Termin

Titel:
Conspiratorial Thinking: Narratives in Modern History

Datum / Uhrzeit:
17.07.18   /  16:30 - 18:00

Veranstalter:
Institut für Geschichtswissenschaften


Ort:
Vortragssaal der Universitäts- und Landesbibliothek, HHU


Beschreibung:

„Conspiratorial Thinking: Narratives in Modern History“

Vortragsreihe “Forum Neuzeit” des Instituts für Geschichtswissenschaften

Der Vortrag ist öffentlich und kostenfrei – Interessierte sind herzlich willkommen!

 

Dr. Michael Hagemeister (Bochum)

 

„Die Protokolle der Weisen von Zion“ – Fakten und Fiktionen

Unter dem Titel „Protokolle der Weisen von Zion“ ist eine anonyme Schrift bekannt, die von Antisemiten in aller Welt benutzt wird, um „die Juden“ zu bezichtigen, auf konspirativ-subversive Weise nach der Weltherrschaft zu streben. In alle Weltsprachen übersetzt, millionenfach gedruckt und im Internet verbreitet, sind die „Protokolle“ der einflussreichste Text des modernen Antisemitismus und das „zentrale Referenzdokument“ (Wolfgang Benz) der Legende von der jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung. Woher aber stammen die „Protokolle“? Wer hat sie verfasst? Sind sie eine Fälschung? Dienten sie als „Freibrief für den Völkermord“ (Norman Cohn)? Und wie erklärt sich ihr bis heute anhaltender Erfolg? Der Vortrag wirft neues Licht auf eine Schrift, die viele zu kennen glauben, nur wenige aber wirklich gelesen haben.

Dr. Michael Hagemeister ist Historiker und Slawist an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen zur russischen Philosophie und Geistesgeschichte sowie zum russischen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Seine jüngste Publikation  Die „Protokolle der Weisen von Zion“ vor Gericht. Der Berner Prozess 1933–1937 und die „antisemitische Internationale“ ist 2017 im Chronos Verlag, Zürich, erschienen.


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