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Aktueller Hochschulentwicklungsplan der HHU - HEP 20.21

Der neue Hochschulentwicklungsplan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) für 2017-2021 (HEP 20.21) wurde im Dezember 2017 veröffentlicht. Die HHU beabsichtigt mit ihm den Auf- und Ausbau eines unverwechselbaren Profils; seine strategischen Maßnahmen ermöglichen eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Universität.

Auf diesen Webseiten finden Sie die kompakte Kurzfassung des HEP 20.21 der HHU (Kapitel 4); in der Serviceseite können Sie die vollständige Onlineversion (78 Seiten) undefinedals pdf herunterladen; als Referenz finden Sie dort auch den ersten HEP (aus 2011).

Passend zum Thema, gibt es undefinedhier zum Nachlesen ein umfassendes Interview mit dem Prorektor für Strategisches Management und Chancengerechtigkeit, Prof. Dr. Klaus Pfeffer (Februar 2018).

Hochschulentwicklungsplan der HHU (Kurzfassung)

Einleitung
  • Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf(HHU) ist eine erfolgreiche, dynamische und innovative Universität. Seit ihrer Gründung im Jahr 1965 verfolgt die Universität kontinuierlich eine Wachstumsstrategie und umfasst heute fünf Fakultäten mit 365 Professuren sowie elf zentrale bzw. fakultätsübergreifende Einrichtungen.

    Die HHU beabsichtigt mit dem Hochschulentwicklungsplan HEP20.21 den Auf- und Ausbau eines unverwechselbaren Profils.

    Die strategischen Maßnahmen des Hochschulentwicklungsplans ermöglichen eine stringente qualitative und quantitative Weiterentwicklung der Universität und positionieren sie zentral in den Gebieten der Lebens-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften.

    Erklärtes Ziel der Planung ist es, die Attraktivität der HHU für herausragende Forschungspersönlichkeiten, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fakultäten, den Zentralen Einrichtungen und der Universitätsadministration weiter zu steigern sowie exzellente Studierende zu gewinnen und eine hervorragende Studienqualität zu gewährleisten.

Forschung
  • Die HHU entwickelt im Bereich der Forschung ihre wissenschaftlichen Schwerpunkt-, Potential- und Entwicklungsbereiche durch strategische Maßnahmen weiter. Dies erfolgt durch einen gezielten Einsatz des Strategischen Forschungsfonds, die Etablierung des Innovationsfonds der HHU, die Reorganisation der Heine Research Academies (HeRA), die Weiterentwicklung des Biologisch-Medizinischen Forschungszentrums und die Förderung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der HHU.

    Diese Maßnahmen ermöglichen es, die qualitativen und quantitativen Ziele der HHU im Zeitraum der wissenschaftlichen Entwicklungsplanung bis zum Jahr 2021 zu erreichen.

    Tragfähige wissenschaftliche Interaktionen mit den außeruniversitären und universitären Partnerinstitutionen werden verstärkt und erweitert.

    Zusätzlich zum Exzellenzcluster und den bestehenden Sonderforschungsbereichen (SFB) sollen mehrere neue Initiativen im Entwicklungszeitraum initiiert werden: Die Weiterführung und Neueinwerbung von Exzellenzclustern in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder, die Etablierung von neuen SFBs, Forschergruppen und Graduiertenkollegs, die Einwerbung weiterer European Research Council-Grants, von Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen sowie von Forschungsvorhaben mit Förderung durch das BMBF und weiterer Drittmittelgeber sind dabei konkrete Entwicklungsziele. Dabei wird auch die Breite der universitären Forschung beachtet, die Anknüpfungspunkte für neue Forschungsbereiche bietet.

    Die Verbesserung und der Zuwachs der Forschungsleistung durch Verbundforschungsvorhaben und Individualforschungsprojekte sollen zu einer Steigerung der globalen jährlichen Drittmitteleinwerbung (inklusive Medizin) auf ca. € 81 Mio. (derzeit ca. € 50 Mio.) bis zum Jahr 2021 führen.

Lehre
  • Die HHU verbindet hervorragende Forschung mit herausragender Lehre. Der HEP 20.21 antizipiert die qualitativen und quantitativen Herausforderungen, die zukünftige Studierendengenerationen an die Universität stellen werden. Die HHU verbessert die Qualität ihrer Lehre durch spezifi sche Entwicklungsprogramme stetig. Ihre wesentlichen strategischen Ziele hierbei sind die qualitätsgesicherte Erhöhung der Zahlen an Absolventinnen und Absolventen, die Förderung sowie Neu- und Weiterentwicklung innovativer interdisziplinärer und attraktiver Bachelor- und Masterstudiengänge, die Verbesserung der Studienbedingungen und der Studierbarkeit, die Beratung der Studierenden und die Verbesserung der Serviceleistungen entlang des studentischen Lebenszyklus sowie die verstärkte Digitalisierung in Studium und Lehre und in administrativen Prozessen.

    Die konkreten Ziele der HHU im Studienangebot sind die Erfüllung des Hochschulpakts III inklusive des Sonderprogramms Medizin sowie des Masterprogramms NRW mit dem Erreichen einer Studierendenzahl von 29.000 bis 34.000 (bisher 32.000) in 80 bis 86 Studiengängen (bisher 80). Der HEP 20.21 rechnet mit 17.000 bis 20.000 Studierenden in den Bachelorstudiengängen an der HHU, einer Steigerung der Studierenden in den Masterstudiengängen auf 4.000 bis 6.000 und einer gleichbleibenden Studierendenzahl in den Staatsexamensstudiengängen bei 5.500 bis 5.700. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen soll bis 2021 auf bis zu 4.000 per annum gesteigert werden. Die Zahl der Promovierenden wird sich auf mehr als 2.500 erhöhen.

Bürgeruniversität
  • Die HHU wird ihr Profil als Bürgeruniversität schärfen. Bereits heute ist die Universität in der Landeshauptstadt sehr präsent. Dazu tragen die zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen bei, die sich sowohl an Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft richten. Darüber hinaus bietet die HHU eigens für Bürgerinnen und Bürger sowie Kooperationspartnerinnen und -partner konzipierte Veranstaltungen zur Förderung des Dialogs an. Im Planungszeitraum werden die Auftaktkonferenz "Wissensregion Düsseldorf" und die Bewerbung in der Bund-Länder- Initiative "Innovative Hochschule" wichtige Schritte im Profilgebungsprozess sein. Hier gilt es zum einen, eine strategische und strukturelle Verankerung des Gedankens der Bürgeruniversität in der Universität zu erreichen. Zum anderen werden innovative Formate des Wissenstransfers entwickelt und umgesetzt. Weitere Zielgruppen sollen intensiver in den Dialog eingebunden werden.

    Das Veranstaltungsprogramm im Haus der Universität und im Schloss Mickeln wird stärker an die strategische Ausrichtung der Universität angepasst. Schließlich soll das für Fundraising ausgezeichnete Umfeld in Düsseldorf zukünftig noch breiter genutzt werden. Im Zuge dessen sollen die Interaktionen mit dem Netzwerk von Förderinnen und Förderern sowie Stifterinnen und Stiftern weiter professionalisiert werden.

Wissens- und Technologiertransfer
  • Die HHU fördert den Transfer von Wissen und Technologie zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft durch ein gründerfreundliches Umfeld und durch die Stärkung der Wissenschaftskommunikation. Wissen und Technologien sind bedeutsame Ressourcen fürdie Konkurrenzfähigkeit sowohl von Unternehmen als auch von Universitäten. Die HHU bietet vielfältige wissenschaftliche Dienstleistungen und unterhält Kooperationen schwerpunktmäßig in der biomedizinischen, pharmazeutischen sowie chemischen Forschung und Entwicklung. Das Spektrum der Kooperationen mit der Wirtschaft reicht dabei von gemeinsamen Forschungsprojekten bis hin zu Forschungsdienstleistungen, z. B. bei der Analyse komplexer Daten oder der Entwicklung von Arzneimitteln. Partnerinnen und Partner sind öffentliche Einrichtungen und Verbände sowie internationale Konzerne und mittelständische Unternehmen. Die HHU ist ein bedeutender Standortfaktor für die Attraktivität der Region.

Wissenschaftlicher Nachwuchs
  • Die HHU setzt ihre Profilierung als attraktive Einrichtung für den wissenschaftlichen Nachwuchs verantwortungsvoll fort. Sie bietet Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern bereits beginnend mit der Promotionsphase weitreichende Unterstützung und eröffnet ihnen aussichtsreiche Karrierewege. Sie beteiligt sich am neuen Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure Track-Programm).

Personalmanagement
  • Die HHU positioniert sich als attraktive Arbeitgeberin für wissenschaftliches Personal und Personal in Technik und Verwaltung. Ziel des Personalmanagements ist es, exzellente Fach-und Führungskräfte in Forschung, Lehre und Wissenschaftsadministration zu gewinnen und diese durch hervorragende Beschäftigungsbedingungen langfristig zu binden. Dazu setzt die HHU nicht nur die Pflichten um, die sich für sie als Arbeitgeberin aus dem "Vertrag über gute Beschäftigungsbedingungen für das Hochschulpersonal" ergeben, sondern sie ergreift darüber hinaus Maßnahmen, die sich einerseits an die Beschäftigten der HHU, andererseits an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber richten.

Internationalisierung
  • Internationalisierung

    Die HHU hat sich auf den Weg gemacht, die Internationalisierung auszubauen. Sie wird ihr Profi l und ihre Stärken international sichtbarer machen und die Rahmenbedingungen für die beteiligten Universitätsangehörigen sowie für internationale Studierende, Gast- und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie für fest angestellte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Einrichtung eines Welcome-Centers, die Etablierung einer Willkommenskultur und die Einführung eines Sprachenkonzepts verbessern. Es sollen exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland für die HHU gewonnen werden.

    Zudem werden die Internationalisierung des Lehrangebots ausgebaut und die Mobilität aller Statusgruppen an der Universität erhöht werden. Diesen Zielen dient auch eine Optimierung der in den Fakultäten vorhandenen Strukturen, Kontakte und Kommunikationsflüsse sowie eine synergetische Bündelung und strategische Ausrichtung der Auslandskontakte für die HHU.

    Schließlich sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, international im Rahmen der Wissenschaft auftreten zu können und eine zunehmend interkulturelle Gesellschaft auch im jeweiligen Heimatland mit zu gestalten.

Chancengerechtigkeit
  • Die Herstellung von Chancengerechtigkeit durch Gender Mainstreaming, durch Optimierung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mittels Diversity Management bildet für die HHU ein zentrales Handlungsfeld innerhalb der universitären Entwicklungsplanung. Diversity Management, verstanden als systematische Berücksichtigung der vielfältigen Perspektiven sowie der berechtigten Interessen unserer Studierenden und unseres Personals an guten Forschungs-, Studien- und Arbeitsbedingungen, bildet eine Querschnittsaufgabe, die an der HHU im engen Verbund mit dem Gender Mainstreaming umgesetzt wird. Die HHU verfolgt das Ziel, die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Organisationsebenen dauerhaft zu festigen und in ihren Leitungsaufgaben zu verankern. Gleichstellungsaspekte fließen in die Gestaltung aller Maßnahmen und Entscheidungen mit Bezug auf das Universitätspersonal, die Organisationsentwicklung und die strategisch-inhaltlichen Aufgaben der Universität ein. Die HHU wird auch in den kommenden Jahren am Audit "familiengerechte Hochschule" partizipieren und ist im Diversity- Audit "Vielfalt gestalten" vertreten. Bis zum Abschluss der Laufzeit dieses Hochschulentwicklungsplans im Jahr 2021 soll die HHU über ein Diversity Leitbild, ein auf die Charakteristika der

    HHU abgestimmtes Diversity Management Profil und über ein klar definiertes Portfolio an zielgerichteten und nachhaltigen Maßnahmen in den Handlungsfeldern Gleichstellung, Familie und Diversity verfügen.

Finanz- und Ressourcenplanung
  • Integraler Bestandteil des Hochschulentwicklungsplans ist eine vorausschauende und transparente Finanz- und Ressourcenplanung. Universitäten benötigen Grundfinanzierungsmittel für den Erhalt ihrer Forschungsbasis sowie ihrer Lehr- und Managementaufgaben. Sie brauchen eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung, um neue Schwerpunkte vorzufinanzieren und ihren Fächerkanon an neue Bedürfnisse anpassen zu können. Die HHU reagiert auf diese Herausforderung einerseits mit einem Einsparungsprogramm zur Reduktion der strukturellen Finanzierungslücke im regulären Landeshaushalt und andererseits mit der Bildung eines Innovationsfonds zur Unterstützung zukunftsträchtiger wissenschaftlicher Initiativen. Im Verbund mit der anstehenden Verstetigung von Hochschulpaktmitteln durch das Land NRW gewährleisten diese Maßnahmen eine bis über das Jahr 2021 hinausgehende verlässliche Finanzbasis und die Erhaltung der Innovationsfähigkeit der HHU.

Campus und bauliche Infrastruktur
  • Die HHU bietet mit einem zusammenhängenden Campus außerordentlich gute Bedingungen für Studium, Lehre und Forschung. Hierzu trägt bei, dass auch das Universitätsklinikum Düsseldorf Teil dieses Campus ist - ein seltener Vorteil bei medizinführenden Universitäten. Die HHU ist dadurch im Vergleich zu vielen anderen Hochschulen eine Universität der kurzen Wege. Dies erleichtert Studierenden ihr Studium und den Forscherinnen und Forschern die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

    Eine Herausforderung von andauernder Aktualität ist die bauliche Infrastruktur. Sie stammt im Kern aus den 1960er und 1970er Jahren. Es sind nicht nur die Voraussetzungen für die Finanzierung ihrer Erhaltung, Sanierung, Modernisierung und Erweiterung zu schaffen, die notwendigen Baumaßnahmen müssen zudem im laufenden Vollbetrieb erfolgen.

Fazit und Download der vollständigen Onlineversion
  • Fazit des HEP 20.21 der HHU
    Die HHU stärkt durch den HEP 20.21 mittels der strategischen Universitätsentwicklungsplanung und der daraus abgeleiteten vorausschauenden und transparenten Finanz- und Ressourcenplanung unmittelbar ihre leistungsfähigen Fakultäten und Zentralen Einrichtungen in Forschung, Lehre, Studium und Universitätsmanagement. Sie setzt ihren Claim „Wissen schaffen, Wissen teilen“ konstruktiv um und gestaltet ihr Profil in den Bereichen Life | Nature | Society.

    Die HHU setzt diese Profilbildung fort, um den zukünftigen Herausforderungen in Wissenschaft, Bildung, Transfer und Hochschulmanagement gewachsen zu sein und ihre gesellschaftlichen Aufgaben nachhaltig im Sinne ihres Namenspatrons mit Toleranz, Weltoffenheit und geistiger Freiheit zu erfüllen.


    Download-Service:

    Nachfolgend finden Sie die vollständige Onlineversion des Hochschulentwicklungsplans der Heinrich-Heine-Universität (HEP 20.21) als pdf-Dokument zum Herunterladen. Für Referenzzwecke steht auch der erste HEP der HHU aus dem Jahre 2011 zum Download als pdf bereit.

    Zum Download des aktuellen Hochschulentwicklungsplans der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HRP 2.0 - 2017-2021) klicken Sie bitte auf das Titelbild des Dokuments.

    Zum Download des ersten Hochschulentwicklungsplans (2011) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf klicken Sie bitte auf das Titelbild des Dokuments.

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