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System bereinigen

Wenn ein Rechner einem Cracker-Angriff zum Opfer gefallen ist, sollte die Festplatte gelöscht, neu partitioniert und formatiert und das Betriebssystem - in der aktuellsten Version mit allen verfügbaren Sicherheits-Patches - neu installiert werden.

Wenn möglich, sollten die Anwenderdaten aus einer früheren Datensicherung, am besten aus der Zeit vor dem Angriff, restauriert werden. Muß auf eine spätere Sicherung oder die auf dem Rechner noch existierenden Dateien zurückgegriffen werden, so sind die Daten kritisch zu überprüfen. Vom Angreifer könnten zum Beispiel

  • Kommandoprozeduren und Skripte modifiziert,
  • Berechtigungen von Dateien oder Verzeichnissen geändert,
  • Systemkommandos in Programmen (als system-Aufrufe o.ä.) oder Grafikdateien (z.B. PostScript) versteckt,
  • Zugangsberechtigungen in Secure-Shell-Dateien eingetragen oder verändert,
  • trojanische Pferde im Suchpfad der Kommando-Shell (z.B. in ~/bin, die Vorrang vor gleichnamigen Systemprogramme bekommen, installiert
worden sein und damit Einfallstore für einen erneuten Angriff vorbereitet sein.

Außerdem müssen alle auf dem Rechner hinterlegten privaten Schlüssel gelöscht, ggf. widerrufen und neu erzeugt werden, denn der Angreifer kann diese Schlüssel kopiert haben und mit ihrer Hilfe die Identität des Opfers annehmen, beispielsweise ssh-Zugänge zu anderen Systemen nutzen oder Mails mit dem PGP-Schlüssel des Opfers signieren.


 
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