An dieser Stelle wird den Mitgliedern der HNPCC - Studiengruppe die Möglichkeit gegeben, wichtige Mitteilungen oder einen Aufruf zu einer gemeinsamen Kooperation oderDatensammlung zu publizieren. Um eine zügige Veröffentlichung zu gewährleisten, finden Sie weiter unten ein elektronisches Formular, mit dem Sie Ihren Aufruf mitteilen können. Innerhalb von zwei Tagen wird die Mitteilung auf dieser Seite zu lesen sein. Bitte geben Sie immer Ihre eMail - Adresse an. Nur so kann der schnelle Datenaustausch des Internets sinnvoll ausgenutzt werden.
Die DHPLC-Analyse stellt eine neue Form der Mutationsanalyse dar. Das Detektionsprinzip beruht auf dem Nachweis einer im Falle einer vorliegenden Mutation entstehenden Heteroduplex. Bisherigen Heteoduplexanalysen ist die DHPLC-Analyse durch zusätzliche Anwendung von Temperatur- und Acetonitrilgradienten vermutlich überlegen. Zur Evaluierung der Methode wäre es sinnvoll die Nachweisbarkeit von Mutationen, die in der Sequenzanalyse gefunden worden sind, auf der DHPLC Anlage zu überprüfen. Wie wir im Rahmen des HNPCC-Studiengruppentreffens besprochen haben, besteht die Möglichkeit die Evaluierung an Hand der HNPCC-Gene hMLH1 und hMSH2 durchzuführen, da die DHPLC-Analyse dieser Gene in unserer Abteilung etabliert ist. Neben den Interessen und dem Potential der Studiengruppe scheint uns die Wahl dieser Gene sinnvoll, da ein effizientes und sensitives Mutationsscreening von allgemeinem Interesse ist. In diesem Sinne planen wir die Veröffentlichung dieser Ergebnisse, wobei selbstverständlich jeder, der DNAs, in diese Evaluierung einbringt, Koautor dieser Veröffentlichung ist. Die Reihenfolge der Autoren richtet sich nach der Anzahl der eingebrachten DNAs. In unserer Abteilung ist die Analyse der hMLH1 und hMSH2 Gene auf der DHPLC-Anlage etabliert. Zur Durchführung der Evaluierung sind wir über die Einsendung möglichst vieler DNAs, die eine definierte Sequenzvariation (Mutation oder Polymorphismus) in einem dieser beiden Gene enthalten sehr dankbar. Neben der Evaluierung auf der DHPLC-Anlage ist die Analyse dieser Sequenzvariationen in der SSCP-Analyse und in der DGGE-Analyse geplant. Unseres Wissens gibt es bislang keine veröffentlichten Daten zur Evaluierung von Mutationsanalyseverfahren in diesem Umfang.
Material: Am liebsten genomische DNA, da wir die zu analysierenden Fragmente gerne selber amplifiezieren möchten. Der Grund hierfür findet sich in der großen Empfindlichkeit der Säule gegenüber PCR-Zusätzen wie z. B. DMSO, die die Säule irreversibel schädigen können. Ein weiteres Potential einer derartigen DNA-Sammlung besteht in der potentiellen Durchführung von Ringversuchen. Dies müsste selbstverständlich erst in der Studiengruppe diskutiert werden.
Über eine rege Beteiligung der Studienmitglieder an dieser Evaluierung würden wir uns sehr freuen. Am sinnvollsten erscheint uns die Einsendung ca. 100µl einer PCR-Verdünnung (ca. 20ng/µl). Diese Materialmenge würde auch für die Durchführung von Ringvesuchen ausreichen und könnte zu diesem Zweck in unserer Abteilung asserviert werden.| Anschrift: | Dr. Elke Holinski-Feder Abteilung Medizinische Genetik Goethestr. 29 80336 München |
| Tel.: | 089-5160-4469 |
| Fax: | 089-5160-4468 |
| e-mail: | elke@pedgen.med.uni-muenchen.de |