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Von Wurzel bis Blatt

Ökologie

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Sprossachse
Blatt  
 
  Bau der Wurzel
  Wasseraufnahme
  Ionenaufnahme

besondere
Angepasstheit
 
 

 

Mangrovenbaum, eine besondere Angepasstheit


Das Überleben aller Organismen ist vom Wasser abhängig. Während Tiere den Vorteil besitzen ihren Standort wechseln zu können, sind Pflanzen fest im Boden verankert, und damit den Bedingungen ihrer Umgebung hilflos ausgeliefert. Letzteres trifft im besonderen Maße auf unsere Zimmerpflanzen zu. Wer seine Zimmerpflanze zu stark gießt, wird sehr schnell erkennen, dass zu viel Wasser für Pflanzen äußerst schädlich ist. Während eine Pflanze mit einer kurzen Dürrezeit noch zurecht kommen kann, bedeutet zu viel Wasser den sicheren Tod. Zu viel Wasser füllt alle Lufträume im Boden und nimmt der Wurzel die Luft zum Atmen. Atmen bedeutet in diesem Fall, mit Hilfe von Luftsauerstoff Reservestoffe zu verbrennen, um Energie zu gewinnen.

 

 Abb.: Mangroven im Sumpf von Brasilien


Energie wird ständig in fast allen Teilen der Pflanze benötigt, um Stoffwechselprozesse anzutreiben und z.B. Ionen entgegen ihrem Konzentrationsgefälle zu transportieren.Trotzdem haben es einige Pflanzen durch spezielle Angepasstheit geschafft, nasse Lebensräume zu besiedeln.

 

 Abb.: Mangroven bei Ebbe


Mangrovenbäume wachsen in Wattgebieten tropischer Küsten und stehen somit bei Flut regelmäßig im Wasser. Ihr Trick, mit dieser Situation fertig zu werden, besteht nun darin, Luftwurzeln auszubilden. Ihre Wurzeln wachsen also zum Teil über der Erde. Ein Merkmal, durch das Mangroven sehr leicht zu identifizieren sind. Über diese Luftwurzeln sichert sich die Pflanze auch bei Überschwemmungen Zugang zu dem lebensnotwendigen Luftsauerstoff. Dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten an besonders nassen Standorten zu überleben. Wie so oft, stellt die Natur mehrere Lösungsansätze für das Problem "nasser Standort" zur Verfügung.