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Ökologische Landwirtschaft
Beeinflusst der Mensch die Natur nicht, kehren die von der Pflanze
aufgenommen Mineralien nach deren Absterben wieder zurück
in den Boden. Natürliche Ökosysteme regenerieren sich
durch die Zersetzung toter organischer Materie und schließen
auf diese Weise den Stoffkreislauf.
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Greift der Mensch durch das Ernten der Pflanzen
in diesen Kreislauf ein, wird dem Stoffkreislauf eine große
Menge an Substanz entzogen. Da in der Landwirtschaft der Boden
über viele Jahre intensiv genutzt wird, erschöpft sich
sein Mineralgehalt. Um die Erträge stabil zu halten, muss
der Landwirt durch entsprechende Düngung dem Boden die entnommenen
Nährstoffe wieder zuführen. In der intensiven Landwirtschaft
geschieht dies mit Hilfe chemisch hergestellter Dünger,
die den Boden wieder mit den notwendigen Nährstoffen anreichern. |
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Bei einem ökologischem Landbau versucht
man dagegen den natürlichen Stoffkreislauf möglichst
aufrecht zu erhalten. Kennzeichnend hierfür ist die Pflege
der im Boden lebenden Mikroorganismen. Außerdem werden
hauptsächlich natürliche Dünger wie Mist und Kompost
eingesetzt. Diese organischen Materialien werden dann von
den Mikroorganismen zersetzt und so für Pflanzen wieder
verfügbar gemacht. Der Vorteil von Kompost gegenüber
künstlichen Düngern besteht nun darin, dass er über
die gesamte Zeit der Zersetzung, schrittweise seine Nährstoffe
freigibt. Bei den chemischen Düngern sind dagegen die Nährstoffe
sofort in großen Mengen verfügbar, verbleiben aber
nicht lange im Boden. Mit dem nächsten Regenschauer oder
einer Bewässerung durch den Landwirt, werden die überschüssigen
Mineralien ausgewaschen. Sie gelangen in das Grundwasser und
belasten dort Flüsse und Seen bis hin zu den Ozeanen. Die
Nitrat- und Phosphatbelastung unserer Gewässer stellt
ein großes Problem unserer Zeit dar. |