|
|
|
des Institutes für Lasermedizin
|
Anmerkung:
Diese kurze Zusammenfassung der momentanen Forschungsaktivitäten
unseres Institutes (ohne Publikationsliste und Drittmittelaufstellung)
ist zur schnellen Orientierung gedacht. Sie soll Interesse wecken und Anstoß
geben, mit uns Kontakt aufzunehmen.
Tel: 0211 811 2762, Fax: 0211 81 11374
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/MedFak/LaserMedizin/
Laufende Forschungsprojekte der
Arbeitsgruppe
"Physik in der Lasermedizin"
Leiter: Prof. Dr. Peter Hering
Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich intensiv mit den physikalischen
Grundlagen von ausgewählten Themen der Lasermedizin und mit den daraus
resultierenden Anwendungen. Schwerpunkte bilden insbesondere der analytische
und diagnostische Einsatz des Laser in der Biomedizin. Neuere Kernpunkte
der Forschung sind die Laserlicht-Gewebe-Wechselwirkung von Hart- und Weichgewebe
mit neuen, selbstentwickelten Laserlichtquellen sowie die Entwicklung neuer
nichtlinearer laserspektroskopischer Methoden wie z.B. die Zwei- und Mehrphotonenspektroskopie
für die Anwendung in der 3D-Laser-Raster-Mikroskopie oder die „Cavity-Ring
-Down-Spektroskopie“ zur ultrahochempfindlichen Spurenelementanalytik z.B.
in Atemgas oder Umwelt. Derzeit sind Anstrengungen im Gange, eine „Laser-Facilty“
im Institut für Lasermedizin zu errichten, die zukünftig für
allgemeine lasermedizinische Anwendungen mit der entsprechenden Beratung
für Mitglieder der medizinischen Einrichtungen der HHUD offen sein
soll. Folgende Leitprojekte sind derzeit in Gange:
I. Stabile Isotope in der Medizin (Analytik und Isotopentrennung):
II. Gewebe-Ablation mit einem hochrepetierlichen, gütegeschalteten
CO2 Laser:
Laufende Forschungsprojekte
der Arbeitsgruppe
"Molekulare Wirkstoff-Forschung"
Leitung: Prof. Dr. R. Mannhold, Prof. Dr. H. Lemoine
I. Wirkstoff-Synthese/stabile Isotope:
KATP-Kanäle und Kaliumkanalöffner: In den letzten beiden Jahren ist es gelungen, Radioligandbindungsverfahren an Herz und glatter Muskulatur zu etablieren, die Rückschlüsse auf die ATP-abhängige Regulation des KATP-Kanals durch Bindung von Liganden an den Sulphonylharnstoffrezeptor ermöglichen (s.o.).IV. Molecular-Modelling und Struktur-Wirkungsbeziehungenß2-Sympathomimetika: Es werden neue Wirkstoffe entwickelt und charakterisiert, die in zellulären und subzellulären Modellsystemen von Tier und Mensch untersucht werden. Im Zentrum steht die Analyse der Hormon-Rezeptor-Interaktion mit Hilfe eines Agonist-Radioliganden, der eine ausreichend hohe Affinität aufweist. Dieser Ligand steht unserer Arbeitsgruppe exclusiv zur Verfügung. Die computergestützte Analyse von Hormonbindungs- und -dissoziationskinetiken erlaubt wesentlichen Einblickt in den Aktivierungszyklus der beteiligten Rezeptoren. Ebenso können Hormon-induzierte Desensibilisierungsmechanismen (Therapieversagen) direkt untersucht werden. Kooperationen bestehten zu Prof. Dr. Reinhardt, LM-Uni München, und Prof. Dr. Worth, Fürth.
Serotoninrezeptoren. Serotonin ist wesentlich an der Entstehung von Gefäßspasmen über 5-HT2-Rezeptoren bei arteriosklerotischen und postthrombotischen Zuständen beteiligt. Es ist in den letzten beiden Jahren gelungen ein Zellkulturmodell glatter Gefäßmuskelzellen aufzubauen, welches den Beweis einer allosterischen Regulation des Rezeptors erlaubt.
Regulation des Gefäßendothels: ß2-Sympathomimetika sind hocheffektive Regulatoren der Gefäßpermeabilität mit einem Angriffspunkt am Endothel (Kooperation mit Prof. Dr. Rösen und Frau Dr. Zink, DFI). Die Durchlässigkeit und deren Regulation wird durch die Permeation FITC-markierter Dextrane gemessen, die ihrerseits mit einer Laser-induzierten Fluoreszenz (Entwicklungsprojekt mit Dipl. Ing. A. Rood, Lasermedizin HHU) nachgewiesen werden sollen.
Weiterhin werden die bei septischen Krisen dominierende Cytokin-induzierte Permeabilitätssteigerung am Endothel bestimmt sowie der Antagonismus schützender (z.B. über ß2-Rezeptoren) und aggressiver Faktoren molekular untersucht (Kooperation mit Prof. Dr. Scharf, Inst. für Transfusionsmedizin HHU, Prof. Dr. Schneider, Dr. Weiss, Uni Ulm).
Bei exakter biologischer Charakterisierung von Wirkung oder Bindung des Wirkstoffes und Bestimmung von sterischen, elektronischen und lipophilen Moleküleigenschaften können Struktur-Wirkungsbeziehungen (Hansch-, Free/Wilson-und partial least squares-Analyse) abgeleitet werden, die die Natur der ‘drug-receptor-interaction’ verdeutlichen und möglicherweise neue Wirkstrukturen für die chem. Synthese vorhersagen lassen (Kooperation mit dem Inst. f. Chemiometria, Perugia, I). Ebenso sind rational variierte Reihen von Wirkstoffen für einen ausgesuchten Rezeptor die Grundlage für ‘molecular-modelling’-Verfahren, die mit Prof. Höltje (Inst. f. pharm. Chemie) durchgeführt werden.
Laufende Forschungsprojekte der
Arbeitsgruppe
"Cytophotochemie"
Leiter: Prof. Dr. Jörg G. Moser
Die Arbeitsgruppe hat in den vergangenen 5 Jahren wesentliche Beiträge
zum Design von Photosensibilisatoren für die Photodynamische Therapie
von Tumoren geliefert. Diese Arbeiten werden mit dem Ziel der Anwendung
solcher Produkte in Phase I-Studien in der Klinik weitergeführt (Produktion
von Bacteriopheophorbidestern für die Behandlung von Tumorfrühstadien-BioRegio-Projekt
in Planung). In den letzten 3 Jahren wurde im Rahmen eines BMBF-Projekts
der Einschluß derartiger Verbindungen, insbesondere peripher substituierter
Phthalocyanine, in dimere Cyclodextrine studiert. Für Porphyrine
wurden
entsprechende und wesentlich verbesserte Substitutionen im Rahmen einer
Kooperation mit Russland (Medizinische Akademie der Wissenschaften, Prof.
Dr. Ponomarov) soeben abgeschlossen. Die erhaltenen Einschlußverbindungen
sind stabil genug, um den Übergang des Gastmoleküls auf Lipoproteine
des Serums zu verhindern. Damit ist ein Weg gewiesen, stabile Einschlußkomplexe
für den Transport von Tumormedikamenten auf dem Blutweg
zum Tumor ohne Nebenwirkungen in anderen Organen zu entwickeln.
Dies ist Aufgabe einer laufenden Dissertation (mit Unterstützung durch
die Forschungskommission der Med. Fakultät). Das Andocken und die
Aufnahme dieser Einschlußkomplexe an und in Tumoren kann über
das Biotin-Avidin-System anhand der Spezifität von Antikörpern,
aber auch von hormonaktiven Peptiden und Steroiden, erfolgen. Hierzu laufen
Arbeiten zusammen mit Prof. Dr. Savitzki (Russische Akademie der Wissenschaften,
Labor für Molekulare Immunologie, Moskau) und Prof. Dr. Yakubovskaja
(Hertzen Institut für Krebsforschung, Moskau) im Rahmen der Russland-kooperation
der DFG. Ein weiteres Projekt zur Zusammenarbeit mit dem Weizmann Institute
of Science (German-Israelian Foundation, GIF) ist soeben genehmigt worden.
Die im Rahmen dieser Arbeiten entwickelten Prüfverfahren für
Cytotoxizität und Cytophototoxizität sind Ergebnis
einer Routine, die sich in den letzten 5 Jahren entwickelt hat und jetzt
für Zwecke der Darstellung der Apoptose weiterentwickelt wird
(zusammen mit Prof. Savitzki). Das Labor prüft mit dieser Routine
regelmäßig Farbstoffe für die Photodynamische Tumortherapie
aus verschiedenen deutschen und ausländischen Labors. Hierfür
stehen 5 verschiedene Tumorzellstämme zur Verfügung. Prüfparameter
ist die Lactatproduktion dieser Tumorzellen. Ein weiteres Prüfverfahren
ist die schmerzfreie Prüfung von Tumortherapeutica auf dem
Hühnereisystem (HET-CAM), die bei uns als quantitatives Verfahren
unter Einbeziehung der Laser-Doppler-Spektroskopie seit 4 Jahren
eingeführt ist. Eine Neukonzeption des Meßverfahrens durch Frau
Dr. A. Vervoorts und Prof. Dr. Priezzhev (Lomonossow-Universität,
Moskau) wird durch die Fa. LEICA Mikroskope & Systeme begleitet (Projekt
des BMBF). Wir hoffen, daß die Förderung durch die Forschungskommission
der Med. Fakultät zur Erhaltung dieses Projekts gewährt wird.
Laufende Forschungsprojekte
der Arbeitsgruppe
"Laser-Massenspektrometrie"
Leiter: PD Dr. Bernhard Spengler
Die Arbeitsgruppe hat in den vergangenen Jahren eine weltweit bedeutsame
Position in der biomedizinischen massenspektrometrischen Analytik eingenommen.
Neben instrumentellen und methodologischen Entwicklungen sind insbesondere
auch die Anwendung der analytischen Methoden auf biomedizinische Fragestellungen
auf breite Anerkennung gestoßen.
Mit der sogenannten "MALDI"- und "PSD-MALDI"-Massenspektrometrie ist
der Nachweis (über Molekulargewichts-Bestimmung) und die Identifizierung
(über Primärstrukturanalyse) von Biomolekülen (Peptide,
Proteine, DNA/RNA, Kohlenhydrate, Konjugate etc.) geringster Substanzmengen
(Nachweisgrenze im Bereich von 30 fmol) aus heterogenen, natürlichen
Systemen heraus möglich. Neben den fortgeführten Entwicklungsarbeiten
zur Verbesserung der Methode konzentriert sich ein zunehmender Teil der
Arbeiten auf die biologisch und klinisch relevante Anwendung der Methode.
Bereits laufende oder in Kürze beginnende Kooperationen innerhalb
der Universität betreffen die Entwicklung von Tumorvaccinen (PD Dr.
P. Wernet, Knochenmarkspenderzentrale), die Analytik von MHC-Peptiden (Dr.
Dillo, Prof. Burdach, Kinderklinik; Dr. Dall, Prof. Bender, Frauenklinik),
die Analytik von Membranproteinen (Dr. Herrmann, Prof. Schrader, Physiologie),
die Allergen-Analytik (Prof. E. Gleichmann, MIU), die Prionen-Forschung
(Prof. Riesner, Phys. Biologie), die Analytik synth. Polymere (Prof. Wulff,
Org. Chemie), die Identifizierung von Carotenoiden und Retinylestern (Prof.
Sies, Physiol. Chemie) und die Analytik biotechnologischer Produkte (Prof.
Hollenberg, Mikrobiologie). Weiter Projekte mit externen Kooperationspartnern
(Marienhospital Herne, MPI Göttingen, MPI Dortmund, Univ. Bochum,
Univ. Curie Paris, TNO Zeist, ETH Zürich, CNRS Orsay) betreffen Entwicklungsarbeiten
zur Erarbeitung der Zugänglichkeit neuer Substanzklassen und zur Nutzung
neuer Präparationstechniken.
Die "LAMPAS"-Methode ermöglicht die Identifizierung einzelner luftgetragener
Partikel im sub-Mikrometerbereich. Die Arbeiten der Arbeitsgruppe konzentrieren
sich auf die methodische und instrumentelle Entwicklung dieser laser-basierten
Technologie, sowie auf deren Anwendung im medizinischen Bereich (Toxikologie,
Allergologie etc.) Zur Zeit laufen Voruntersuchungen zur Charakterisierung
von Automobil-Abgas-Partikeln, sowie von Hausstäuben in der Atemluft.
Die "LAMMA"- Technologie beinhaltet die analytische Mikroskopie auf
der Basis der Laser-Massenspektrometrie. Sie erlaubt die rasternde, bildgebende
Analytik von technischen, biologischen und medizinischen Proben mit einer
Ortsauflösung im Bereich von 0.6 µm. Damit sind subzelluläre
Konzentrationsverteilungen von Spurenelementen bestimmbar. Neuere Zielrichtung
der Arbeitsgruppe ist die Erweiterung der Methode für den ortsaufgelösten
Nachweis und die Identifizierung von Biomolekülen, analog zur (nicht-ortsaufgelösten)
MALDI und PSD-MALDI-Technologie. Auch auf diesem Arbeitsgebiet existieren
Kooperationen innerhalb der Universität und mit externen Partnern
(Prof. R. Caprioli, Univ. Texas, Houston).
Die laufenden Arbeiten werden momentan gefördert vom BMBF, von der EU, dem MWF Nordrhein-Westfalen und von den Medizinischen Einrichtungen. In der Arbeitsgruppe sind neben dem Leiter gegenwärtig 2 Postdocs, 8 Doktoranden/innen und ein Diplomand tätig.