26.10.17 13:25

Humboldt-Forschungsstipendiatin in den Pflanzenwissenschaften

Dr. Filipa Tomé untersucht Blütenbildung bei Nutzpflanzen

By: Arne Claussen

Die portugiesische Biologin Dr. Filipa Tomé arbeitet seit diesem Sommer als Alexander von Humboldt-Forschungsstipendiatin am Institut für Pflanzengenetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Im Rahmen des Exzellenzclusters CEPLAS wird sie zusammen mit Institutsleiterin Prof. Dr. Maria von Korff Schmising für insgesamt 24 Monate den Einfluss verschiedener Gene auf die Blütenentwicklung der Gerste untersuchen.

Dr. Filipa Tomé aus Portugal, Alexander von Humboldt-Forschungsstipendiatin an der HHU. (Fotos: Agatha Walla)

Dr. Tomé (rechts) forscht am Institut für Pflanzengenetik zusammen mit Prof. Dr. Maria von Korff Schmising.

CEPLAS, der Exzellenzcluster der HHU und der Universität zu Köln arbeitet zu unterschiedlichen Aspekten der Nutzpflanzenforschung. Ziel ist es, den Ertrag von wichtigen Nutzpflanzen wie Reis und Weizen zu steigern, angesichts sich ändernder klimatischer Bedingungen und limitierter Anbauflächen.

Das HHU-Institut für Pflanzengenetik von Prof. von Korff Schmising, das am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln angesiedelt ist, beschäftigt sich mit genetischen Einflüssen auf die Blütenentwicklung und den Ertrag von Gerste und Weizen. In dieser Arbeitsgruppe wird Dr. Filipa Tomé untersuchen, wie die Blütenbildung von der Tageslichtlänge gesteuert wird und welche Gene diesen Prozess regulieren. Dr. Tomé will herausfinden, welche unterschiedlichen, aber miteinander verwandten Gene sich auf die Gerstenblüte auswirken.

Prof. von Korff Schmising zur Forschung von Filipa Tome: „Es ist von großer Bedeutung für die Pflanzenzüchtung, die regulatorischen Prozesse hinter der Blütenbildung von Getreide zu verstehen. Nur so lässt sich gezielt die Anzahl der Körner pro Ähre unter verschiedenen Umweltbedingungen optimieren.“

Zur Person

Dr. Filipa Tomé, geboren 1987 in Lissabon/Portugal, studierte Biochemie und Molekularbiologie an der Universität von Lissabon. Nach ihrem Masterabschluss wechselte sie zunächst ins belgische Gent, wo sie als Marie-Curie-Fellow forschte und im Jahr 2015 an der Universität von Utrecht in den Niederlanden promovierte. Sie beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit der Energie- und Stressanpassung bei der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana).

Als Postdoc ging sie ans Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln, wo sie im Rahmen des Exzellenzclusters CEPLAS in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Maria von Korff Schmising forscht. Seit Juli 2017 ist sie für zwei Jahre Alexander von Humboldt-Forschungsstipendiatin an der HHU. Ihr Stipendium wird im Rahmen eines gemeinsamen Programms von Alexander von Humboldt-Stiftung und der Bayer-Stiftung aus Mitteln der Bayer-Stiftung finanziert wird.

Humboldt-Forschungsstipendien

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht jährlich über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Zu den Instrumenten der Stiftung gehören unter anderem die Humboldt-Forschungsstipendien, die an jährlich rund 450 promovierte Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland vergeben werden. Diese können damit ein langfristiges Forschungsvorhaben im Rahmen einer selbst gewählten Arbeitsgruppe an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung realisieren.

Weitere Informationen: undefinedWebseite der Alexander von Humboldt-Stiftung

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