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Pressemitteilung 16. April 2009

Pressemitteilung

Wer studiert und wie leben Studierende heute? - Neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks startet (PDF)

(Düsseldorf, 16.04.2008) Wie finanzieren die rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland ihr Studium? Wie viel jobben sie nebenbei, wie bezahlen sie ihre Studiengebühren? Aus welchen sozialen Schichten kommen Studentinnen und Studenten? Welchen Zeitaufwand müssen Bachelor-Studierende betreiben? Auf diese Fragen will die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) Antworten liefern. Im April 2009 werden 75.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Studierende gebeten, anonym an der Befragung teilzunehmen. „Wir hoffen, dass möglichst viele den Fragebogen ausfüllen, in ihrem eigenen Interesse“, sagt DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat.

Die Ergebnisse der groß angelegten Studierenden-Befragung, die alle drei Jahre durchgeführt wird, sollen im Frühjahr 2010 vorgestellt werden. Grosses Interesse werden sicher die Themen Studiengebühren und Bachelor hervorrufen: Wie sehr belasten die Studiengebühren, die derzeit sechs Bundesländer erheben, den studentischen Geldbeutel? Wie finanzieren die Studierenden die Gebühren? Die Situation der Bachelor-Studierenden soll in einer gesonderten Auswertung Ende 2010 dargestellt werden.

Die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks haben eine lange Tradition. Seit 1951 legt das Deutsche Studentenwerk diese empirische Untersuchung vor; sie ist eine einzigartige Langzeituntersuchung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden. Entsprechend stark interessieren sich die Politik in Bund und Ländern, die Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen für die Sozialerhebung.

In den jüngsten Auflagen der Sozialerhebung konnte nachgewiesen werden, wie sozial selektiv das deutsche Hochschulsystem ist. Für Deutschland gilt leider immer noch: Ob jemand studiert oder nicht, hängt ganz entscheidend von der sozialen Herkunft ab. Die 18. Sozialerhebung wies nach: Von 100 Akademiker-Kindern studieren 83, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition sind es aber nur 23. „Ob die gegenwärtigen Hochschulreformen an der bisherigen Verteilung von Bildungschancen etwas ändern werden, das ergibt sich aus der Sozialerhebung. Deshalb bitte ich die Studierenden, sich zu beteiligen“, so DSW-Präsident Rolf Dobischat.

Links
www.sozialerhebung.de
www.studentenwerke.de
www.bmbf.de
www.his.de

Kontakt

Deutsches Studentenwerk (DSW)
Stefan Grob
Referatsleiter Presse/Kultur
Stellvertreter des Generalsekretärs
Monbijouplatz 11
10178 Berlin
Tel. 030 29772720
stefan.grob@studentenwerke.de

 

 

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