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Pressemitteilung 01. April 2005

Pressemitteilung

Sinkende Studierendenzahlen zwingen das Studentenwerk, die Sozialbeiträge zum Sommersemester 2005 zu erhöhen

Was bekommen Studierende für ihr Geld?

Im Frühling wird das Klima freundlicher - das gilt in der Regel für das Wetter. Betrachtet man hingegen die Auswirkungen des Studienkonten-Gesetzes in NRW, wird das Klima zum Sommersemester deutlich rauer; für die betroffenen Langzeitstudierenden, aber auch für das Studentenwerk Düsseldorf.

Im Wintersemester 2004/05 ist im Vergleich zum Wintersemester 2003/04 die Zahl der Studierenden an den Düsseldorfer Hochschulen und der Hochschule Niederrhein um über 8.500 Studierende (ca. 19 vH) zurückgegangen. Wie viele Studierende im Sommersemester 2005 ihrer Hochschule adieu sagen müssen, ist noch nicht bekannt.

Je weniger Studierende eingeschrieben sind, je weniger Sozialbeiträge stehen dem Studentenwerk zur Finanzierung seiner Leistungen, die es zu 12 Prozent aus Sozialbeiträgen finanziert, zur Verfügung. Dipl.-Kfm. Manfred Losen, Geschäftsführer des Studentenwerks Düsseldorf, betrachtet die Situation mit Skepsis: „Bei einem Sozialbeitrag von derzeit 41,50 Euro pro Semester (Studierende der Düsseldorfer Hochschulen, Wintersemester 2004/05) fehlen dem Studentenwerk pro 1.000 Studierende 83.000 Euro im Jahr. Bei einem Rückgang von rund 8.500 Studierenden sind das auf das Jahr hochgerechnet über 700.000 Euro. Beträge in dieser Größenordnung sind auch bei sparsamster Wirtschaftsführung nicht zu kompensieren.“

Wer gewinnt bei den Langzeit-Studiengebühren?
Zunächst einmal nur der Finanzminister. Mittelfristig sollen die Gebühren den Hochschulen zufließen, wird zumindestens in Aussicht gestellt. Ob dafür den Hochschulen nicht früher oder später wiederum an anderer Stelle die Zuschüsse gekürzt werden, bleibt abzuwarten.

Wer zahlt am Ende die Zeche?
„Leider wiederum die Studierenden, denn zur Deckung seiner Verluste ist das Studentenwerk gezwungen, seine Sozialbeiträge entsprechend anzuheben“, erklärt Losen. „Dieser Negativeffekt war den Politikern vorher bekannt, denn die Studentenwerke haben den Landtag darauf hingewiesen“.

So muss der Sozialbeitrag zum Sommersemester 2005 für die Studierenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Kunstakademie Düsseldorf, Fachhochschule Düsseldorf und Robert Schumann Hochschule Düsseldorf von 41,50 Euro auf 49,50 Euro und für die Studierenden der Hochschule Niederrhein von 40,20 Euro auf 48,20 Euro erhöht werden. Dies bedeutet eine Steigerung von 0,66 Euro pro Monat. Der Beitrag setzt sich aus einem allgemeinen Beitrag (47,55 Euro) und einem Beitrag für die Darlehenskasse (0,25 Euro), die Private Unfallversicherung (0,40 Euro) und die Kindertagesstätten (1,30 Euro) zusammen.

Und was bekommen Studierende für den Sozialbeitrag?

Hier eine Übersicht der Leistungen des Studentenwerks Düsseldorf:

Essen und Trinken

Studentisches Wohnen

Studienfinanzierung

Kinderbetreuung

Soziale Dienste und Beratungen

Grundsätzlich steigt der wirtschaftliche Nutzen des Sozialbeitrages mit dem Grad der Inanspruchnahme der Angebote des Studentenwerks. Wer zum Beispiel regelmäßig in die Mensa geht, profitiert von dem subventionierten Essen. Mieter in den Wohnanlagen des Studentenwerks sparen bis zu 30 Prozent an Mietkosten gegenüber dem freien Wohnungsmarkt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Kerstin Münzer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 0211 81-13314, muenzer@studentenwerk-duesseldorf.de.



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