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Weiteren Schaden verhüten

Vor dem Abschalten eines betroffenen Rechners bzw. noch während ein Angriff gegen Ihren Rechner läuft, kann es sinnvoll sein, den Netzwerkverkehr von und zu Ihrem Rechner zu protokollieren. Das HHU-CERT kann - wenn dies technisch möglich ist - eine solche Protokollierung durch spezielle Umkonfiguration von Routern oder Switches im HHU-Netz veranlassen.

Wenn diese Protokollierung abgeschlossen (oder nicht durchführbar) ist, sollte ein angegriffener Rechner abgeschaltet werden, falls

  • auf dem System Aktivitäten unberechtigter Personen festgestellt wurden oder
  • Dateien ungeklärter, fremder Herkunft entdeckt wurden oder
  • ein Virenscan- oder Rootkit-Erkennungs-Programm einen Einbruch in das System erkannt hat.
In diesen Fällen muß angenommen werden, daß eine fremde, unberechtigte Person die Kontrolle über das betroffene System erhalten hat. Damit sind alle auf dem Rechner befindlichen Dateien und Programme als potentiell gefährlich anzusehen: Sie könnten vom Angreifer verändert worden sein und bei Benutzung Schaden verursachen!

Um den Schaden gering zu halten, sollte ein derart "beschädigtes" System vom Netzwerk getrennt (Netzwerkkabel ausstöpseln) und ausgeschaltet werden. Das Risiko, daß beim Abschalten ohne ordnungsgemäßes Herunterfahren des Rechners Datenverluste entstehen, ist i.a. geringer als das Risiko, daß beim Weiterbetrieb zusätzlicher Schaden entsteht. (Beispielsweise könnte der Angreifer dafür gesorgt haben, daß beim Herunterfahren des Systems die Festplatte gelöscht wird.)


 
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