You are here: Home DMA News und Events 2008 Düsseldorf International Arbitration School
Document Actions

2008 Düsseldorf International Arbitration School

by Verena Meurers last modified 2008-09-25 11:58

II. Düsseldorf International Arbitration School

Der Dekan der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Dirk Looschelders, eröffnete am Montag die von der Düsseldorf Law School unter Federführung von Frau Alexandra Diehl organisierte II. Düsseldorf International Arbitration School, zu der über 90 Teilnehmer aus sechs verschiedenen Nationen angereist sind. Darunter befinden sich auch die Teams aus 12 verschiedenen Universitäten, die in diesem Jahr am Willem C. Vis International Commercial Moot Court teilnehmen und die Woche in Düsseldorf zur intensiven Vorbereitung auf den Wettbewerb nutzen. Dazu bietet die Arbitration School die ideale Gelegenheit, da vom 22.-26.09.2008 zahlreiche renommierte Dozenten aus Praxis und Wissenschaft den Teilnehmern das Schiedsverfahrensrecht näherbringen werden. Das Konzept sieht in diesem Jahr fünf "Thementage" vor, so dass die einzelnen Veranstaltungen aufeinander aufbauen.

 

Den Auftakt bildete am Montag der "Introduction Day" in das Gebiet der International Commercial Arbitration. Mit Dr. Thomas Kreifels (Freshfields) bestritt einer der renommiersten Schiedsverfahrensrechtler Düsseldorfs den Eröffnungsvortrag und erläuterte die Grundprinzipien des Schiedsverfahrensrechts. Dr. Reinmar Wolff, Assistenzprofessor an der Universität Marburg, stellte nach der Mittagspause das UNICITRAL MODEL LAW für die Internationale Schiedsgerichtsbarkeit vor. Zum Abschluss demonstrierte mit Thomas Weimann (Clifford Chance) ein weiterer sehr bekannter Schiedsrechtler Düsseldorfs in einem sehr lebendigen Vortrag die Herausforderungen und Probleme, die sich bei der Wahl von Schiedsklauseln stellen.
Am Abend wartete dann noch ein Empfang an der Fakultät auf die Teilnehmer, an dem sie vom für die Moot Courts zuständigen Prof. Dr. Kersting noch einmal herzlich willkommen geheißen wurden.

Der "Drafting Day" am Dienstag begann dann für alle Mooties bereits deshalb sehr interessant, da mit Dr. Stephan Wilske (Gleiss Lutz) ein Referent den Vormittag gestaltete, der sowohl als Richter beim völkerrechtlichen Jessup Moot Court als auch als Arbitrator beim Vis Moot Court in Wien tätig ist. Insofern konnte Dr. Wilske seinen interessanten Vortrag mit dem Titel "Choosing Arbitrators, Drafting Skills, Case Analysis" immer wieder mit einigen wichtigen Tipps für den Wettbewerb in Wien abrunden. Am Nachmittag lieferte der am International Centre for Dispute Resolution (ICDR) in New York tätige Christian P. Alberti, der bereits zahlreiche Moot Court Teams erfolgreich betreute, einen perfekten Leitfaden für die Erstellung eines guten Moot Court Schriftsatz ab, von dem die Teilnehmer in den nächsten Monaten sicherlich noch häufig profitieren werden. Nach einem weiteren langen Jura-Tag wurde am Abend das Angebot zu zwei Führungen durch die Altstadt und den Medienhafen trotz des miserablen Wetters zahlreich genutzt, bevor der Abend standesgemäß in diversen Altstadtlokalitäten ausklang.

Am Mittwoch wartete auf die erste Dozentin des Tages eine große Überraschung. Ulrike Gantenberg (Heuking Kühn Lüer Wojtek) wurde vor ihrem spannenden Vortrag über das CISG die große Ehre der Verleihung des "Dr. Moot" zuteil. Mit diesem bisher nur einmal an Prof. Dr. Siegfried Elsing vergebenen Titel bedankt sich die Düsseldorfer "Moot Court Familie" bei den Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die Moot Court Förderung in Düsseldorf verdient gemacht haben. Frau Gantenberg gehört zu den Förderern der ersten Stunde des Vis Moot Teams und engagiert sich zudem in herausragender Weise auch um die Düsseldorf Arbitration School und den Düsseldorfer Pre Moot Wettbewerb.
Nach der Mittagspause referierte dann zunächst Gillian Lemaire (Dewey & LeBoeuf, Paris) über die Reform des Schiedverfahrensrechts im kontinentalen Europa, bevor eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde den Abschluss des "Legal Culture Day" bildete. Unter der Moderation von Jan Schäfer (Allen & Overy) diskutierten Prof. Dr. Siegfried Elsing (Orrick, Hölters & Elsing), Dr. Volker Triebel (Lovells) und Gillian Lemaire über die Probleme, die durch das Aufeinandertreffen von Traditionen und Vorstellungen des Common Law und Civil Law insbesondere im Bereich des Schiedsverfahrensrechts entstehen können, und boten den Zuhörern dabei parallel eine sehr anschauliche Darstellung der juristischen Denk- und Arbeitsweise in diesen beiden Rechtskreisen.

Am Abend stand dann wie im Vorjahr der sehr generöse Empfang bei der Kanzlei Clifford Chance an, der bei allen Teilnehmern großen Anklang fand, so dass an dieser Stelle Clifford Chance noch einmal herzlich für die Einladung gedankt sei.

Die Materialien zur Arbitration School können abgerufen werden unter:
http://www.jura.uni-duesseldorf.de/materials/list_materials.asp?id=1645