januar begrüßte Akademiepräsident Prof. Dr. Wolfgang Löwer vor gut 400 Gästen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und eine Künstlerin. Jährlich werden bis zu 30 herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen für jeweils vier Jahre berufen. Sie werden fachlich, finanziell und ideell unterstützt und erhalten ein jährliches Stipendium in Höhe von 10.000 Euro.

Kanzler Dr. Martin Goch, Ministerin Isabell Pfeiffer-Poensgen, Dr. Jan-Markus Kötter und Akademiepräsident Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Foto: awk/endermann

Jan-Markus Kötter wurde 1983 geboren und ist derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Alte Geschichte (Prof. Dr. Bruno Bleckmann) tätig. Er studierte Geschichtswissenschaften und ev. Theologie in Bielefeld, Uppsala und Bonn und wurde 2011 an der Goethe-Universität Frankfurt promoviert. Seit 2011 ist er an der Heinrich-Heine-Universität tätig,  zunächst im NRW-Akademieprojekt „Kleine und fragmentarische Historiker der Spätantike“. Seit diesem Jahr arbeitet Kötter in dem  DFG-Projekt „Scipio Aemilianus und die Strategien im Wettbewerb römischer Aristokraten“ an seiner Habilitation.

Im Fokus von Kötters Arbeit stehen Austrag, Verarbeitung und Folgen gesellschaftlicher Konflikte: Welche Handlungsperspektiven entwickelten historische Akteure angesichts der Herausforderungen ihrer Zeit, welche konnten sie aufgrund ggf. begrenzter Einsichten in strukturelle Handlungsvorgaben überhaupt entwickeln? Und wie trägt das Handeln der Akteure – bewusst oder unbewusst – zur Veränderung der Rahmenbedingungen für neues Handeln bei? Bei der Beantwortung solcher Fragen nimmt Kötter Anregungen aus anderen Fächern auf und öffnet seine Ergebnisse durch eine historische Theoriebildung wiederum für den interdisziplinären Austausch.

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