Chronik der Universität

1806      

Joachim Murat, von seinem Schwager Napoleon als Großherzog von Berg eingesetzt, will in Düsseldorf eine bergische Universität gründen. Bestrebungen, schon im 17. Jahrhundert in Düsseldorf eine Universität zu gründen, blieben erfolglos. Doch wurde das "Gymnasium Illustre" 1545 von Herzog Wilhelm dem Reichen gegründet, von den Jesuiten für Studia inferiora und Studia superiora eingerichtet. Höhere Studien - Dauer 2 bis 4 Jahre - waren in Philosophie, Jurisprudenz und Theologie möglich.

Im 18. Jahrhundert hatten sich in Düsseldorf drei hochschulähnliche Institutionen entwickelt:

  • Die Fakultätenschule, die nach Aufhebung des Jesuitenordens aus dem alten Gymnasium entstand.
  • Die Rechtsakademie, zuerst 1715 erwähnt, bildete Juristen aus. Alle bergischen Untertanen, die juristische Positionen erstrebten, mussten nach einer Vorschrift aus dem Jahre 1779 zwei Jahre die Rechtsakademie besuchen.
  • Das Collegium anatomico-chirurgicum, zu dem 1747 mehrere medizinische Lehrstätten mit festem Lehrplan zusammengeführt wurden.

17. 12. 1811

Napoleon erlässt ein Dekret, in Düsseldorf für das Herzogtum Berg eine Universität mit fünf Fakultäten zu errichten. Der Russlandfeldzug Napoleons mit seinen Folgen verhindert die Gründung.

1. 7. 1907

Die "Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin" wird nach langen und hartnäckigen Bemühungen aus Düsseldorf mit einem Allerhöchsten Erlass vom 4. 6. 1907 errichtet.
Aufgaben der Akademie: Ausbildung von Medizinalpraktikanten, Ausbildung in Spezialfächern, Fortbildungskurse, Förderung der praktischen Medizin nach der wissenschaftlichen Seite.
Die Akademie besaß keine Rektoratsverfassung und konnte keine Studenten ausbilden.

27. 7. 1907

Feierliche Eröffnung der neuerbauten Allgemeinen Städtischen Krankenanstalten und der "Akademie für praktische Medizin".

7. 5. 1919

Die Akademie nimmt mit vorläufiger Genehmigung und hauptsächlich für Kriegsteilnehmer den klinischen Unterricht auf.

24. 2. und 25. 4. 1923

Preußen und Düsseldorf unterzeichnen einen Vertrag, nach dem die "Akademie für praktische Medizin" in "Medizinische Akademie in Düsseldorf" umbenannt wird. Die Akademie erhält Rektoratsverfassung und das Recht auf klinische Ausbildung von Studenten.

8. 6. 1923

Offizielle Eröffnung der Akademie.

WS 1931/32

Das Studium der Zahnmedizin wird aufgenommen.

1. 11. 1935

Die "Medizinische Akademie in Düsseldorf" erhält das Promotionsrecht.

19. 11. 1945

Wiederaufnahme des akademischen Unterrichts.

1955

Gründung der "Gesellschaft von Freunden und Förderern der Medizinischen Akademie in Düsseldorf".

1961

Prof. Anton Kiesselbach führt im Wintersemester 1961/62 erstmalig einen Präparier - Kurs mit beschränkter Teilnehmerzahl durch und schafft damit die Grundlage für den Aufbau des vorklinischen Unterrichts.

3.7.1962

Land NRW und Düsseldorf schließen einen Vertrag: NRW übernimmt mit Wirkung vom 1. 1. 1962 die Verantwortung und Fürsorge für die Medizinische Akademie, während die Allgemeinen Städtischen Krankenanstalten weiterhin im Besitz der Stadt Düsseldorf verbleiben.

16. 11. 1965

Die Landesregierung NRW beschließt die Umwandlung der Medizinischen Akademie in "Universität Düsseldorf ".

WS 1965/66

Studienanfänger/innen der Medizin werden erstmals aufgenommen.
Bisher war ein Studium der Medizin und Zahnmedizin nur vom 3. Semester an möglich.

1. 1. 1966

Die Universität Düsseldorf konstituiert sich mit einer Medizinischen und einer kombinierten Naturwissenschaftlich - Philosophischen Fakultät.

14. 2. 1966

Festakt zur Begründung der Universität.

1. 1. 1969

Die kombinierte Naturwissenschaftlich - Philosophische Fakultät bildet zwei selbständige Fakultäten: Mathematisch - Naturwissenschaftliche und Philosophische Fakultät.

1. 1. 1973

Die bisherigen Städtischen Krankenanstalten - Universitätskliniken gehen von der Stadt Düsseldorf in die Trägerschaft des Landes Nordrhein - Westfalen (Universität) über.

19. 3. 1973

Der Preis im Bau- und Ideenwettbewerb für den Zentralbereich der Universität mit Bibliothek, Hörsaalzentrum und geisteswissenschaftlichen Instituten wird verliehen.

Anfang 1973

Die Mehrzahl der geistes- und naturwissenschaftlichen Institute zieht in die neuerbauten Institutsgruppen auf dem Campus um.

11. 5. 1973

Die Universität schließt einen Partnerschaftsvertrag mit der Universität Nantes (Frankreich).

WS 1975/1976

Die Institutsbauten der Mathematisch - Naturwissenschaftlichen Fakultät mit 3800 Studienplätzen werden bezogen.

WS 1976/1977

Das neu eingerichtete Fach Pharmazie nimmt den Lehrbetrieb auf.

WS 1979/1980

Der Neubau der Universitätsbibliothek wird in Betrieb genommen. Erstmals zählt die Universität mehr als 10.000 Studierende.

WS 1980/1981

Eröffnung des Instituts für Sportwissenschaft und der Universitäts-Sportanlagen.

2. 6. 1981

Die Philosophische Fakultät vereinbart die Zusammenarbeit mit der Philosophischen Fakultät der Universität Neapel (Italien).

26. 12. 1984

Neue Grundordnung der Universität.

8. 5. 1984

Mit der Wahl der Dekane wird die Grundordnung wirksam.

25. 4. 1984

Die Universität schließt einen Partnerschaftsvertrag mit der Universität Neapel (Italien).

SS 1985

Eröffnung der Medizinisch - Neurologisch - Radiologischen Klinik (MNR - Klinik).

1. 7. 1987

Partnerschaftsvertrag mit der Universität Peking (VR China).

WS 1987/88

Als erste europäische Universität bietet Düsseldorf den Studiengang Literaturübersetzen an.

Dez. 1987

Die Universität vereinbart mit der Universität Alicante (Spanien) eine Zusammenarbeit.

13. 12. 1988

Abschluss eines Partnerschaftsvertrages mit der Universität Reading (Großbritannien).

20. 12. 1988

Der Senat beschließt, dass die Universität künftig den Namen "Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf" tragen soll.

2. 3. 1990

Errichtung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

10. 10. 1990

Partnerschaftsvereinbarung mit der University of California, Davis (USA).

5. 11. 1990

Der Senat bildet das Kuratorium der Universität.

13. 5. 1991

Die Universität schließt einen Partnerschaftsvertrag mit der Pennsylvania State University (USA).

15. 7. 1992

Einführung des Studiengangs "Rechtswissenschaft".

20. 4. 1993

Der von der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich - Heine - Universität Düsseldorf e.V. finanzierte Heinrich-Heine-Saal, gelegen in der Studentenwohnanlage Campus Süd, wird in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben.

26. 11. 1993

Errichtung der Juristischen Fakultät.

8. 5. 1995

Die neue Kinderklinik "Schloßmann-Haus" wird eingeweiht.

Okt. 1996

Der Neubau des Juridicums auf dem Campus konnte nach einer Rekordbauzeit - erster Spatenstich am 26. 01. 1996 - bezogen werden.

18. 3.1998

Partnerschaftsvereinbarung mit der Karls-Universität, Prag (Tschechien).

4. 2. 1999

Partnerschaftsvereinbarung mit der Keio University, Tokio (Japan).

7. 6. 2000

Schloss Mickeln wird als neues Gästehaus und neue Tagungsstätte der Universität feierlich eingeweiht.

1. 1. 2001

Errichtung des Klinikums Düsseldorf der Universität Düsseldorf (Universitätsklinikum Düsseldorf) als Anstalt des öffentlichen Rechts. Damit tritt das Universitätsklinikum Düsseldorf, mit einem Aufsichtsrat und einem Vorstand als Organ, an die Stelle der bisherigen Medizinischen Einrichtungen, die auf diesem Wege rechtlich verselbständigt werden.

Dez. 2001

Der Senat verabschiedet die an das neue Hochschulgesetz angepasste Grundordnung der Universität. Das Rektorat wird dadurch um das Prorektorat für internationale Angelegenheiten erweitert.

Juli 2002

Mit der Durchführung der Gremienwahlen sowie der Neuwahl der Prorektorin, der Prorektoren und der Dekane wird die nach dem neuen Hochschulgesetz erforderliche Neubildung abgeschlossen.

7.6.2002

Die Düsseldorf Business School wird auf Initiative der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gegründet.

4.11.2004

Ihre Majestät Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland besucht im Rahmen ihres Staatsbesuchs auch die Heinrich-Heine-Universität (Medizinische Fakultät
und Universitätsklinikum).

1.1.2007

Das Hochschulfreiheitsgesetz (HFG) tritt in Kraft. Die Universität verliert ihren Doppelcharakter als Körperschaft und zugleich staatliche Einrichtung und wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts verselbstständigt.

12.6.2007

Die an das Hochschulfreiheitsgesetz angepasste Grundordnung wird vom Senat verabschiedet.

16.10.2007

Der Senat wählt die acht Mitglieder des künftigen Hochschulrates, dem verfassungsmäßig obersten Gremium der Hochschule. Die Zustimmung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung
und Technologie wird bereits einen Tag später erteilt.

6.12.2007

Ernennung der Mitglieder des Hochschulrates.

7.7.2008

Gründungsversammlung des Düsseldorfer Universitätsverlags (düsseldorf university press)

15.8.2008

Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper wird vom Hochschulrat zum Rektor der Universität Düsseldorf gewählt. Er tritt am 3.11.2008 seinen Dienst an.

1.10.2008

NRW Forschungsschule BioStruct nimmt den Betrieb an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf.

27.11.2008

Schwarz-Schütte-Förderstiftung und Universität Düsseldorf beurkunden die Förderung zum Bau des "Oeconomicums". Die Fördersumme für den Neubau der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und die Einrichtung mehrerer volkswirtschaftlicher Lehrstühle beträgt 40 Millionen Euro.

1.2.2009

Das neue Rektorat nimmt seine Arbeit. Neben Rektor Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper und Kanzler Prof. Ulf Pallme König besteht es aus den Prorektoren Prof. Dr. Ulrich von Alemann (Lehre und Studienqualität), Prof. Dr. Klaus Pfeffer (Strukturentwicklung) und Prof. Dr. Lutz Schmitt (Forschung und Innovation).

4.5.2009

Eröffnung des Studierenden Service Center.

3.7.2009

Grundsteinlegung des "Oeconomicums"

17.9.2009

Vertragsunterzeichnung zum Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erhält insgesamt Mittel in Höhe von 110 Millionen Euro.

Heinrich-Heine-Universität, Universitätsstr.1, 40225 Düsseldorf, Nummer der Telefonzentrale 0211/81-00
Letzte Änderung: 18.11.2009, 11:42
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