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Von Wurzel bis Blatt

Ökologie

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Ionenaufnahme


Grundsätzlich kann die Pflanze Salze nur in Form von Ionen aufnehmen. Die Aufnahme der Ionen ist daher sehr eng mit der Wasseraufnahme verbunden. Die Ionen werden mit dem Wasser über die Wurzeln aus dem Boden aufgenommen. Dabei liegen 98% der im Boden enthaltenen Ionen als schwerlösliche Salze vor und sind in dieser Form für die Pflanze nicht verfügbar. Die verbleibenden 2% an Ionen, die für die Pflanze im Boden verfügbar sind, ergeben in der Regel eine geringere Ionenkonzentration als die in den Zellen der Wurzelhaarzellen. Ein passiver Transport durch Diffusion der Ionen in die Wurzelhaarzellen ist somit nicht möglich. Die Pflanze muss die Ionen entgegen dem Konzentrationsgefälle aufnehmen. Der Preis, den die Zelle für diesen aktiven Transportvorgang zahlen muss, ist der Verbrauch von Energie.


Für den aktiven Transport von gelösten Stoffen sind spezielle Transportproteine in der Zellmembran verantwortlich. Diese werden auch Carrier genannt, weil sie die Stoffe durch die Membran in die Zelle tragen (engl.: to carry). Dabei werden nur ausgewählte Stoffe von den Carriern in die Zelle transportiert, denn diese funktionieren spezifisch, wie Enzyme. Man spricht von einer selektiven Aufnahme. Das bedeutet, dass sich die Pflanze bestimmte Ionen aus dem Mineralsalzvorrat des Bodens auswählen kann. (Membran-Carrier s. rechts)

Die von der Pflanze aufgenommenen Ionen erniedrigen das Wasserpotential im Inneren der Wurzelepidermis, so dass das Wasser ohne weiteren Energieverbrauch nachfließt. In der Wurzel fließt das Wasser dann apoplastisch (d. h. über die Zellwände und Zwischenräume) und symplastisch (d. h. von einer Zelle zur anderen über die Plasmodesmen) weiter.

 

Abb.: Ionentransport in der Wurzel