25.09.17 13:20

Sender und Empfänger bei Tumorentstehung und -biologie

Förderpreis 2017 für Neuroonkologie an Dr. Marc Remke

Von: Susanne Dopheide

Der Förderpreis 2017 für Neuroonkologie der Stiftung Sibylle Assmus wurde anlässlich der Jahrestagung der Neuroonkologischen Arbeitsgemeinschaft (NOA) der Deutschen Krebsgesellschaft in München am 15. September 2017 an Dr. Marc Remke, Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie des Universitätsklinikums Düsseldorf (Direktor Prof. Dr. Arndt Borkhardt) verliehen.

(v.l.): Prof. Dr. Frank Winkler, Laudator, Geschäftsführender Oberarzt der Neurologischen Klinik, UK Heidelberg, Dr. Marc Remke, Prof. Dr. Stephanie Combs, Tagungspräsidentin und Direktorin der Klinik und Poliklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie, Klinikum rechts der Isar, Dr. Hans Assmus, Stifter und Stiftungsvorstand der Stiftung Sibylle Assmus

Der Förderpreis 2017 für Neuroonkologie der Stiftung Sibylle Assmus wurde anlässlich der Jahrestagung der Neuroonkologischen Arbeitsgemeinschaft (NOA) der Deutschen Krebsgesellschaft in München am 15. September 2017 an Dr. Marc Remke, Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie des Universitätsklinikums Düsseldorf (Direktor Prof. Dr. Arndt Borkhardt) verliehen.

Dr. Marc Remke leitet eine Nachwuchsgruppe innerhalb des Deutschen Konsortiums Translationale Krebsforschung (DKTK) wurde für das Projekt „Identifizierung und funktionelle Charakterisierung des primären Ziliums in der Pathogenese des atypischen teratoiden/rhabdoiden Tumors“ ausgezeichnet. Remke untersucht die Rolle der Zilien bei der Tumorentstehung und der Tumorbiologie dieses sehr bösartigen kindlichen Hirntumors. Bislang war die Funktion der Zilien, winzigen antennenähnlichen Organellen der Zelle, nur eingeschränkt beschrieben. Ihr Beitrag bei Tumorentstehung und Tumorbiologie rückt nun aber mehr und mehr in den Fokus. Der atypische teratoide/ rhabdoide Tumor entsteht im Kleinkindalter und kann heute nur mit einer äußerst aggressiven Behandlung, die mit schweren und bleibenden Nebenwirkungen verbunden sein kann, behandelt werden. Seine Erforschung soll Ansatzpunkte für die Therapieentwicklung ermitteln.

Dr. Marc Remke hat in Bonn, Freiburg, Cádiz (Spanien) und Heidelberg Medizin studiert und arbeitete er als Assistenzarzt und Postdoktorand in der Universitätskinderklinik und im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. 2012 ging er als Stipendiat der Dr. Mildred-Scheel-Stiftung nach Toronto. Für seine Forschungsarbeiten wurde er bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Selma-Meyer-Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (2010), der Desitin Jungforscherpreis der Deutschen Gesellschaft für Neuropädiatrie (2010), der Leopoldina-Preis für junge Wissenschaflterinnen und Wissenschaftler 2012 der Deutschen Akademie für Naturforscher Leopoldina sowie den Ulrich –Hadding-Forschungspreis (2015).

 

 

 

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