Termin

Titel:
Öffentliche Ringvorlesung: Vélomanie?!

Datum / Uhrzeit:
20.06.17   /  20:00 - 22:00

Veranstalter:
Philosophischen Fakultät, Institut für Romanistik




Beschreibung:

Vélomanie?! Facetten des Radsports zwischen Mythos und Ökonomie

Die Tour de France assoziieren wir mit sportlichen Spitzenleistungen, mit Kampf und Ausdauer. Wir denken an dramatische Schlusssprints oder beeindruckende Bergetappen. Das bekannteste Radrennen der Welt, welches erstmals 1903 stattfand, steht für das Ringen mit der Zeit, den Gegnern und den eigenen Kräften.

In der Zeit vom 29. Juni bis 2. Juli 2017 erfolgt der Grand Départ der Tour de France in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Begleitend zu diesem Sportgroßereignis hat das Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität die interdisziplinäre Ringvorlesung Vélomanie?! Facetten des Radsports zwischen Mythos und Ökonomie organisiert. In den Vorträgen, Lesungen und Diskussionsrunden wird aus aktuellen Perspektiven der Sportgeschichte, Sportökonomie, des Marketings, der Sportmedizin, der Philosophie, der Literatur- und Kulturwissenschaften sowie der Sprachwissenschaft nicht nur der Radrennsport beleuchtet, sondern auch das Fahrrad und das Fahrradfahren.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, an interessierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, sowie an alle (Rad-) Sportfans und Frankreichfreunde. Die Einzelveranstaltungen finden im Haus der Universität am Schadow-Platz, in unmittelbarer Nähe zu Altstadt und Kö-Bogen, statt.

Prof. Dr. Hans-Theo Siepe, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

"Le Tour de France – ein nationaler Mythos?"

Prof. Dr. Hans-Theo Siepe wurde 1947 geboren. Er studierte Romanistik und Germanistik in Köln und Aix-en-Provence. Auf das Staatsexamen folgte 1976 die Promotion und 1983 die Habilitation. Von 1984-1996 war er Professor für Romanistik/ Literaturwissenschaft an der Universität Duisburg, von 1996 bis 2001 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und von 2001 bis 2012 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo er auch verantwortlich für den Diplomstudiengang "Literaturübersetzen" war. Außerdem war er zuletzt Dekan der Philosophischen Fakultät. Seit der Pensionierung lebt er einen Großteil des Jahres in Frankreich, wo er seinen Zweitwohnsitz hat.

Aus seiner umfangreichen Bibliografie können hier nur ausgewählte Publikationen genannt werden. So zählen zu seinen frankreichbezogenen Veröffentlichungen zur Literatur- und Kulturwissenschaft beispielsweise die Monografien Der Leser des Surrealismus. Untersuchungen zur Kommunikationsästhetik (1977, auch in Frankreich erschienen) und Abenteuer und Geheimnis. Strukturen und Mythen des Populärromans (1989).

Als Herausgeber bzw. Mit-Herausgeber – vielfach zusammen mit Bernd Kortländer – wirkte er u.a. an folgenden Publikationen mit:

  • Grenzgänge. Kulturelle Begegnungen zwischen Deutschland und Frankreich, 1988.
  • André Gide et l'Allemagne, 1992.
  • Baudelaire und Deutschland - Deutschland und Baudelaire, 2005.
  • Surréalisme et politique - politique du Surréalisme, 2007.
  • Übersetzen im Vormärz, 2008. –
  • Balzac und Deutschland – Deutschland und Balzac, 2012.

Seine Bibliografie umfasst außerdem mehr als 70 Publikationen zur romanistischen Literatur- und Kulturwissenschaft in Zeitschriften und Sammelbänden.

Abstract zum Vortrag "Le Tour de France " – ein nationaler Mythos?"

Wann, wie und warum hat sich in Frankreich im Laufe der aus Ruhm, Drama, Heldenbegeisterung, Niederlagen und populärer Leidenschaft geprägten Geschichte der Tour de France ein nationaler Mythos herausgebildet, der eine gewisse Verklärung und ein kollektives Anschauungsmuster darstellt, das mit der eigenen Identität zu tun hat? Welche Bedeutung hat heute dieses wichtigste und schwerste Radrennen der Welt, das zu einer Tour de France et d'Europe geworden ist, für Frankreich?

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