Nahost-Förderprogramme des Landes NRW

Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Kooperationen mit Israel, den palästinensischen Gebieten und Jordanien sind die Kurzzeitstipendienprogramme der Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine von vielen Initiativen zur Intensivierung der bilateralen Beziehungen. Ziel der Stipendienprogramme ist der Auf- und Ausbau bilateraler Kontakte und Netzwerke, auf deren Grundlage wissenschaftliche Kooperationen intensiviert werden.

Erfolgreiche Bewerber des Programms haben die Möglichkeit bis zu drei Monate lang Forschungsarbeiten (z. B. Messungen, Modellrechnungen, Archivstudien, demoskopische Studien) an Instituten der Universitäten und Fachhochschulen durchzuführen, die für die Erstellung ihrer Bachelor- oder Master-Abschlussarbeiten von Belang sind. Reise- und Übernachtungskosten sowie Versicherung werden aus dem Programm finanziert. Mittel für den Unterhalt und den öffentlichen Nahverkehr werden ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Seit 2004 haben sich über 1000 Studierende um ein Stipendium an einer Hochschule in Nordrhein-Westfalen beworben. Davon sind mehr als 300 nach Nordrhein-Westfalen eingeladen worden. Im Verlauf der vergangenen Jahre haben sich alle Universitäten, eine Reihe von Fachhochschulen und das Forschungszentrum Jülich an dem Stipendienprogramm beteiligt. Fast alle Studienrichtungen sind mit Angeboten beteiligt.

Darüber hinaus unterstützt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen auch vor Ort - in Israel, den palästinensischen Gebieten und Jordanien. Die Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht es deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den nahöstlichen Partnerinstitutionen zu unterrichten und Studierende auf einen Aufenthalt in Deutschland vorzubereiten.

Ziel ist es, den Studentinnen und Studenten aus dem Nahen Osten einen vertiefenden Einblick in europäisches und deutsches Wissenschaftsverständnis zu vermitteln und Kontakte zwischen deutschen und nahöstlichen Bildungsinstitutionen herzustellen.

Anschließend bietet sich für erfolgreiche Studierende dieser Maßnahme aus Jordanien, den palästinensischen Gebieten und Israel die Möglichkeit, an einem einjährigen Masterstudiengang "European Studies" in Düsseldorf teilzunehmen. In diesem Studiengang geht es nicht nur darum, die gegenwärtige europäische Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und das europäische Recht wissenschaftlich zu analysieren, sondern auch darum, die europäische Integration als Friedensprojekt begreifen zu lernen, und sich mit dem Selbstverständnis der Europäischen Union im Hinblick auf Menschenrechte, Demokratie, gesellschaftlichen Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit, liberale Marktwirtschaft und Sozialstaatlichkeit auseinanderzusetzen.

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