26.09.17 11:15

Forschungsprojekt

Was erfahren Kinder und Jugendliche über Flucht und Migration durch die Medien?

Von: Victoria Meinschäfer

Spätestens seit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ vor zwei Jahren wird intensiv diskutiert, wie die deutsche Gesellschaft mit Fluchtbewegungen umgeht, wie Fluchtursachen bekämpft und wie Migrantinnen und Migranten integriert werden können. Insbesondere die mediale Berichterstattung im Internet, den traditionellen und sozialen Medien beeinflusst, welche Meinungen zum Thema Flucht und Migration in der Gesellschaft vorherrschen. Welche Informationen Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren empfangen und wie sie mit diesen Informationen umgehen, wird in einem mehrjährigen Forschungsprojekt am Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersucht. Projektstart ist im Oktober.

Prof. Dr. Gerhard Vowe (links) und PD Dr. Marco Dohle leiten das Forschungsprojekt (Fotos: privat / Edit HHU).

Das von Prof. Dr. Gerhard Vowe und PD Dr. Marco Dohle geleitete Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms „Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen“ mit insgesamt ca. 225.000 Euro finanziert. In dem Forschungsprojekt werden zum einen die von Heranwachsenden genutzten Inhalte in traditionellen und in Online-Medien zum Thema Flucht und Migration analysiert sowie die themenspezifischen Kommunikationsverläufe der Heranwachsenden in den Sozialen Medien untersucht. Aufgrund der großen Datenmengen werden auch automatisierte Verfahren eingesetzt.

Das Forschungsprojekt ist eng verzahnt mit Projekten des „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“ in München und der „Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur“ in Leipzig. Erste Ergebnisse sind Ende 2018 zu erwarten.

 

Für Rückfragen: 

Prof. Dr. Gerhard Vowe undefinedvowe(at)uni-duesseldorf.de.

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