Medizinische Fakultät
Doktorandenkongress und Promotionsfeier
13.07.2012 – Zum Abschluss des Sommersemesters veranstaltet die Medizinische Fakultät in diesem Jahr wieder einen Doktorandenkongress. Promovierende der Fakultät stellen im Veranstaltungsformat eines normalen medizinischen Kongresses ihre Promotionsthemen vor. Bei der Promotionsfeier erhielten 53 Doktoranden und Doktorandinnen ihre Urkunde. Bei der Feier wurden der Walter-Clawiter-Preis 2011 und der Preis für die beste Dissertation in der Medizinischen Fakultät 2011 verliehen.

Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper (links) und Dekan Prof. Dr. Joachim Windolf (rechts) gratulieren dem Träger des Walter-Clawiter-Preises 2011 Dr. Felix Mahfoud (2. v. links) und dem Preisträger "Beste Dissertation in der Medizinischen Fakultät 2011", Dr. Holger Heidenreich (Fotos: UKD).

Preisträger des Posterwettbewerbs beim Doktorandenkongress der Medizinischen Fakultät.
48 der neuen "doctores" wurden im Fach Humanmedizin promoviert, fünf in der Zahnmedizin. Im Rahmen der Promotionsfeier wurde mehrere Preise verliehen.
Der Walter-Clawiter-Preis 2011 ging an Dr. Felix Mahfoud, Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum des Saarlandes. Mit dem Walter-Clawiter-Preis werden hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Bereich der Hypertonieforschung ausgezeichnet. Prämiert wurde eine klinische Studie, die zur Therapie von Patienten mit sehr hohem Blutdruck, die auf Medikamente kaum ansprechen, dienen kann.
Für die beste Dissertation wurde Dr. Holger Heidenreich ausgezeichnet. In seiner Dissertation weist er nach, dass Schwann-Zellen am Entzündungsgeschehen peripherer Nerven aktiv teilnehmen können. Bislang war ihnen lediglich eine passive Rolle zugeschrieben worden. Schwann'scheZellen bilden die Myelinscheide, die die Nervenfaser (Axon) umhüllt und isoliert.
Auf dem Doktorandenkongress präsentierten die Doktoranden der Fakultät in einem wissenschaftlichen Posterwettbewerb Themen aktueller Dissertationen aus fünf unterschiedlichen Fachgebieten. Das beste Poster wurde von einer Jury mit dem Posterpreis der Fakultät ausgezeichnet. Es ist von Viviane Klingmann, Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie, und hat die Akzeptanz von Placebo-Minipillen bei Kleinkindern zum Gegenstand.
Ziel der Doktorandenprogramme ist es, „eine lebendige Forschungsgemeinschaft zu schaffen, indem die Doktoranden verschiedenster Forschungsbereiche zusammengebracht werden, sowie über interessante Promotionsmöglichkeiten zu informieren“, so der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Joachim Windolf.
Die Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität fördert im Rahmen ihrer Medical Research School Promotionen in der Medizin. Sie möchte damit Anreize vor allem für die klinische Forschung setzen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte im Jahr 2010 einen „besorgniserregenden Rückgang“ solcher Promotionen ausgemacht: „Die klinische Forschung benötigt zwingend Ärztinnen und Ärzte, die einerseits Erfahrung am Krankenbett und andererseits eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung erfahren haben“, hieß es in der Stellungnahme der DFG im Jahr 2010.
Mit einer strukturierten Begleitung der Promotionsphase durch die Fakultät – inzwischen über 80 Veranstaltungen, wie Seminaren zu Schlüsselqualifikationen, „guter wissenschaftlicher Praxis“, Statistikseminaren und –workshops, Netzwerktreffen und auch dem Doktorandenkongress - ist die Fakultät auf dem richtigen Weg, so Dekan Prof. Dr. Joachim Windolf. Insgesamt haben sich im ersten Halbjahr 2012 bereits über 250 Doktoranden mit einem Promotionsvorhaben bei der Medical Research School Düsseldorf angemeldet. Davon haben rd. 150 Doktoranden ihr Projekt in diesem Jahr begonnen, die übrigen waren bereits früher gestartet. Pro Jahr beginnen 250 bis 300 Doktoranden mit einer Doktorarbeit. Das sind fast 85 Prozent eines Jahrgangs. Dr. Ursula Kessen, verantwortlich für die Medical Research School, sagt: „Wir können beobachten, dass die Strukturierung der medizinischen Promotion zu einer deutlichen Zunahme der Anmeldungen geführt hat. Offensichtlich empfinden die Doktoranden dieses Angebot als gute Rahmenstruktur für eine erfolgreiche Doktorarbeit.“
Kontakt: Dr. Ursula Kessen, Med. Dekanat, HHU, Tel.: 0211 / 81-04610

