Universitätscampus


Am Rande des Ballungsraums Ruhrgebiet und an der Rheinschiene gelegen, bot die Stadt Düsseldorf Anfang der sechziger Jahre einen hervorragenden Standort für die Neugründung einer Universität. Innerhalb des Stadtgebietes stand in nur 3,5 km Entfernung vom Stadtzentrum ein 130 ha großes Gelände zur Verfügung. Inzwischen ist die Universität durch einen direkten Autobahnanschluss gut mit den Städten der Region verbunden und durch verschiedene Straßenbahn- und Buslinien durch den Öffentlichen Personennahverkehr erschlossen.

Charakteristisch für den Campus der Heinrich-Heine-Universität ist die um ein Geschoss angehobene Fußgängerebene, die die gesamte Universität von Norden nach Süden wie ein Band durchzieht. Diese Fußgängerebene ist das städtebauliche Rückgrat der Universität, die zwar einen zusammenhängenden, jedoch gegliederten Komplex darstellt. Die einzelnen Bereiche sind in verschieden stark frequentierten Zonen so gruppiert, dass die stärker besuchten Einrichtungen (Hörsäle, Seminarräume) der Fußgängerebene direkt zugeordnet und die ruhigeren Bereiche (Forschung) dahinter angeordnet sind.

Laufend werden besonders im Bereich der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät umfangreichen Berufungsbaumaßnahmen durchgeführt. Im Rahmen dieser Baumaßnahmen wurden neben der Modernisierung der Versorgungstechnik und der Laboreinrichtung umfangreiche Maßnahmen zur Schadstoffsanierung und zur Ertüchtigung des Brandschutzes seitens des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Düsseldorf (BLB) umgesetzt. Die modernisierten Labore und Praktikumsräume bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der experimentellen Forschung und Lehre auf dem Campus der HHU.

Das so genannte Oeconomicum, ermöglicht durch eine Spende der Familie Schwarz-Schütte, wird mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 5.000 m² zukünftig der gesamten Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät den passenden Rahmen auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität bieten. Der Einzug der Nutzer ist zum Wintersemester 2010/11 geplant.

Voraussichtlich im September 2009 wird eine weitere Kindertagesstätte mit Familienzentrum auf dem Campus eröffnet. Der BLB hat im Februar 2009 neben dem Sportinstitut der Heinrich-Heine-Universität mit den Bauarbeiten begonnen.

Derzeit wird gemeinsam mit zwei externen Unternehmen sowie dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW für die Heinrich-Heine-Universität eine Hochschulstandortentwicklungsplanung (HSEP) erstellt. Ihr Inhalt: Die Erarbeitung von Realisierungskonzepten für die bauliche Entwicklung der Heinrich-Heine-Universität auf Grundlage der zu erwartenden Entwicklung in Lehre und Forschung.. Im Rahmen der HSEP wird auch der Gebäudebestand der Universität hinsichtlich der strukturellen, technischen und wirtschaftlichen Eigenschaften untersucht. Die Hochschulstandortentwicklungsplanung soll Ende November 2009 abgeschlossen sein.

Auf Basis einer baulichen und wirtschaftlichen Analyse zur Gebäudemodernisierung sowie der Rahmenbedingungen, welche durch die HSEP und die strukturelle Entwicklung an der HHU gesetzt werden, wird sich die HHU am Hochschulmodernisierungsprogramm (HMOP) des Landes NRW beteiligen. Hierfür wurde folgende Prioritätenliste für Maßnahmen bis 2015 zur Meldung an das MIWFT identifiziert:

  1. Ersatzneubau 26.00 und Modernisierung der Bestandsgebäude
  2. Ersatzneubau ULB zur Modernisierung der ULB
  3. Modernisierung der Hörsaal- und Seminarraumzentren
  4. Modernisierung der technischen Zentrale 21.01

Welche dieser Maßnahmen tatsächlich Berücksichtigung finden, wird im Laufe des Jahres 2009 entschieden.

Heinrich-Heine-Universität, Universitätsstr.1, 40225 Düsseldorf, Nummer der Telefonzentrale 0211/81-00
Letzte Änderung: 27.01.2010, 11:32
Seitenende