Termin

Titel:
Öffentliche Ringvorlesung: Vélomanie?!

Datum / Uhrzeit:
18.07.17   /  20:00 - 22:00

Veranstalter:
Philosophischen Fakultät, Institut für Romanistik


Ort:
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf


Beschreibung:

Vélomanie?! Facetten des Radsports zwischen Mythos und Ökonomie

Die Tour de France assoziieren wir mit sportlichen Spitzenleistungen, mit Kampf und Ausdauer. Wir denken an dramatische Schlusssprints oder beeindruckende Bergetappen. Das bekannteste Radrennen der Welt, welches erstmals 1903 stattfand, steht für das Ringen mit der Zeit, den Gegnern und den eigenen Kräften.

In der Zeit vom 29. Juni bis 2. Juli 2017 erfolgt der Grand Départ der Tour de France in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Begleitend zu diesem Sportgroßereignis hat das Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität die interdisziplinäre Ringvorlesung Vélomanie?! Facetten des Radsports zwischen Mythos und Ökonomie organisiert. In den Vorträgen, Lesungen und Diskussionsrunden wird aus aktuellen Perspektiven der Sportgeschichte, Sportökonomie, des Marketings, der Sportmedizin, der Philosophie, der Literatur- und Kulturwissenschaften sowie der Sprachwissenschaft nicht nur der Radrennsport beleuchtet, sondern auch das Fahrrad und das Fahrradfahren.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, an interessierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, sowie an alle (Rad-) Sportfans und Frankreichfreunde. Die Einzelveranstaltungen finden im Haus der Universität am Schadow-Platz, in unmittelbarer Nähe zu Altstadt und Kö-Bogen, statt.

Jun.-Prof. Dr. Sieglinde Borvitz, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

"Das Rennen gegen die Zeit. Fahrradfahrer und Radsport im französischen Film"

Jun.-Prof. Dr. Sieglinde Borvitz studierte Italianistik, Frankreichstudien, Ost- und Südosteuropawissenschaften an der Universität Leipzig, mit Auslandsstudium in Florenz und Paris. Darauf folgte die binationale Promotion in Romanistik und Kulturwissenschaften an Universitäten Düsseldorf und Palermo. Seit 2012 ist sie Juniorprofessorin für Romanistische Literatur- und Kulturwissenschaft (Italienisch/Französisch) am Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Publikationen (Auswahl)

Monographie:

  • S. Borvitz (2014): Controcorrente. Die kruden Visionen von Ciprì und Maresco. Düsseldorf: DUP.

Herausgeberschaften (Auswahl):

  • S. Borvitz/Y. Temelli (Hg.) (2017, im Erscheinen): Phänomene der Verknappung in den romanischen Literaturen und Kulturen. Berlin: Kadmos.
  • S. Borvitz (Hg.)/G. Capoano/F. Vizza (2017): Luigi Lilio. Il dominio del tempo. Padua: Becco Giallo.
  • S. Borvitz (Hg., unter Mitarbeit von B. Engelmann) (2016): Vita da cani – Hundeleben Zeitgenössische Erzählungen aus Italien. Italienisch-Deutsch. Düsseldorf: DUP (Reihe "Düsseldorf übersetzt", Bd. 7).
  • S. Borvitz/W. Langer (Hg.) (2014): Animaliter – Zeitgenössische Erzählungen aus Italien. Italienisch – Deutsch. Düsseldorf: DUP (Reihe "Düsseldorf übersetzt" Bd. 3).
  • S. Borvitz/M. Ponzi (Hg.) (2014): Schwellen. Für eine neue Theorie des Raums. Düsseldorf: DUP.

Abstract zum Vortrag "Das Rennen gegen die Zeit. Fahrradfahrer und Radsport im französischen Film"

"Man kann das Fahrrad nicht loben, ohne von sich zu sprechen. Das Fahrrad gehört zur Geschichte eines jeden von uns", mit diesem Wort beginnt Marc Augés Schrift zum Lob des Fahrrads (frz. Orig. 2008, dt. Übers. 2016). Und so wundert es nicht, dass das Fahrrad auch im Film einen Platz gefunden hat, geht es doch gerade dort darum, das exemplarische Einzelschicksal zu beleuchten und den Menschen an sich zum Vorschein kommen zu lassen. Insofern bieten das Fahrrad und das Rennen gegen die Zeit im Film Potential für Komödien, wie etwas Jacques Tatis "Schützenfest", aber auch für das Drama, insbesondere wenn es wie in neueren Produktionen an sportliche Spitzenleistungen geknüpft ist.

Wie werden das Radfahren und die Tour de France im französischen Film rezipiert und thematisiert? Und wie verhält es sich dabei mit der ästhetischen Reflexion über die siebte Kunst selbst? - So lauten die Leitfragen des Vortrags.

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