05.12.17 10:43

Fünf Partner im Gründungsverbund

Neues Institut für Verbraucherwissenschaften

By: Redaktion / Carolin Grape

Die gemeinsame Gründung eines Virtuellen Instituts für Verbraucherwissenschaften (IfV) mit Sitz in Düsseldorf plant die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Universität zu Köln, der Universität Siegen sowie der Verbraucherzentrale NRW. Federführend für die HHU und maßgeblich in die Institutsgründung eingebunden ist Prof. Dr. Peter Kenning, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Marketing.

In der Gründung: Das neue Institut für Verbraucherwissenschaft wird seinen Sitz an der Heinrich-Heine-Universität haben. (Foto: HHU)

Die fünf Partner beabsichtigen, Verbraucherwissenschaft in dem neuen Institut bundesweit beispielgebend zu verankern und zu einem Zentrum für exzellente verbraucherorientierte Forschung auszubauen. „Im Verbund will das neue Institut sowohl Grundlagenforschung betreiben als auch praktische Empfehlungen für eine empirisch gestützte, evidenzbasierte Verbraucherpolitik erarbeiten“, erklärte NRW-Verbraucherzentralenvorstand Wolfgang Schuldzinski bei der Bekanntgabe der Pläne im Rahmen des 11. Workshops Verbraucherforschung in Düsseldorf.

Das IfV wird inter- und transdisziplinär arbeiten und verschiedene Ansätze der Verbraucherforschung zusammenführen. Es wird sich verbraucherwissenschaftlichen Fragestellungen auf vielfältige Weise nähern und dabei auf die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen wie Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften, Oecotrophologie, Rechts-, Umwelt-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaft, Informationstechnik und Medizin setzen. Durch Kooperationen sollen zudem auch aufwendige Studien ermöglicht werden.

Bis auf wenige Ausnahmen fristete Verbraucherforschung lange ein Schattendasein in der deutschen Forschungslandschaft. Und wo sie institutionell vertreten war, standen zumeist Fragestellungen zur Angebotsseite des Marktes im Fokus. Inzwischen haben systematische Vernetzungsinitiativen, vor allem in Nordrhein-Westfalen mit dem Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW der Verbraucherzentrale NRW, aber auch auf Bundesebene mit dem Netzwerk Verbraucherforschung im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, den Blick auf die Nachfrageseite geweitet: „Wo das Augenmerk auf den Verbraucher als Akteur und Maßstab gelegt wird“, so Wolfgang Schuldzinski, „zeigt sich schnell, dass Verbraucherforschung über großes Potenzial verfügt.“ Dieses Potenzial wollen die Gründungspartner des IfV nun koordiniert über eine virtuelle Plattform nutzen und steigern.

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