Weiter Wachsen trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Universitätsklinikum Düsseldorf: Positive Bilanz 2011
30.07.2012 – Für das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 verzeichnet das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) sowohl ein positives operatives Jahresergebnis von 1.71 Mio Euro, als auch mit 7,9 Prozent die größte Leistungssteigerung in der stationären und ambulanten Krankenversorgung der deutschen Universitätsklinika im Berichtszeitraum.
Prof. Dr. Wolfgang H.-M. Raab betonte anlässlich der Jahresbilanzpressekonferenz auch die Rolle der Universitätsklinika als „erste Adresse“ für hochspezialisierte Medizin innerhalb des deutschen Gesundheitssystems. Dies werde u.a. in den aktuellen Focus-Rankings deutlich. „Auch wir verfolgen seit sechs Jahren den Weg einer kontinuierlichen Steigerung des Schweregrades der bei uns behandelten Erkrankungen.“ Trotz einer Größe im Mittelfeld der deutschen Uniklinika, gemessen an der Fallzahl stationärer Patienten von rd. 47.000, gehört das UKD bei diesem zentralen Indikator für ein maximalversorgendes Krankenhaus unter die Top Ten, so Raab. Dies kennzeichne die immer konsequentere Nutzung der Kapazitäten eines maximal-versorgenden Klinikums.
Die Leistungsstärke ermöglichte, dass erhebliche Belastungen durch verschlechterte Vergütung sowie Tariferhöhungen und Inflationsrate aufgefangen werden konnten. Dies gewährleistet in dem dichten Wettbewerbsumfeld des Ballungsraumes Rhein / Ruhr auch die Grundlage wirtschaftlichen Erfolgs. „Wir sehen unsere unternehmerische Verantwortung als einer der größten Arbeitgeber im Rheinland mit aktuell 6395 im Jahresschnitt (inkl. Drittmittelbeschäftige) Mitarbeitern auch darin, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen“, sagt der Kaufmännische Direktor, Dr. Matthias Wokittel.
Zu den Kerndaten der Leistungsbilanz gehören gestiegene Erlöse aus der stationären Krankenversorgung; es wurden im vergangenen Geschäftsjahr genau 46.723 Patienten versorgt. Die Wissenschaftler warben im Jahr 2011 drei Mio Euro mehr an Drittmitteln ein, insgesamt 35,3 Mio Euro.
Diese guten Ergebnisse seien Konsequenz der Anstrengungen alle Mitarbeiter, so die Mitglieder des Klinikumsvorstandes. Die Wiederaufnahme des Herztransplantationsprogramms, die Eröffnung des Leber- und Infektionszentrums und die Einrichtung einer Palliativstation, sind einige wenige Schlaglichter aus der Krankenversorgung des Jahres 2011. Ein zentraler Bestandteil der Krankenversorgung ist die Pflege. Nach der Bestellung durch den Aufsichtsrat zum Pflegedirektor im vergangenen Jahr hat Vorstandsmitglied Torsten Rantzsch bereits Zeichen bei der Anwerbung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesetzt. „Außerdem“, so Rantzsch, „haben wir die Verantwortung dezentralisiert, weil wir der Überzeugung sind, dass vor Ort jeweils die größte Kenntnis über Gegebenheiten und Anforderungen in den unterschiedlichen Kliniken herrscht.“
Die Medizinische Fakultät hat mit 17 Neuberufungen im vergangenen Jahr einen weiteren großen Schritt ihrer Restrukturierung bis zum Jahr 2015 vorgenommen. Es wurden acht W3-Professoren, d.h. im Rang von Klinik- oder Institutsdirektoren, berufen und neun W2-Professoren. Wesentliches Anliegen der Verantwortlichen ist ein geschärftes wissenschaftliches Profil: „Die Förderung der medizinischen Forschung ist eine der wichtigsten Aufgaben der Fakultät. Sie beginnt bei den Doktoranden, die wir mit neuen Programmen bei ihren Promotionen unterstützen. Wir möchten mehr Promotionen in der klinischen Forschung erreichen. Aushängeschild einer Fakultät ist die Ansiedelung weiterer Sonderforschungsbereiche (SFB), was mit dem neuen SFB in der Hepatologie gelungen ist. Sprecher ist Prof. Dr. Dieter Häussinger, der auch für den Vorläufer SFB, der mit zwölf Jahren die Förderungshöchstdauer erreicht hatte, verantwortlich gezeichnet hat“, erklärt Prof. Dr. Joachim Windolf, Dekan der Fakultät.
Die medizinische Lehre kann mit der Eröffnung der O.A.S.E., der neuen Fachbibliothek mit Lern- und Kommunikationszentrum, die sich außerordentlich hoher Beliebtheit bei den Studierenden erfreut, auf ein im wahrsten Sinne Leuchtturmprojekt zurückblicken.
Kontakt: Susanne Dopheide, Pressesprecherin, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-04173

