GEOARCHAEORHEIN
Band 5:
| Wolfgang Schirmer (Hrsg.) (2002): Lösse und Böden in Rheindahlen. - GeoArchaeoRhein, 5, 138 S., 24.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6008-6 |
Zusammenfassung:
Rheindahlen ist durch reiche Artefaktfunde und zahlreiche fossile Böden im Löss wohlklingender Name für den Prähistoriker und Quartärgeologen. Das bisherige Alter der Hauptfundschichten, Frühwürm und Eem, stand durch ein halbes Jahrhundert intensiver Forschungszeit unverrückbar. Neue Untersuchungen, die den gesamten niederrheinschen Raum einbeziehen, lassen diesen Hauptfundkomplex eine ganze Glazialperiode älter werden.
Die drei fossilen braunen Böden – bisher auf drei Interglaziale und zwei Glaziale verteilt - gehören einem einzigen Interglazialkomplex an, dem vorletztglazialen Erft-Solkomplex. Was bisher als einer der umfangreichsten Ausschnitte im rheinischen Löss galt, wird zu einem schmalen Zeitfenster zwischen etwa 190.000-250.000 Jahren vor heute, der an Fundreichtum seinesgleichen sucht.
Als Beleg für diese Einstufung dienen unverwechselbare lithologische, pedologische und mikropedologisch Eigenschaften der Einzelglieder des Erft-Solkomplexes, weltweiter paläomagnetischer Vergleich und eine großräumig angelegte Neueinschätzung der reichen prähistorischen Funde.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
SCHIRMER, W.
Kurzcharakteristik der Lösslokalität Rheindahlen 5
SCHIRMER, W.
Definitionen der Lössstraten, die sich in Rheindahlen beteiligen 7
SCHIRMER, W.
Die Diskussion um das Alter des Rheindahlener Lösses 13
Die Neubearbeitung der Lokalität Rheindahlen seit 1995 29
SCHIRMER, W.
Löss- und Bodenstratigraphie in Rheindahlen 31
IKINGER, A.
Mikropedologische Untersuchungen rheinischer Lössprofile und ihre Aussagen
für das Profil Rheindahlen 49
COFFLET, L.
Paläomagnetik des Lössprofils Rheindahlen 61
IKINGER, E. M.
Zur formenkundlich-chronologischen Stellung der Rheindahlener Funde: Micoquien,
Rheindahlien, MTA? 79