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29.09.17 11:02

Erste Hürde im Bund-Länder-Wettbewerb genommen

Exzellenzstrategie: HHU mit CEPLAS II im Finale

Von: Arne Claussen/J. K.

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat sich erneut an der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder beteiligt. Heute gaben Wissenschaftsrat (WR) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt, dass die HHU für ihr Exzellenzcluster CEPLAS einen weiteren Vollantrag einreichen darf. Der "Cluster of Excellence on Plant Sciences" forscht bereits seit 2012 im Bereich der Pflanzenwissenschaften und zu den Herausforderungen zukünftiger Ernährung der Weltbevölkerung.

Ein Portrait von Prof. Dr. Andreas Weber  (Bild: Jörg Reich)

Prof. Dr. Andreas Weber vom HHU-Institut für Biochemie der Pflanzen und Sprecher des Exzellenzclusters: "Wir müssen mit einem starken Antragskonzept die Gutachter überzeugen, um so CEPLAS in den kommenden Jahren weiter zu einem der besten internationalen Zentren für Pflanzenwissenschaften auszubauen. Nach dem Antrag ist vor dem Antrag." (Bild: Jörg Reich)

DFG und WR haben heute bekannt gegeben, welche Universitäten oder Forschungsverbünde ihre Vollanträge für Exzellenzcluster einreichen dürfen. Die HHU wird sich demnach um die weitere Förderung des Exzellenzclusters für Pflanzenwissenschaften – SMARTe Pflanzen für die Anforderungen von morgen (CEPLAS II) bewerben.

Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck beglückwünscht die erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: "Mit dem zum Vollantrag zugelassenen Projekt konnte sich unser Team zusammen mit Kolleginnen und Kollegen von Partnerhochschulen und -einrichtungen in einem hoch kompetitiven Umfeld durchsetzen. Mit dieser Entscheidung bestätigen die internationalen Gutachter unserer Forschung und unseren Partnern eine besondere wissenschaftliche Qualität."

Die Forschergruppe hat nun die Aufgabe, überzeugende Vollanträge zu formulieren und diese bei der DFG einzureichen.

Zum Projekt CEPLAS II
Die HHU beantragt zusammen mit der Universität zu Köln und in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln und dem Forschungszentrum Jülich einen Exzellenzcluster im Bereich der Pflanzenforschung. Dieser knüpft an den erfolgreichen Exzellenzcluster CEPLAS an, der im Rahmen der Exzellenzinitiative im Jahr 2012 eingerichtet wurde.

Im Fokus steht die Entwicklung optimierter Nutzpflanzen, die die Anforderungen an die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung angesichts des Klimawandels und seiner Folgen erfüllen können. Dazu will CEPLAS II das Zusammenspiel komplexer Pflanzenmerkmale erforschen, die die Anpassung der Pflanzen an begrenzte Ressourcen und ihren Ertrag beeinflussen. Unter anderem spielen dabei Fragen zum Stoffwechsel und dem Einfluss des Mikrobioms – der Lebensgemeinschaft, die Pflanzen mit Bakterien und Pilzen bilden – auf das Wachstum und pflanzliche Signalwege eine wichtige Rolle. In einem interdisziplinären Konsortium sollen diese Fragestellungen mit Hilfe von experimentellen und theoretischen Ansätzen untersucht werden.

Prof. Dr. Andreas Weber vom HHU-Institut für Biochemie der Pflanzen und Sprecher des Exzellenzclusters zur Möglichkeit einer Vollantragsstellung: "Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu CEPLAS II! Großer Dank und Anerkennung für diesen Erfolg gebührt dem gesamten CEPLAS-Team und der starken Unterstützung durch unsere Institutionen. Die eigentliche Arbeit liegt allerdings vor uns: Wir müssen mit einem starken Antragskonzept die Gutachter überzeugen, um so CEPLAS in den kommenden Jahren weiter zu einem der besten internationalen Zentren für Pflanzenwissenschaften auszubauen. Nach dem Antrag ist vor dem Antrag."

Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder
Im Gegensatz zur vorangegangen "Exzellenzinitiative" – bei der die HHU mit dem Exzellenzcluster CEPLAS erfolgreich war – bietet die "Exzellenzstrategie" eine längerfristige Perspektive. In ihrem Rahmen stehen ab dem Jahr 2018 jährlich insgesamt 533 Millionen Euro bereit. Die Förderlinien werden regelmäßig neu ausgeschrieben.

Insgesamt gingen 195 Antragsskizzen von 63 deutschen Universitäten ein. Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Wissenschaftsrat begutachtete ein Expertengremium aus überwiegend im Ausland tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diese Skizzen. Sie wählten 88 aus, die einen Vollantrag stellen dürfen. Diese müssen bis zum 21. Februar 2018 eingereicht werden.

undefinedWeitere Informationen zur Forschung von CEPLAS

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