Linkage in Democracy
Graduiertenkolleg eröffnet
Am 27. Juni wurde das Graduiertenkolleg „Linkage in Democracy – Politische Repräsentation in heterogenen Gesellschaften“ feierlich eröffnet. 15 Doktorandinnen und Doktoranden werden in den kommenden drei Jahren untersuchen, wie politische Repräsentation in demokratischen Gesellschaften organisiert werden kann, die von einer zunehmenden Heterogenisierung geprägt sind. Sprecher des Graduiertenkollegs ist Prof. Dr. Stefan Marschall, die Heinrich-Heine-Universität fördert das Programm mit rund 730.000 Euro.

15 Doktorandinnen und Doktoranden werden in den nächsten drei Jahre gemeinsam forschen.

Bei der Eröffnung: der Sprecher des Graduiertenkollegs Prof. Dr. Stefan Marschall (Fotos: Christian Herrmann).
Ausgangspunkt des Graduiertenkollegs ist die Beobachtung, dass die Gesellschaft zunehmend vielfältig wird, Werte und Präferenzen sich wandeln. Das Auseinanderklaffen zwischen „dem Volk“ und dem politisch-administrativen System stellt die repräsentative Demokratie vor neue Fragen, etwa, durch welche (neuen) Kanäle Repräsentation gewährleistet werden kann.
Das Graduiertenkolleg ist interdisziplinär angelegt, hier forschen Politik-, Kommunikations- und Medienwissenschaftler sowie Soziologen gemeinsam. Die Promovenden werden die unterschiedlichen methodischen und theoretischen Perspektiven der drei sozialwissenschaftlichen Disziplinen kennen- und anwenden lernen. Durch das strukturierte Studienprogramm haben die Promovierenden optimale Rahmenbedingungen. Neben der eigentlichen Arbeit haben sie die Möglichkeit, in einem Studienmodul das Forschungsprogramm aus der Perspektive der drei beteiligten Disziplinen kennen zu lernen und auch Kontakt zu externen Wissenschaftlern aufzubauen. In dem „Transferable-skills“-Modul können alle Promovenden Lehrerfahrungen sammeln, indem sie gemeinsam mit einem erfahrenen Hochschullehrer Seminare konzipieren und durchführen, sowie berufsqualifizierende Kurse absolvieren.
Bei der Eröffnung sprach Prof. Dr. Kurt Imhof von der Universität Zürich zum Thema „Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit: Rückeroberung der Differenzierungspotentiale der Sozialwissenschaften", der auch als Senior-Fellow des Graduiertenkollegs ausgezeichnet wurde.
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